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8. Jahrgangsstufe

Die Kapitelangabe bezieht sich auf unser Lehrbuch „Cursus“.

Die Olympischen Spiele : citius-altius-fortius (Kap. 37)

Ihr Ursprung war ein religiöses Fest.

Ablauf:

 

  • Opfer vor dem Altar des Zeus, wo ein heiliges Feuer brannte
  • Schwur der Athleten
  • Wettkämpfe
  • Abschluss: Prozession zum Zeustempel mit Opfer und Festmahl
  • Siegespreis : ein geweihter Zweig des Ölbaums und Ruhm und Ehre


Die Olympischen Spiele waren ein Friedensfest. Während der Spiele herrschte eine bis zu dreimonatige Friedenszeit in allen Städten Griechenlands.

Ziel dieser Friedenszeit war ursprünglich die sichere An- und Abreise der Sportler, Künstler und Zuschauer.

Die Olympischen Spiele fanden von 776 v. Chr. fast 1200 Jahre lang ununterbrochen in
Olympia (heiliger Ort im Süden Griechenlands) statt, wo sich das wichtigste Heiligtum des Zeus mit der berühmten Statue des Phidias, einem der sieben Weltwunder, befand.

Sokrates (Kap. 39)

Dem berühmten Philosophen wurde vorgeworfen, die Götter Athens nicht anzuerkennen, neue göttliche Wesen einzuführen und vor allem dadurch die Jugend zu verderben. Das Anliegen dieses Philosophen war es jedoch, die Menschen durch intensives Fragen zum Nachdenken und zum bewussten und moralisch richtigen Handeln und Leben zu bringen.

Da die Athenern dies sehr verunsicherte, wollten sie Sokrates beseitigen und klagten ihn an.

Das Gericht (501 Richter, ausgeloste Bürger Athens über 30 Jahre ohne juristische Bildung) fällte das Urteil über Sokrates und verurteilte ihn im Jahr 399 v. Chr. zum Tod.
Sokrates nahm dieses Urteil mit Gelassenheit hin und lehnte auch Versuche seiner Freunde, ihn aus dem Gefängnis zu befreien, ab.

Verheiratet war Sokrates mit Xanthippe, einer Frau, die angeblich so böse und streitsüchtig war, dass ihr Name sprichwörtlich geworden ist. Doch auch sie ertrug Sokrates mit großem Gleichmut.

Theater (Kap. 41)

Ursprung:

Kulthandlungen zu Ehren des Gottes Dionysios im Frühjahr und im Herbst

Ablauf:

Chor von 50 jungen Männern führten Tänze mit Gesängen auf;

Schauspieler war kein Beruf: „normale“ Bürger und zwar nur Männer, von den auch die Frauenrollen übernommen wurden, traten auf.

Dieses Vergnügen kostete keinen Eintritt.

Für Tragödien und Komödien gab es spezielle „Kleidervorschriften“: in der Tragödie trugen die Schauspieler lange, weiße Gewänder und Schuhe mit hohen Plateausohlen, außerdem Masken.

In der Komödie dagegen waren die Gewänder kurz und man hatte umfangreiche Lederpolster an Bauch und Hinterteil.

In Tragödien wurden Konflikte auf die Bühne gebracht, in denen hohe Persönlichkeiten Probleme und ausweglose Situationen durchleben mussten, in die sie durch Schicksal und eigenes Handeln geraten waren.

In den Komödien amüsierte man sich mit lustigen Begebenheiten, übte dabei aber auch Kritik an der Gesellschaft.

Rhetorik

Die Rhetorik (= Redekunst) war in der Antike sehr wichtig für eine politische Karriere, vor Gericht und für Reden bei feierlichen Anlässen.

Ziel war es, durch den Einsatz sprachlicher Mittel die Zuhörer mitzureißen und zu überzeugen. Uns sind viele Reden überliefert, die gehalten und aufgeschrieben wurden.

Die 5 Schritte der Erarbeitung einer Rede:

 

  1. inventio: Sammlung des Stoffs
  2. dispositio: Gliederung
  3. elocutio: Ausformulierung
  4. memoria: Auswendiglernen
  5. pronuntiatio: Vortrag

Bedeutendster römischer  Redner war Cicero (1. Jh. v. Chr.). Er verfasste auch rhetorische Lehrschriften. 

Philosophie (gr.=Liebe zur Weisheit)

Die abendländische Philosophie begann im 6. Jh. v. Chr. mit den griechischen Vorsokratikern, die vor allem nach dem Ursprung der Dinge fragten. Die berühmtesten griechischen Philosophen sind Sokrates, Platon und Aristoteles.

Sokrates (5. Jh. v. Chr.) verfasste selbst keine Schriften. Was wir über ihn wissen, überlieferte vor allem sein Schüler Platon. Im Zentrum der sokratischen Philosophie standen der Mensch und die Frage, wie man ethisch richtig und moralisch gut lebt. Seine Hinwendung zur Ethik bezeichnet man als die „Sokratische Wende“ in der Philosophiegeschichte.

Bedeutende griechische Philosophenschulen sind:

Die Kyniker (siehe: Zynismus): Sie waren überzeugt, dass glücklich wird, wer moralisch und natürlich lebt. Das Glück hänge nämlich nicht von Macht, Luxus und sonstigen Äußerlichkeiten ab. Der bekannteste Kyniker war Diogenes, der vollkommen bedürfnislos lebte. Er erhielt wegen seines Bettlerlebens den Beinamen Kyon (gr. Hund).

Die Stoiker (benannt nach ihrem Sitz, einer Säulenhalle (stoa) in Athen): Sie waren ebenfalls  überzeugt, dass man Glück (Eudaimonia) nicht durch vergängliche Dinge erlangen könne, sondern nur durch eine selbstgenügsame, vernünftige Lebensführung. Sie glaubten an einen Gott und ein Schicksal, das man mit Gelassenheit zu tragen habe. Die Philosophie sollte helfen, diese Gelassenheit zu erlangen (heute noch spricht man von „stoischer Ruhe“). Die Stoiker forderten unter anderem, politische Verantwortung zu übernehmen.

Die Epikureer:  Im Gegensatz zur Stoa glaubte der Grieche Epikur (341-270 v. Chr.), die Welt werde vom blinden Zufall gelenkt. Eudaimonia bedeutete für ihn ein ruhiges, genussvolles Privatleben ohne politische Betätigung. Die seelische Ausgeglichenheit sollte durch die Philosophie erlangt werden. Epikurs Lehre fand viele Anhänger in Rom. Der berühmte Dichter Horaz z.B. bekannte, er sei „ein Schweinchen aus Epikurs Herde“, und prägte das Motto: Carpe diem! (wörtlich: „Pflücke den Tag!“).

Recht

In der Frühzeit Roms wurden Gesetze nur mündlich überliefert, erst die Zwölftafelgesetze (Aufstellung von zwölf Tafeln mit Gesetzestexten 450 v. Chr.) gaben  den Bürgern die Möglichkeit, die Rechtsgrundsätze selbst nachzulesen. Da immer neue Gesetze entstanden, ließ Kaiser Justinian in Konstantinopel daraus im 6. Jh. n. Chr.  von Juristen eine Gesetzessammlung erstellen, das Corpus Iuris Iustiniani (50 Bücher). Es wurde seit dem Mittelalter Vorbild und Grundlage aller modernen Rechtsordnungen der westlichen Welt, z. B. des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Bedeutende Rechtsgrundsätze wurden von den Römern in prägnanten Rechtsregeln formuliert, z.B.: Nulla poena sine lege.

Reichsteilung und Wendung zum Christentum

Kaiser Diokletian teilte am Ende des 3. Jh.s n. Chr. das riesige Imperium Romanum in Ost und West und ließ jeden Reichsteil durch zwei Herrscher verwalten, Rom blieb Hauptstadt.

Im Jahr 306 n. Chr. wurde Konstantin von seinem Heer zum Herrscher des Weströmischen Reichs ausgerufen. Im Konflikt mit seinem Schwager Maxentius, der den Titel ebenfalls beanspruchte, kam es zum Krieg um die Herrschaft in Rom. Dabei hatte Konstantin vor der Schlacht an der Milvischen Brücke die Vision vom Kreuz mit der Aufschrift „In hoc signo vinces“. Nach seinem Sieg  gab er den Christen  Religionsfreiheit (Toleranzedikt von Mailand 313 n. Chr.). Kaiser Theodosius erklärte Am Ende des 4. Jh.s n. Chr. das Christentum sogar zur Staatsreligion. Die Christen waren vorher lange Zeit Verfolgungen ausgesetzt gewesen, so unter den Kaisern Nero (er gab ihnen die Schuld am Brand Roms) und Diokletian.  

Roma aeterna: Rom wird zur Idee

Das erste Rom wurde am 24. August 410 n. Chr. von den Goten erobert und geplündert. Der letzte Kaiser verschwand fast unbemerkt im Jahr 476 n. Chr. Germanische Stämme siedelten auf dem Boden des weströmischen Reichs.

Der Bischof von Rom beanspruchte, das Oberhaupt aller Christen zu sein, und nannte sich papa (Papst). 800 n. Chr. ließ sich der Frankenkönig Karl der Große in Rom zum Kaiser krönen. Damit war ein neues Imperium Romanum entstanden, das bis 1806 bestehen sollte.

Als das zweite Rom gilt Konstantinopel (vorher Byzanz) im oströmischen Reich. Dort entwickelte sich der orthodoxe christliche Glaube, man erkannte die Vormacht des Bischofs von Rom nicht an. Das dritte Rom wurde nach dem Untergang von Konstantinopel Moskau, die Hauptstadt des russischen Reichs, das den orthodoxen Glauben angenommen hatte.  Die russischen Herrscher sahen sich als Erben der oströmischen Kaiser und nannten sich daher Zaren (abgeleitet von Caesar)

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