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07.12.2009
  Von: Robert Stangl (Moosburger Zeitung)

Konflikte gewaltfrei lösen

 

Schulbusbegleiter erhalten von Landrat Michael Schwaiger ihre Zertifikate

Landrat Michael Schwaiger überreichte den Schülern ihre Zertifikate

27 neue Schulbusbegleiter sind ab sofort im Landkreis unterwegs. Sie sollen Konflikte an die Ansprechpartner an ihren Schulen herantragen (Fotos: sr)

Links im Bild: Ludwig Erl (Kastulus-Realschule), Heinz Werther (ehem. Jugendbeauftragter der PI Freising) Matthias Röck (KRvf-Gymnasium) Rechts im Bild:

Moosburg.Eine besondere Anerkennung wurde am Freitag den 27 neuen Schulbusbegleitern zuteil, die seit einigen Tagen in und um Moosburg im Einsatz sind. Bei einer kleinen Feierstunde in der Aula der Georg-Hummel-Hauptschule erhielten sie aus den Händen von Landrat Michael Schwaiger ihre Zertifikate.

Es sei ein „sehr besonderes Amt“, das die Acht- und Neuntklässler aus den drei weiterführenden Moosburger Schulen und eine Teilnehmerin aus der Montessorischule Erding nunmehr ausüben, betonte Schwaiger. „Damit leisten sie einen sehr großen gesellschaftlichen Beitrag“, sagte der Landrat. Mit ihrer Ausbildung, die die Schüler an vier Nachmittagen absolviert hatten, hätten sie nicht nur Anerkennung im Bus erworben, sondern auch eine Referenz, die man durchaus später im Berufsleben brauchen könnte. Die Ausbildung sei aber nicht nur wichtig für die Gesellschaft, sondern fördere auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Dass eine gewisse Portion Eigennutz bei dem Engagement der Schüler dabei ist, erkennt man an ihrer Motivation, so etwas zu machen. „Ich mache es wegen der Zeugnisbemerkung“, sagte Korbinian Gaißmair und lachte. Die Lehrer hätten sie gefragt, ob sie Lust hätten, erzählte die Achtklässlerin Anna Sellmair. „Wenn die richtigen Leute dabei sind, ist es sehr lustig“, sagte sie.

Die Teilnehmer haben sich während ihrer vier Ausbildungsabschnitte sehr gut weiterentwickelt, was Organisatorin Manuela Engl gleich feststellte, als sie jeden einzeln aufrief. Entschlossenen Schrittes und mit Blickkontakt traten sie dem Landrat gegenüber und nahmen ihre Zertifikate entgegen. Das Selbstvertrauen habe man also schon mal gestärkt, so Engl. Die Schüler seien nun sensibilisiert dafür, Konflikte gewaltfrei zu lösen, und zwar durch ihre Körperhaltung, Gestik und Mimik. Dadurch könne oft schon „Dampf aus angespannten Situationen genommen“ werden.

Ein paar haben in den vergangenen Tagen schon die eine oder andere anstrengende Situation im Bus erlebt. „Bei mir wollte sich neulich jemand einfach nicht hinsetzen“, erzählte Katharina Ostermeier. Dass jedoch niemand den Helden spielen solle, betonte Landrat Schwaiger. Vielmehr sollen die neuen Begleiter mögliche Konflikte aufnehmen und sie an die entsprechenden Ansprechpartner an ihrer Schule herantragen – jeweils ein Lehrer und ein Mitglied des Elternbeirates.

Dass das schul- und sogar landkreisübergreifende Projekt, das auch die Moosburger und Freisinger Polizei begleiten, ausgebaut werden soll, zeigt das Engagement Schwaigers. Demnächst würde ein Verein gegründet, der sich dem Thema widmen werde, kündigte der Landkreischef an. „Ich bin überzeugt von diesem Projekt und werde es weiterhin unterstützen“, so Schwaiger.

 





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