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15.04.1999
  Von: Tobias Seibold

Schüleraustausch mit Amerika

 

ein besonderes Highlight

Der Empfang zu Hause am Münchner Flughafen war sehr herzlich, als wir 28
Zehntklässler des Karl-Ritter-von Frisch-Gymnasiums in Moosburg und unser Lehrer
Herr Loibl von der dreieinhalbwöchigen Reise nach Columbus/Ohio völlig erschöpft
und müde in unsere bayerische Heimat zurückkamen. Wir blickten alle mit sehr
großer Wehmut zurück auf die vergangenen Wochen, die leider viel zu schnell zu
Ende waren.
Unser Reise in die Vereinigten Staaten hatte alle Erwartungen erfüllt, wenn
nicht sogar übertroffen. Die Gastfamilien hatten uns wie ihre eigenen Kinder
aufgenommen, so dass wir den "American way of life" am eigenen Leib verspüren
konnten.

Gleich in der ersten Woche fuhren wir für fünf Tage nach Washington D.C. Die
neunstündige Busfahrt war sehr anstrengend, doch wir sind alle heil und gierig
nach den Sehenswürdigkeiten, die Washington zu bieten hat, angekommen. Sofort
nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, wurde unser Hunger auf das Weiße Haus,
auf das Washington Memorial und auf das Capitol gestillt. Fotos in der
Abenddämmerung waren angesagt! In den folgenden Tagen bekamen wir noch viele
andere Memorials, den Atlantik, den Arlington Cemetery (das ist der Friedhof,
auf dem John F. Kennedy und zahlreiche Veteranen der US Armee begraben sind) und
viele, viele Museen zu sehen. Die Museen liegen alle fast ausschließlich an der
Constitution Avenue, was so mancher aber nicht glauben wollte und in einer
anderen Straße auf die restliche Gruppe wartete.
Dann war der Zauber von Washington allerdings schon wieder vorbei. Leider, denn
wir hatten wirklich sehr, sehr viel gesehen und fanden die "City" echt "cool".

Wieder bei unseren Gastfamilien in Columbus angekommen durften wir in den
folgenden Tagen das amerikanische Schulsystem ein wenig kennenlernen. Es
unterscheidet sich schon insofern vom deutschen System, dass zum Beispiel nicht
wie in Deutschland die Lehrer nach den Stunden die Klassenzimmer wechseln,
sondern die Schüler. Der Unterricht endet täglich erst um drei Uhr nachmittags,
beginnt allerdings, wie für uns gewohnt, um acht Uhr morgens. Die amerikanische
Highschool ist sehr auf den Sport ausgerichtet. Sportvereine gibt es in den
Vereinigten Staaten kaum.

Gegen Ende der Woche zog es uns jedoch schon wieder in eine Metropole. Diesmal
wollten wir Chicago unsicher machen. Also setzten wir uns in ein Flugzeug, weil
unsere Allerwertesten noch von der Busfahrt nach Washington schmerzten, und ab
ging es in die größte Stadt im Mittleren Westen. Das oft mit der Prohibition und
der Mafia in Verbindung gebrachte Chicago ließ von seiner kriminellen und
abenteuerlichen Vergangenheit jedoch nichts mehr verspüren. Dafür überzeugte es
durch seine gigantischen und monströsen Wolkenkratzer, unter ihnen das größte
Gebäude Amerikas, der Sears-Tower. Wir hatten leider nicht die Möglichkeit
hinaufzufahren, da er zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts geschlossen war. Aber
wir bekamen eine faire Entschädigung in den drei Tagen. Wir sahen den Navy Pier,
das Chicago Art Institute, den O'Hare Flughafen (der größte der Welt), Chinatown
und viele, viele weitere Sehenswürdigkeiten. Doch das absolut Beste war, als wir
nachts auf den Hancock-Tower hochfuhren. Die Aussicht war so überwältigend, dass
wir drei volle Stunden dort verbrachten. Oben über den Dächern von Chicago
erlebten wir einen der schönsten und umwerfendsten Momente, der ganzen Reise
nach Amerika. Das Gefühl dort oben zu stehen und auf die ganze Welt
hinabzublicken, ist einfach unbeschreiblich. Tut mir echt leid für Sie, lieber
Leser, wenn Sie das nicht selbst miterleben konnten!

Doch auch dieser Ausflug ging viel zu schnell zu Ende und so flogen wir nach
drei Tagen wieder zurück in Richtung Columbus. Und dass mir hier keiner glaubt,
wir hätten dauernd nur Däumchen gedreht in Amerika!  Das war keineswegs der
Fall. In der nächsten Woche nämlich mussten wir schon wieder die Schulbank
drücken...... und plötzlich wurden wir mitten aus unserem "American Dream"
gerissen. Was war passiert? Nun, die dreieinhalb Wochen waren vorbei! Niemand
wollte es glauben, nicht einmal unser Lehrer, Herr Loibl. Weil aber alle schönen
Dinge einmal zu Ende gehen, packten wir mit traurigen Gesichtern unsere Koffer.
Am Abend vor dem Abflug wurde zum Abschluss noch ein bisschen mit allen unseren
Austauschpartnern gefeiert und ein tränenreicher Abschied konnte nicht vermieden
werden.

Die wirklich wunderschöne Zeit in Amerika wird wohl nie in Vergessenheit
geraten, denn wir haben in der Zeit unseres Aufenthalts viele neue
Freundschaften geschlossen und freuen uns alle schon sehr auf den Gegenbesuch
der Amerikaner im Juni.
Ich möchte mich hiermit noch im Namen der ganzen Gruppe sehr herzlich bei Herrn
Loibl bedanken. Wir hätten uns keinen besseren Begleiter für unsere Reise
vorstellen können; aber auch Herr Loibl hätte wahrscheinlich keine bessere
Gruppe erwischen können - oder, Herr Loibl???





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