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03.03.2004
  Von: Iris Spitaler und Gökhan (Kevin) Senli

SCHÜLERAUSTAUSCH USA 2003 - Ein unvergessliches und prägendes Erlebnis

 

Ein zusammenfassender Bericht über den 24-tägigen Austausch des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium Moosburg mit der Upper Arlington High School in Columbus/OHIO

Fotos: Hans Loibl

An einem sonnigen Freitagmorgen (4.4.03) versammelten sich 26 Schüler/Innen und deren Englisch- und Erdkundelehrer Hans Loibl voller Erwartungen vor ihrer Schule. Heute hieß es nämlich "Auf nach Amerika!". Nach einem etwa 12-stündigen Flug über den Atlantik (Zwischenlandung in Atlanta) kamen wir sicher in Columbus/Ohio an, wo wir bereits von den Gastfamilien erwartet wurden. Diese begrüßten die deutschen Schüler sehr herzlich und brachten uns anschließend in unser "neues" Zuhause. Nun hatten wir das Wochenende und den Montag (schulfrei!), um uns an die Zeitumstellung (6h zurück) und die neue Situation zu gewöhnen.

Am Dienstag ging dann endlich die Schule los und die Gruppe traf sich in der ersten Stunde im Deutschraum der Schule, um sich über das Erlebte auszutauschen.

Danach wurde die Schule besichtigt und wir wurden mit den wichtigen örtlichen Begebenheiten vertraut gemacht. Die Schule, die um ein vielfaches grösser ist als die eigene und über etliche verschiedene Sportplätze sowie einen großen Swimmingpool verfügt, verblüffte alle Schüler, die solche Ausmaße nicht gewohnt waren, sehr; vor allem, weil wir die Einrichtungen, so oft es ging, auch benutzten durften.

In diesem Zusammenhang sollte man auch erwähnen, dass die High School in vielen Sportarten recht erfolgreich ist und bereits zahlreiche überregionale Wettbewerbe (state championships) gewonnen hat.

Den restlichen Schultag verbrachten wir im Unterricht oder Computerraum. Nach Schulschluss, was in Amerika erst um 15:05 Uhr ist, hatten wir den Nachmittag für uns. Man traf sich untereinander oder unternahm etwas mit den jeweiligen Gastfamilien. Die restliche Woche verlief bis auf den Donnerstag ähnlich.

An diesem Tag stand ein Ausflug in die Innenstadt von Columbus auf dem Plan. Dort wurden alle Sehenswürdigkeiten (Ohio State Office Tower, Ohio Capitol, Santa Maria etc) abgeklappert und gleich einige Filme "verschossen".

Nach einem weiteren Wochenende in der Familie trafen wir uns am Montag bereits um 6 Uhr, statt wie gewöhnlich um 8 Uhr, und fuhren mit dem Bus, der uns für die nächsten 5 Tage zur Verfügung stand, nach Washington. Nach einer 8-stündigen Fahrt, die durch 5 Bundesstaaten führte, erreichten wir erschöpft das Red Roof Inn Hotel.

Es blieb aber nicht viel Zeit zum Erholen, da am selben Tag noch eine Stadtrundfahrt anstand, um uns die Orientierung zu erleichtern. Hier fuhren wir zum Weißen Haus, zum Capitol, an Museen und Memorials vorbei, die wir in den nächsten Tagen genauer unter die Lupe nahmen.

Das Wetter war in den ersten Tagen hervorragend (ca.27°C), was den "Reisechef" dazu brachte, den Ausflug zum Meer um einen Tag vorzuziehen. Auf dem Weg dorthin ging dem Bus die Puste aus, was ihm aber bereits am ersten Tag anzumerken war. So wurde der Badetrip auf den nächsten Tag verschoben. Dies war bereits die zweite schlechte Nachricht an diesem Tag, denn in der Früh erfuhren wir, dass das seit Monaten miteingeplante Basketballspiel, dem wir eigentlich beiwohnen wollten ein auswärtiges Spiel und somit in Philadelphia und nicht wie erwartet in Washington stattfand. So endete der Tag dann schließlich mit dem Besuch von Museen und einer Militärparade vor dem Weissen Haus.

Am eigentlichen "Strandtag" war das Wetter dann so bescheiden (windig u. kalt), dass wir uns nur eine halbe Stunde lang dort aufgehalten haben. Aber zum Trost gab es zu Beginn dieses Tages eine kulinarische Spezialität: Austern frisch vom Fischmarkt ! (Diese schmeckten vorzüglich und spendeten Kraft für die nächsten Tage. (WÜRG!J ) Die folgenden Tage waren ebenfalls abwechslungsreich und einzigartig. (Vor allem die Nächte, oder Chef? J .) Die Verpflegung kam während der ganzen Woche alles andere als zu kurz. Neben dem täglichen Frühstücksbuffett bei Shoney`s wurde bei Mondschein im Park diniert oder der örtliche Supermarkt geplündert, um Obst und Vorrat für diejenigen zu besorgen, die nach dem Abendessen immer noch Hunger auf Döner oder was Gesundes hatten.

Dieser 5-tägige Trip verging allerdings wie die restliche Zeit viel zu schnell und so fanden wir uns am Freitagabend in Upper Arlington wieder. Für manche endete dieser Tag dann mit einem ermüdenden Fang- und VersteckspielJ (??).

Das darauffolgende Wochenende war Ostern. Alle waren gespannt darauf, die amerikanischen Bräuche kennen zu lernen und den Gastfamilien die deutschen Bräuche näher zubringen. Für die meisten hieß es an diesen Tagen sich fein zu machen und die Kirche zu besuchen, wo einige bis zu 3h verbrachten. Allerdings verläuft vieles wie hier zu Lande.

Nach einer kurzen Verschnaufpause flogen wir am Dienstagmorgen auch schon wieder weiter nach Chicago.

Hier wurden wie in den anderen beiden Städten zuvor die wichtigsten und schönsten Plätze besucht, wozu der Strand, von welchem man einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt hat, der "Al-Bundy"-Brunnen, die Börse und viele weitere Einrichtungen gehören.

Erwähnenswert ist auch der Besuch des Hard Rock Cafes zu fortgeschrittener Stunde, wo sich viele Schüler auch mit T-Shirts oder sonstigen Souvenirs eindeckten.

Am nächsten Morgen begab sich der ortskundige Lehrer, der jedoch 5 Minuten nach ausgemachter Zeit (06.30 Uhr!!) erst einmal geweckt werden musste, mit vier 4 freiwilligen und putzmunteren Schüler/Innen auf einen Spaziergang durch Chicago. Der restliche Tag wurde von allen zum Shoppen genutzt. Abschließend lässt sich zu Chicago sagen, dass dieser Teil des Austausches für viele das prägendste Erlebnis überhaupt war, wozu der überwältigende und unvergessliche Blick vom 96. Stockwerk des Hancock Towers auf die Stadt bei Nacht enorm viel beigetragen hat. Schweren Herzens mussten wir diese Stadt ebenfalls wieder verlassen.

Von diesem Zeitpunkt an verging alles recht schnell: Kaum waren die Gymnasiasten wieder in Columbus, stand auch schon die Farewell-Party (Abschlussfeier), bei der Reden gehalten wurden und sich die Schüler bei den Gasteltern herzlichst für den netten Aufenthalt bedankten.

Am nächsten Tag hatten die deutschen "Amis" dann noch das erstmalige Vergnügen auf einen amerikanischen Abschlussball (Prom), wie ihn die meisten aus dem Fernsehen kennen, zu gehen. Alle sind in Abendgarderobe erschienen und haben mit ihren Partnern zu den Liedern getanzt oder sich im Nebenraum davon erholt.

Viele feierten danach noch bis zum Morgengrauen auf der After-Party weiter (Oachkatzlschwoaf-Test), ohne Rücksicht darauf, dass wir uns bereits um 11:30 Uhr am Flughafen zum Rückflug nach München treffen mussten. Obwohl es beinahe unmöglich schien, alle waren pünktlich (sogar der Pongo).

Der Abschied fiel besonders schwer, da sich alle innerhalb dieser kurzen Zeit richtig ans Herz gewachsen sind und sich nicht voneinander trennen wollten. Deshalb schossen den meisten auch Tränen in die Augen. ( Herr Loibl nutzte diese Tatsache schamlos aus und machte unbemerkt Fotos von der trauernden Gruppe Wie fies!J )

Nach einem anstrengenden Flug, bei dem die Trauer verarbeitet wurde, kam die ganze Truppe wieder sicher in München an. Hier wurden sie bereits mit offenen Armen von ihren "echten" Familien empfangen und durften wieder in ihren eigenen Zimmern und Betten schlafen.

Dieser Tag diente noch dazu, sich von allem zu erholen, aber am nächsten Tag ging es dann erneut los mit der Schule und alle hatten Probleme, sich in der Schule wach zu halten. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nahm alles wieder seinen üblichen Lauf.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Loibl, der viel dazu beigetragen hat, dass der Austausch zu so einer wunderbaren und einzigartig schönen Zeit für uns wurde. Keiner der Beteiligten wird dieses prägende Erlebnis jemals vergessen.

Danke für alles!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





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