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15.09.2002
  Von: Lisa May und Felix Schranner

Austauscherlebnis an der Upper Arlington High School

 

Ab September 2002 sind nach  einjähriger Abwesenheit Lisa May und Felix Schranner wieder  zurück an unserer Schule. Hier  berichten sie beide kurz von  ihrem Austauscherlebnis an der Upper Arlington High School.

1 Jahr Schüleraustausch in Amerika:

Lisa May und Felix Schranner berichten von der Upper Arlington High School

"Ich erinnere mich noch perfekt an den Tag, an dem es für mich los ging. Ich hatte den Traum, ein Jahr im Ausland zu verbringen, seit ich neun Jahre alt war, da mein ältester Stiefbruder ein Jahr in Michigan war. Monatelang hatte ich mich auf den Tag gefreut, aber als ich dann am elften August mit meiner Familie und meinen Freunden am Münchener Flughafen stand, wurde es mir doch etwas mulmig und natürlich fiel der Abschied wahnsinnig schwer. In den ersten paar Wochen in Upper Arlington war es meine Gastfamilie, aber vor allem meine gleichaltrige Gastschwester Ashley, die für mich da war, wenn ich mein Freunde und Familie vermisste. Außerdem hatte ich von dem dreiwöchigen Schüleraustausch des Gymnasiums, an dem ich im Jahr 2000 teilnahm, schon ein paar Leute, die ich kannte, was ich persönlich als einen großen Vorteil empfand.

Besonders nervös war ich aber dann an dem späten Augusttag, an dem die Schule losging. Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde, ob ich viele neue Freunde finden würde, ob mich meine Mitschüler akzeptieren würden, ob ich meine Kurse mögen würde…

Wenn ich nun zurückblicke, haben sich meine Ängste zum Glück größtenteils nicht bestätigt, ich habe am 2.Juni mit meinem Jahrgang Abschluss gefeiert und verlasse die Schule mit vielen positiven Erinnerungen und vielen Freunden, die dazu beigetragen haben, meinen Aufenthalt in eine schöne und wertvolle Erfahrung zu machen.

Da ich persönlich das Ziel hatte, ein offizielles Diplom, das heißt Abschlusszeugnis zu erhalten, musste ich in der Schule hart arbeiten, um alle für den Abschluss erforderlichen Kurse zu belegen und gute Noten zu schreiben. Dadurch war ich zwar als Zwölftklässlerin registriert, habe aber auch unter anderem einen Kurs für Elftklässler und sogar ein Semester "Public Speaking" (einen Kurs, in dem man lernt Reden und Referate zu halten) für Zehntklässler belegen müssen um Lernstoff und Gebiete abzudecken, die im bayerischen Lehrplan nicht vorgesehen sind. Dadurch, dass die Schüler an amerikanischen High Schools jeden Tag den selben Stundeplan haben, empfand ich den Schulalltag zeitweise als ziemlich langweilig und nicht besonders abwechslungsreich. Alles in allem denke ich jedoch, dass ich einiges aus Unterricht mitgenommen habe, vor allem in meinem "American Studies" Kurs (eine Kombination aus Amerikanischer Geschichte und Englisch) in dem ich eine Doppelstunde lang täglich über die Meilensteine der amerikanischen Geschichte und Literatur gelernt habe.

Am meisten Spaß in der Schule hatte ich täglich im Chor, mit dem wir in Wettbewerben im Landkreis und auch auf Staatsebene riesige Erfolge gefeiert haben.

Alles in allem war es in der Schule interessant aber nicht allzu schwer und ich war mit einem Notendurchschnitt von 3,7 (was einen deutschen 1,3 entspricht) im obersten Drittel meines Abschlussjahrgangs.

Nun neigt sich mein Austauschjahr auch schon dem Ende zu und resumierend kann ich sagen, dass es sicher eine wahnsinnig gute Erfahrung war, mit guten sowohl als auch schlechten Zeiten. Ich werde meine Freunde und Gastfamilie hier vermissen und hoffe, mit allen Leuten, die mir ans Herz gewachsen sind, in Kontakt bleiben zu können".

Lisa May


FELIX SCHRANNER:

1 Jahr in Austausch an der Upper Arlington High School

15.8.2001: Der Tag auf den ich seit Jahren gewartet hatte. Endlich war es so weit.

Ich sitze im Flugzeug, das sich auf dem Weg vom Münchener Flughafen nach Columbus, Ohio, befindet.

Die Nervosität steigt von Minute zu Minute, denn ich habe immer noch keine Ahnung davon, was mich auf der anderen Seite des Atlantiks erwartet.

Werde ich akzeptiert werden? Wie lange wird es dauern bis ich Freunde finde? Wie wird meine Gastfamilie sein? Wie wird sich mein nächstes Jahr gestalten?...

Dies waren ein paar von den unzähligen Fragen die mir in diesen Momenten in meinem Kopf herumgeisterten.

Es war ein ungewohntes Gefühl das erste Mal die Heimat, meine Freunde und Familie für ein ganzes Jahr zu verlassen, um in einem, für mich doch noch fremden Land zur Schule zu gehen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Aber ich wusste, dass dieses Jahr besonders wird und mir viel bevorstünde.

Ich hatte gewisse Vorstellungen wie sich mein Leben in den USA gestalten sollte.

Doch fast alles kam anders als ich dachte. Meine Befürchtungen waren glücklicherweise ausnahmslos völlig unbegründet.

Innerhalb von wenigen Tagen fand ich gute Freunde, mit denen ich hoffentlich mein Leben lang guten Kontakt halten werde.

Des weiteren war dieses mulmige Gefühl, das ich hatte, als ich zum ersten Mal meine neue Schule betrat, schnell verflogen. Die gewählten Kurse, die meinen Stundenplan füllten waren perfekt, da ich mich sehr gut mit den Kursinhalten, den Lehrern und meinen Klassenkameraden und Kameradinnen verstand und identifizieren konnte.

Die Zeit flog vorbei. Gutes sowie Schlechtes hatte sich während dieses Jahres ereignet. Meine Pläne wurden oft durchquert und geändert. Trotz allen Hürden konnte ich meine Träume letztendlich in diesem bisher wichtigsten Jahr meines Lebens für mich verwirklichen.

Ich habe gute Freunde gefunden, mich in Englisch sowie in anderen für mich wichtigen Disziplinen weitergebildet, eine neue Welt gesehen und mein Leben verbessert.

Jetzt wieder gut Zuhause angekommen, kann ich nur sagen, dass dieses Jahr bei Weitem das Beste war, das mir je hätte passieren können, und mein nächster Aufenthalt in Upper Arlington schon für das nächste Jahr geplant ist.

Felix Schranner

 





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