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7. Jahrgangsstufe

Die Kapitelangabe bezieht sich auf unser Lehrbuch „Cursus“.

Der Trojanische Krieg (Kap. 21)

Bei der Hochzeit von Peleus und der Meergöttin Thetis hat man Eris, die Göttin des Streits, nicht eingeladen. Diese wirft als Rache einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Der Schönsten!“ in die Festgesellschaft. Um diesen entbrennt nun ein Streit unter den Göttinnen Iuno/Hera, Minerva/Athena und Venus/Aphrodite („Zankapfel“). Diesen Schönheitswettbewerb entscheidet Paris, der Sohn des trojanischen Königs Priamos, zugunsten der Venus/Aphrodite („Paris-Urteil“), die ihm dafür die schönste sterbliche Frau versprochen hat: Paris kann Helena, die Gattin des spartanischen Helden Menelaos, nach Troja entführen. Dies ist der Auslöser des Trojanischen Krieges. Zehn Jahre dauert der Krieg, bei dem die Griechen mit ihren Helden Agamemnon, Menelaos und Achill gegen die Trojaner unter Hektors Führung kämpfen. Erst im zehnten Kriegsjahr gelingt es den Griechen, durch die List des Odysseus mithilfe des hölzernen „trojanischen Pferdes“, in dessen hohlem Bauch er sich mit ausgewählten Kriegern versteckt hat, die Stadt zu erobern. Denn die Trojaner haben das Pferd als Geschenk der Griechen („Danaergeschenk“) – entgegen den Warnungen der mit seherischen Fähigkeiten ausgestatteten Kassandra („Kassandrarufe“) und des Priesters Laokoon – in ihre Stadt gezogen (Skulptur der „Laokoon-Gruppe“!). Aus dem brennenden Troja kann der trojanische Prinz Aeneas zusammen mit seinem Vater Anchises, den er auf seinen Schultern trägt, seinem Sohn Askanius (lat. Iulus) und einigen Gefährten entkommen.

Odysseus (Kap. 22)

Ebenso wie Aeneas hat auch Odysseus mit seinen Gefährten nach dem Ende des Trojanischen Krieges erst lange, zehn Jahre dauernde Irrfahrten im Mittelmeerraum und zahlreiche Abenteuer zu bestehen, ehe er in seine Heimat, die griechische Insel Ithaka, und zu seiner Frau Penelope und seinem Sohn Telemachos zurückkehren kann. U.a. gelingt es ihm, den einäugigen Kyklopen Polyphem zu überlisten, den verlockenden Gesängen der Sirenen („Sirenengesang“), menschenfressender Mischwesen aus Vogel und Mensch, zu widerstehen sowie die Meerenge zwischen dem Ungeheuer Skylla und dem gefährlichen Strudel Charybdis zu durchfahren („zwischen Skylla und Charybdis“). Weitere Stationen seiner „Odyssee“ sind u.a. sein Aufenthalt bei der Zauberin Kirke, die seine Gefährten in Schweine verwandelt und ihn zu „bezirzen“ versucht, und bei der Nymphe Kalypso, wo er sogar sieben Jahre verbringt.

Aeneas (Kap. 23)

Der Trojaner Aeneas, Sohn der Göttin Venus/Aphrodite und des Anchises, wurde als der sagenhafte Stammvater des römischen Volkes angesehen. Er flieht mit seinem Vater und seinem Sohn Askanius (lat. Iulus) aus Troja, das die Griechen im Trojanischen Krieg erobert haben. Ehe er nach Italien gelangt, kommt er auf seiner Irrfahrt auch nach Karthago, wo sich Königin Dido in ihn verliebt und nach seiner Abreise Selbstmord begeht. In Italien angekommen gründet er für die Flüchtlinge eine neue Heimatstadt. Daher sahen sich die Römer als Nachfahren des Aeneas und der Trojaner. Die Familie der Julier, die gens Iulia, der auch Caesar angehörte, führte ihre Ursprünge auf Iulus, den Sohn des Aeneas, und damit auf die Trojaner und sogar bis auf Venus zurück, da diese ja die Mutter des Aeneas war.

Roms Gründungsmythos (Kap. 24)

Der Gott Mars/Ares zeugt mit der Vesta-Priesterin Rea Silva die Zwillinge Romulus und Remus. Die Knaben werden in einem Korb auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin (Kapitolinische Wölfin) gerettet und gesäugt. Später findet ein Hirte die Jungen und zieht sie groß. Als sie herangewachsen sind, gründen sie am Ort ihrer Rettung – angeblich im Jahre 753 v.Chr. – eine Stadt. Allerdings kommt es dabei zu einem Streit unter den Brüdern, in dessen Verlauf Romulus den Remus umbringt. Romulus wird dann der erste König der neuen Stadt, die nach ihm Roma heißt. Mit einer List gelingt es ihm, Frauen für die vielen Männer in Rom zu gewinnen: Er veranstaltet prächtige Spiele und lädt dazu die benachbarten Sabiner ein. Diese haben es zuvor abgelehnt, ihre Töchter den Römern als Ehefrauen zu geben. Während des Festes rauben dann die Römer die Sabinerinnen („Raub der Sabinerinnen“). Nach Romulus herrschten bis ca. 510 v.Chr. weitere Könige über Rom.

Königszeit (Kap. 25)

Nach der Gründung Roms (sagenhaftes Gründungsdatum 753 v.Chr.) herrschten bis zu ihrer Vertreibung um 510 v.Chr. Könige. Der letzte König Roms, Tarquinius Superbus, wurde der Überlieferung nach von Lucius Iunius Brutus vertrieben.
Die weitere – etwa tausendjährige – römische Geschichte lässt sich in zwei Hauptepochen einteilen: die Republik („res publica“; 5.–1. Jh. v.Chr.) und die Kaiserzeit („Kaiser“ abgeleitet von „Caesar“; 1.–5. Jh. n.Chr.).

Die römische „Mischverfassung“

Die Politik Roms wurde durch das Zusammenwirken der Magistrate (= Beamte), des Senats und der Volksversammlung gestaltet. Schon in der Antike wurde dieses System, das somit aus monarchischen (Konsuln als höchste Beamte), aristokratischen (Senat) und demokratischen Elementen (Volksversammlung) bestand, als „Mischverfassung“ bezeichnet. Sie galt als Garant für politische Stabilität. In der Realität war das aristokratische Element das stärkste. Senat und Senatoren „Senat“ (senatus) bedeutet eigentlich „Versammlung alter Männer“ (senes). In der Frühzeit Roms waren es wohl tatsächlich ältere Männer, die gemeinsam über die Staatsangelegenheiten berieten. In späterer Zeit konnte Senator werden, wer aus einer reichen oder vornehmen Familie stammte und wichtige Ämter im Staat ausgeübt hatte. Die Senatsversammlungen fanden entweder in der Kurie (curia) oder in bestimmten Tempeln statt. Der Senat, eigentlich nur ein beratendes Gremium, wirkte dank seiner auctoritas; die Empfehlungen des Senats hatten großes Gewicht und wurden von den Beamten und der Volksversammlung in der Regel befolgt. Volksversammlung An den Volksversammlungen, die nach verschiedenen Kriterien einberufen wurden (z.B. nach Wohngebieten, Höhe der Steuerzahlung etc.), konnten nur die männlichen erwachsenen Bürger teilnehmen. Ihre Beschlüsse hatten den Rang von Gesetzen. Volkstribun Volkstribune waren die Vertreter der Plebejer und hatten weitreichende Befugnisse. Sie standen unter dem besonderen Schutz der Götter und galten als unangreifbar (sacrosancti – „sakrosankt“). Mit ihrem „Veto–Recht“ konnten sie gegen alle Amtshandlungen anderer Beamter vorgehen und diese unterbinden.

Orakel (Kap. 27)

In der Antike hatten Weissagungen von Orakeln große Bedeutung. Die berühmteste Orakelstätte der Antike war das Apollon–Heiligtum von Delphi in Griechenland. Verschie-
denste Menschen wandten sich mit ihren Fragen an Apoll; oft erhielten sie von der Seherin und Orakelpriesterin Pythia Antworten, die mehrere Deutungen zuließen.

Punische Kriege (Kap.28)

In der Zeit der mittleren Republik (3. und 2. Jh. v.Chr.) gerieten die beiden stärksten Mächte des westlichen Mittelmeerraums, Rom und Karthago, in drei Kriegen aneinander.

An den Rand der Vernichtung geriet Rom im 2. Punischen Krieg (218–201 v.Chr.) gegen die mächtige Handelsstadt Karthago, eine Stadtgründung der Phönizier in Nordafrika. Die Römer wurden durch den karthagischen Feldherrn Hannibal überrascht: Hannibal soll in gut zwei Wochen mit einem gewaltigen Heer und etlichen Kriegselefanten die Alpen überquert haben. Einige Jahre zog er unbesiegt durch Italien, allerdings ohne die Stadt Rom anzugreifen. Als der römische Feldherr Scipio schließlich die Führung übernahm, nach Afrika übersetzte und Karthago angriff, war Hannibal gezwungen, mit seinem Heer nach Afrika zurückzukehren. Scipio schlug schließlich Hannibals Heer vernichtend. Vor allem die römischen Konservativen um Marcus Porcius Cato, von dem der Ausspruch Ceterum censeo Carthaginem esse delendam ("Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass Karthago zerstört werden muss.") überliefert ist, mit dem er jede seiner Reden beendete, befürchteten ein Wiedererstarken des Erbfeinds. Schließlich vernichteten die Römer Karthago im 3. Punischen Krieg (149-146 v.Chr.) und errichteten die neue Provinz Africa.

Sozialreformer: Die beiden Brüder Tiberius und Gaius Gracchus (Kap. 29)

Da die innere Ordnung der Republik den Erfordernissen der Großmachtpolitik letztlich nicht gewachsen war, zeigten sich schon im 2. Jh. v.Chr. gravierende soziale Probleme, die durch die Reformversuche der Gracchen beseitigt werden sollten. Doch die Kluft zwischen den verarmenden Schichten (verschuldete Bauern; städtisches Proletariat) und den Reichen (Großgrundbesitzer mit Latifundien und zahllosen Sklaven; v.a. über Handel zu Reichtum kommende Ritter) wurde immer größer.

Cicero (Kap. 30) Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.; ermordet), Anwalt, Politiker, Redner, Philosoph. Obwohl er nicht zum Adel gehörte, durchlief er die Beamtenlaufbahn (cursus honorum) schnellstmöglich, so dass er bereits 63 v.Chr. als homo novus Konsul wurde. Eine seiner größten Leistungen war, dass er während seines Konsulats die Verschwörung Catilinas aufdeckte. Allerdings ließ er die Verschwörer ohne Gerichtsverhandlung hinrichten, weshalb er 58 v.Chr. in die Verbannung gehen musste, was ihn politisch kaltstellte. Nach seiner Rückkehr 57 v.Chr. verfasste er wichtige Schriften zur Rhetorik und zur politischen Theorie, daneben viele meisterhafte Reden. Unter den mächtigen Männern der Zeit wie Caesar, Pompeius, Crassus musste er vorsichtig taktieren. Obwohl er im Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius auf der Seite des Pompeius stand, schonte ihn Caesar nach seinem Sieg. In dieser Zeit widmete sich Cicero philosophischen Studien.

Ciceros Briefe geben uns einen intensiven Einblick in Denken und Handeln, (Privat-)Leben und Empfinden eines gebildeten Römers der späten Republik. Sie sind wichtige unmittelbare Dokumente der Zeitgeschichte.

Nach der Ermordung Caesars 44 v.Chr. versuchte Cicero ein letztes Mal, als Retter der Republik aufzutreten. Mit dem massiven Angriff gegen Antonius in seinen philippischen Reden machte er sich diesen aber zu seinem Todfeind. Auf dessen Veranlassung und mit Octavians Billigung wurde er 43 v.Chr. ermordet.

Kleopatra (Kap. 31)

Kleopatra (VII.), 1. Jh. v.Chr., war eine ägyptische Herrscherin, die ihr Reich sichern und ausbauen wollte. Dies konnte sie nicht gegen die Weltmacht Rom erreichen. Daher gewann sie die beiden mächtigsten Römer ihrer Zeit, Caesar und – nach dessen Ermordung – Antonius, als Geliebte. Nach Antonius’ Niederlage gegen Octavian, den späteren Kaiser Augustus, beging sie 30 v.Chr. mit Antonius Selbstmord. Ägypten wurde in diesem Jahr zur römischen Provinz.

Alexander der Große (Kap. 32)

Alexanders der Große war der Sohn des makedonischen Königs Philipp II. Sein Erzieher war der Philosoph Aristoteles. Alexander der Große eroberte in weniger als zehn Jahren Ägypten, das Weltreich der Perser und Teile Indiens. Viele verehrten ihn sogar als Gott. Die von ihm gegründeten Städte (z.B. das ägyptische „Alexandria“) förderten die Ausbreitung der griechischen Kultur im gesamten östlichen Mittelmeerraum und weit darüber hinaus. Sein Tod im Jahr 323 v.Chr. markiert den Beginn einer neuen Epoche, des Hellenismus (323 – 30 v.Chr.). Diese endete mit dem Sieg Octavians über den mit der ägyptischen Königin Kleopatra verbündeten Antonius, wodurch Ägypten zur römischen Provinz wurde.

Diogenes und die Kyniker Zu den berühmtesten griechischen Philosophen gehörten neben Sokrates, Platon und Aristoteles auch Diogenes und seine Anhänger und Schüler, die nach seinem griechischen Beinamen kýon (griech. „Hund“) benannten Kyniker (unser Fremdwort „Zyniker“ leitet sich davon ab). Diogenes trat für ein möglichst einfaches und dabei freies und unabhängiges Leben ein. Er schlief nicht in einem Haus, sondern in einem riesigen Vorratsgefäß aus Ton und pflegte seine Mitmenschen in Wort und Tat zu provozieren. Gegenüber mächtigen Herrschern verhielt er sich respektlos, so antwortete er z.B. Alexander dem Großen, der ihm einen Wunsch freigestellt hatte: „Geh mir aus der Sonne!“

Augusteische Zeit (Kap. 33)

Octavian (63 v.Chr. – 14 n.Chr.), von Caesar testamentarisch als Sohn adoptiert, gelang es durch seinen Sieg über Antonius im Jahr 31 v.Chr., die mehr als 100 Jahre andauernden Bürgerkriege zu beenden und eine Epoche des Friedens, die pax Augusta, einzuleiten, die vielen Bürgern Stabilität, Sicherheit und Wohlstand brachte. Obwohl er sich selbst nur als primus inter pares und princeps senatus sehen wollte, gilt er als der erste römische Kaiser und Begründer der Kaiserzeit. Vom Senat erhielt er den Ehrentitel Augustus („der Erhabene“).

Ihm gelang die außen- und innenpolitische Festigung des römischen Reiches. Kennzeichen seiner Herrschaft war eine Rückbesinnung auf altrömische Werte (mos maiorum), Tugenden und Sittenstrenge (so erließ er z.B. Gesetze gegen Ehebruch).

Römer und Germanen

Die Römer gingen Kriegen mit den Germanen meist aus dem Weg. Gründe hierfür waren die sprichwörtliche Tapferkeit der Germanen und das weitgehend unbekannte und schwer zugängliche Land. Im Jahre 9 n.Chr. brachte der Cheruskerfürst Arminius (Hermann), der zuvor als hoher Offizier im römischen Heer gedient hatte, den Römern unter Führung des Varus im Teutoburger Wald eine vernichtende Niederlage bei. Kaiser Augustus soll damals ausgerufen haben: „Vare, Vare, redde legiones!“ ("Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurück!"). Danach gaben die Römer den Plan auf, die Gebiete östlich des Rheins zu unterwerfen.

Limes

Der Limes, ein ca. 550 Kilometer langer Grenzwall zwischen Rhein und Donau, diente der Grenzsicherung in Germanien. Er war nicht an allen Stellen gleichermaßen gut ausgebaut. Während man mancherorts auf Flüsse als natürliche Grenzen vertraute und nur vereinzelte Lager anlegte, andernorts nur Palisadenzäune aus Baumstämmen errichtete, wurden an manchen Stellen auch Steinmauern, Wälle und Gräben errichtet und große Kastelle erbaut, die ein sichtbares Zeichen der Macht darstellten und oft mehrere tausend Legionäre samt ihren Familien, die außerhalb des Lagers lebten, beheimateten. Auf dem Boden dieser Kastelle entstanden später oft große Städte wie zum Beispiel Regensburg, das auf das Militärlager castra Regina zurückgeht. Der Limes war eine offene Grenze, an der weiterhin Handel zwischen Germanen und Römern betrieben werden konnte. Er war das größte Bauwerk in der damals bekannten Welt und wurde im Jahre 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auch in anderen Gebieten des Imperium Romanum gab es Grenzen, die durch einen Limes gesichert wurden, z.B. in Großbritannien, wo der im 2. Jh. n.Chr. erbaute Hadrians-Wall die Nordgrenze des Reiches bildete.

Athen (Kap. 34)

Im Athen des 5. Jh.s v.Chr. gab es zum ersten Mal in der Weltgeschichte eine demokratische Staatsordnung, und zwar eine direkte Demokratie, d.h., dass jede einzelne Entscheidung im Bereich der Gesetzgebung oder Rechtssprechung von den Bürgern direkt per Abstimmung getroffen wurde. Jeder männliche freie Bürger hatte in der Volksversammlung das Recht, Anträge zu stellen, abzustimmen und zu wählen.

Auch die Blütezeit der griechischen Kultur, deren Zentrum Athen war, fiel in das 5. Jh. v.Chr., als Perikles die Politik Athens bestimmte, auf der Akropolis die bis heute bewunderten Bauten (u.a. der Parthenon–Tempel) entstanden und die drei großen Tragiker Aischylos, Sophokles (u.a. Antigone und Ödipus) und Euripides sowie der Komödiendichter Aristophanes ihre bis heute gespielten Dramen auf die Bühne brachten

Sokrates, sein Schüler Platon und dessen Schüler Aristoteles zählen bis heute zu den berühmtesten Philosophen. Die im 4. Jh. v.Chr. gegründeten Philosophenschulen, die platonische Akademie und der aristotelische Peripatos, bildeten zusammen mit der Schule der Stoiker und Epikureer die vier maßgeblichen philosophischen Richtungen (s. Philosophie).

Seneca (Kap. 35)

Seneca (1. Jh. n.Chr.; 65 n.Chr. Selbstmord), Redner, Politiker, Schriftsteller, stoischer Philosoph, Erzieher und Lehrer Neros, was ihm zunächst Gunst, Ehren und Reichtum einbrachte (Seneca gehörte zu den reichsten Männern seiner Zeit). Jedoch enttäuschten ihn Neros Entwicklung, seine Prunksucht und Grausamkeit, so dass er sich immer mehr ins Privatleben zurückzog und sich philosophischen Studien widmete. Im Jahre 65 n.Chr. wurde ihm von Nero wegen angeblicher Beteiligung an einer Verschwörung der Selbstmord befohlen.

Nero

Nero galt – nach positiven Ansätzen zu Beginn seiner Regierungszeit – als Negativbeispiel des römischen Kaisertums. Seine Herrschaft entartete schließlich in eine grausame Tyrannei, die geprägt war von willkürlichen – persönlich oder politisch motivierten – Morden, ungeheurer Verschwendung und größenwahnsinnigen Bauprojekten. So ließ Nero u.a. seine Mutter und seine Gattin töten. In seine Regierungszeit fällt der Brand Roms (64 n.Chr.) mit der anschließenden Christenverfolgung. Antike Schriftsteller berichten – was wohl unzutreffend ist –, er habe selbst das Feuer legen lassen, um Platz für einen riesigen neuen Kaiserpalast zu schaffen. Während des Brandes soll er Verse vom Fall Trojas vorgetragen haben.

Sizilien (Kap. 36)

Viele Griechen suchten wegen der Überbevölkerung ihres Landes und Hungersnöten seit dem 8. Jh. v.Chr. in Sizilien und Unteritalien eine neue Heimat und gründeten dort Kolonien. Den südlichen Teil Italiens von Neapel bis Sizilien mit seinen griechischen Städten (z.B. Neapel: griech. Neá–polis „Neu–stadt“) nannte man daher Magna Graecia („Großgriechen-
land“). Während der Eroberung dieser Regionen kamen die Römer erstmals mit der griechischen Kultur in Berührung. Später dehnten sie ihre Herrschaft über Griechenland aus und machten große Teile zur römischen Provinz (146 v.Chr.). Die Römer erkannten, dass die Griechen ihnen in vielen Bereichen überlegen waren, z.B. in der Architektur, Kunst, Literatur, Mathematik und Medizin. Nach Überwindung anfänglicher Vorurteile gegenüber der anderen Kultur beschäftigten sich viele Römer intensiv mit der griechischen Kultur und begaben sich zum Studium oder auf Bildungsreisen oder zum Besuch der Olympischen Spiele nach Griechenland.

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