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10. Berufsinformationsabend 2014

27 Referenten erzählen beim 10. Berufsinfoabend am Gymnasium über ihren Werdegang

Moosburg. Was mache ich nach dem Abitur ? Diese Frage taucht bei vielen Schülern auf, wenn es darum geht, die weitere Ausbildung zu planen oder einen Beruf zu wählen. Manche haben konkrete Vorstellungen, wohin die Reise gehen soll. Andere wiederum tappen im Dunkeln. Speziell für diejenigen hat Werner Fleischmann 1996 den Berufsinformationsabend am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium ins Leben gerufen. Bei der zehnten Ausgabe am Donnerstag gaben wiederum 27 Ehemalige einen Einblick in ihren Werdegang.

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Die Wege der Abiturienten

28 Referenten, allesamt ehemalige Abiturienten, stehen auf der Liste des Berufsinformationsabends des Moosburger Gymnasiums. Organisator Werner Fleischmann freut sich auf Gespräche zwischen ihnen und rund 300 Schülern.

Werner Fleischmann organisiert seinen 10. Berufsinfoabend am KRvF-Gymnasium

Moosburg. Professor Christian Blümelhuber reist aus Berlin an, Patentanwältin und Mediatorin Gudrun Taresch aus England, Online Marketing-Manager Felix Rosenbusch aus Stockholm. Mode-Designerin Gabi Urban aus Moosburg hat es vergleichsweise nah – ideal, um einen Teil ihrer Kollektion mitzubringen.

Am kommenden Donnerstag um 19 Uhr ist Berufsinformationsabend am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium in Moosburg. Zum zehnten Mal ist die Veranstaltung ein Spiegel dessen, welche Wege Moosburger Abiturienten gehen. Vor allem ist sie für Schüler eine Informationsquelle, was sie im Berufsleben erwartet, welche Vor- und Nachteile der Traumberuf hat und welche Wege es dahin gibt. „Wer kann darüber besser Auskunft geben als der, der es studiert oder studiert hat ?“, fragt Werner Fleischmann.

300 Schüler, 300 Berufswünsche – und 28 Referenten, die möglichst viele Felder abdecken. Das ist die Herausforderung, der sich der Studiendirektor, der Wirtschaft/Recht und Mathematik unterrichtet, am Gymnasium Moosburg zum zehnten Mal stellt. 1996 hat er den Berufsinformationsabend ins Leben gerufen. Dass rund 25 Prozent ihr Studium abbrechen, hat ihn nachdenklich gemacht. Vor allem aber war es das Gefühl, Jugendlichen mehr Orientierung geben zu müssen. Auf dem Stundenplan steht das Thema Berufswahl im Gymnasium erstmals in der neunten Klasse, in der elften kehrt es wieder. Fleischmann hat die Erfahrung gemacht, dass die Schüler meist nicht wissen, wie es nach dem Abitur weitergehen soll. Kein neues Phänomen: „Das war bei uns früher nicht anders.“

Verantwortung als Lehrer

Als Lehrer sah er sich in der Verantwortung. „Wenn man seinen Beruf ernst nimmt, muss man hier entgegenwirken.“ Er begründete den Berufsinformationsabend nach dem „Moosburger Konzept“. Besonders ist, dass alle Referenten Ehemalige des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums sind. Er würde davon nie abweichen: „Die Jugendlichen brauchen jemanden, dem sie vertrauen und der zugleich Erfahrung im Beruf hat.“ Laut Fleischmann stellen die Schüler eher Fragen, wenn sie wissen: Der, der vor uns steht, ist einer von uns, er kennt unser Gymnasium, weiß aber auch, wie das Leben danach aussieht.

Fleischmann legt Wert darauf, dass die Referenten ein realistisches Bild ihres Berufs vermitteln: „Es geht nicht nur um die Vorteile, sondern auch darum, auf was man gefasst sein muss.“ Außerplanmäßige Arbeitszeiten gehörten ebenso dazu wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Arzt am Klinikum rechts der Isar werde heuer beispielsweise von seinem Schichtdienst erzählen und davon, wie viel Freizeit ihm bleibe. Eine Referentin, die zum zweiten Mal schwanger ist, werde den Spagat zwischen Beruf und Familie thematisieren.

Mit der Informatik-Juniorprofessorin Alexandra Kirsch und Maschinenbau-Ingenieurin Anna Tüshaus stehen zwei Frauen Rede und Antwort, die sich in Männerdomänen bewiesen haben. Die Studentinnen Burcin Yilmaz und Sinem Öner werden informieren, wie sich der Studienstart gestaltet, wann man sich um eine Wohnung kümmern sollte, wie sich ein Studium finanzieren lässt und wie es ist, plötzlich fern von Familie und Freunden zu sein. „Die Referenten sind authentisch – darauf kommt es mir an“, sagt Fleischmann.

Die Mischung macht’s

Mehr als 500 E-Mails hat der Studiendirektor seit Februar geschrieben, um den Schülern Referenten mit einer ausgewogenen Mischung an Berufen und Lebensläufen zu präsentieren. Häufig gewählte Berufe wie Betriebswirt, Informatiker, Ingenieur, Chemiker und Physiker sind ebenso vertreten wie künstlerische und geisteswissenschaftliche Felder. Zudem bildet der Abend mehrere Wege zu studieren ab – sei es Universität, Hochschule oder duales Studium. Nicht zuletzt will Fleischmann innerhalb der Fachrichtungen differenzieren: Unter den Juristen stellen sich beispielsweise eine Rechtsreferendarin, eine Rechtsfachwirtin und ein Patentanwalt vor.

Vor der ersten Veranstaltung 1996 hat Fleischmann viel telefoniert. Mehr als 16 Jahre war er zu diesem Zeitpunkt am Moosburger Gymnasium, hatte immer Abiturklassen. Treffen ehemaliger Schüler besuchte er gerne und baute sich dabei sein Netzwerk und eine Datenbank auf, in der er vermerkte, wer wo tätig ist und unter welchen Kontaktdaten er erreichbar ist. Über Eltern stellte er Kontakte zu früheren Schülern wieder her. „Das war am Anfang ohne Internet viel schwieriger“, blickt er zurück.

Drei Ehemalige sind heuer zum zweiten Mal dabei. Mit Christian Blümelhuber, der 1985 Abitur gemacht hat, ist Werner Fleischmann befreundet. „Im Jahr 2002 war das der Vortrag schlechthin“, schwärmt er. Blümelhuber sei „ein solch cooler Typ“ und Top-Mann für Marketing, der Vorträge auf der ganzen Welt halte. Den müsse man sich anhören.

„Der Berufsinformationsabend zeigt das gute Verhältnis der Ehemaligen zur Schule“, erläutert Fleischmann. Die Referenten erhielten keine Fahrtkosten und nehmen sich für die An- und Abreise häufig mindestens einen Tag frei. Umso mehr freut es ihn, dass sich der Elternbeirat des KRvF-Gymnasiums finanziell einbringt und die Referenten verköstigt.

Schulfamilie eingebunden

Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt. Für die elfte und zwölfte Jahrgangsstufe ist sie Pflicht, für die neunte und zehnte freiwillig, aber auch hier kommen 70 Prozent. Macht insgesamt rund 300 Schüler, die in Gruppen in drei Durchgängen à 45 Minuten einem der Referenten Fragen stellen können. Die Schulfamilie ist am Abend selbst eingebunden: Beispielsweise bereitet der Systembetreuer Computer für Präsentationen vor, Lehrer und Schüler kümmern sich um Parkplätze und Aushänge für die Referenten oder bereiten die Räume für die Vorträge vor. „Es kommt bei den Referenten an, wenn sich die Schüler einbringen“, weiß Fleischmann. Der Berufsinfoabend ist öffentlich, auswärtige Schüler sind willkommen. Unternehmen der Region stellen sich nicht vor. Hier lädt die Kastulus-Realschule regelmäßig zu einer Veranstaltung.

Die zehnte Auflage der Veranstaltung ist die letzte, bevor Fleischmann in Pension geht. Sein schönstes Kompliment: „Wenn wir früher schon so eine Veranstaltung gehabt hätten, hätten wir den ein oder anderen Fehler nicht gemacht. Ich bin hier, um das weiterzugeben“, habe ihm ein Ehemaliger einmal gesagt. Noch schwingt keine Wehmut mit. „Ich freue mich sehr auf den Abend. Die Referenten sind Top-Leute, die motiviert sind und super Jobs haben“, sagt Fleischmann und verspricht: „Es wird die beste Veranstaltung, die wir jemals hatten.“

 

Von Barbara Vetter, Moosburger Zeitung (15.11.2014)

 

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