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04.07.2019
  Von: Christine Fößmeier (Moosburger Zeitung)

Viele schräge Situationen

 

Theater-AG des Gymnasiums bereitet Publikum einen amüsanten und kurzweiligen Abend

Fotos: Stephan Hager

Was macht eine Theater-Crew, wenn ein Darsteller ausfällt? Na klar, erstmal überspielen, dann trotzdem spielen, so spielen, als wäre alles nur ein Spiel. Ja, überhaupt ist das ganze Leben ein Spiel. Und wenn das Spiel richtig gespielt wird, dann gibt’s nicht nur Gewinner und auch nicht nur Verlierer, aber irgendwann trifft’s jeden von uns.

Richtig, das ist bereits die Zusammenfassung von „Es muss ja nicht immer Shakespeare sein“, ein Stück von Daniel Stenmans, das die Theater-AG Q 11/12 unter Leitung von Inge Wachsmuth noch am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium aufführt. Aufführen ist durchaus Programm, denn oft, vielleicht da und dort zu oft, wird die durchaus bewusste Überzeichnung von Menschen und Situationen hysterisch. Manche Szene braucht das wie überhaupt die Darstellung eines Klassentreffens oder das Aufeinandertreffen von Mörder und Opfer samt Ehefrau, Schwiegervater und Geliebter. Doch keine Sorge, all diese schrägen Situationen klären sich auf, obwohl sie dem außenstehenden, manchmal aber auch einbezogenen Zuschauer im ersten Moment absurd und im nächsten erstaunlich nahe sind, und sei es, wenn man mit neuem Partner oder neuer Partnerin auf den oder die Ex trifft. Wer bleibt da schon immer cool?

„Es muss ja nicht immer Shakespeare sein“ ist trotz Gefühls- oder Gedankenchaos tatsächlich konsequent in seiner Erzählung oder vielmehr den drei kleinen Stücken im übergeordneten, doch eher belanglos wirkenden großen Ganzen. Gleichzeitig lebt das Stück von Situationskomik und rasch aufeinanderfolgenden Pointen sowie einigen Charakteren, die dank der Schauspieler ein ganz eigenes Leben bekommen. Was überlagert sich hier? Der Charakter den Menschen oder doch umgekehrt? Auch das ein Spiel mit Realität und Fiktion … Letztlich überlagert das Spiel sogar das Leben, denn jeder Zuschauer wird sich an einer Stelle ertappt fühlen. Oder verstanden. Denn: „Manchmal ist die Welt echt zu klein.“

Wie gewohnt spielt das Oberstufen-Theater wieder mit zwei wechselnden Ensembles. Platz ist da und dort sogar für Improvisationen, so dass kein Abend dem anderen gleicht. Wo das Stück bereits das Allzumenschliche offenlegt, darf es in der Inszenierung auch einmal menscheln, ohne dass dabei der hohe Anspruch verloren geht. Es ist die letzte Inszenierung und Regiearbeit von Inge Wachsmuth, die ihren jungen Schauspielern viel abverlangt und über die Jahre doch so viel gegeben hat. Das spürt man auch in diesem Jahr, wenn einige nicht zum ersten Mal überzeugt wie überzeugend auf der Bühne stehen und Neulinge bereits reüssieren.

„Das war’s“

So hieß es am Dienstagabend zuletzt von der stellvertretenden Schulleiterin Claudia Theumer: „Es war ein sehr amüsanter und kurzweiliger Abend.“ Im Stück hingegen kam Richtung Publikum ein knappes „Das war’s.“ Sowie der Kommentar: „Die haben allein hergefunden. Die werden auch allein wieder nach Hause finden.“ Das wird am Freitag umso schwerer fallen, wenn über das Oberstufen-Theater für die nächste Zeit der letzte Vorhang fällt.

Die beiden allerletzten Möglichkeiten die jungen Schauspieler der Q11/12 unter Leitung von Inge Wachsmuth zu erleben, bestehen heute und morgen jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums.





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