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23.03.2012
  Von: Adrian Rohrdorfer und Korbinian Pflügler

Autorenlesung von Wolfgang Ammer für das Deutsch W- und P-Seminar der Q11

 

Die Fotos 1-6 zeigen Herrn Ammer und die Teilnehmer der beiden Seminare bei der Lesung

Das Foto 7 zeigt das W-Seminar „Regionalkrimis“ bei der Gestaltung einer Stellwand zur Autorenlesung in der Pausenhalle

Am  Freitag, den 23. März 2012 besuchte der Hobby- Autor Wolfgang Ammer das W-Seminar „Regionalkrimis“ und das P-Seminar „Gelebte Vielfalt am Flughafen München“ am Karl- Ritter- von Frisch Gymnasium Moosburg, um seinen Ampertal-Krimi vorzustellen, anschließend Fragen zu beantworten und eine kleine Hörverstehensübung durchzuführen.

Am Freitag, nach der kleinen Pause, trafen sich etwa 20 neugierige und gespannte Schüler mit den Lehrkräften Herrn Rausch und Herrn Hager, um Herrn Ammer zu begrüßen. Anschließend  las Herr Ammer 20 Minuten aus seinem Krimi „ Die linke Seite des Birkenblatts“. Der Krimi spielt in Haag an der Amper, wo es mysteriöse Vorfälle gibt. Nicht nur ein ungelöster Todesfall, sondern auch das Auftauchen eines seltsamen Gurus stört das idyllische bayerische Dorfleben im Ampertal.

Liebevoll beschriebene Personen wie etwa der  Bürgermeister des Dorfes oder die Grundschul-Rektorin, haben  bereits während der Lesung das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt. Man kann diesen Krimi in das Genre „Regionalkrimi“ einordnen, da er in Haag spielt und der ortskundige Leser auf Entdeckungsreise gehen kann. Er  wird viele wichtige Gebäude und vielleicht auch die eine oder andere Person des Dorflebens wiedererkennen.

Nach der 20- minütigen Lesung beantwortet Herr Ammer geduldig Fragen zum Buch und zum Schreiben ganz allgemein.

Alles fing damit an, dass er für einen Geburtstag ein Gedicht geschrieben hatte. Herr Ammer fand Gefallen am  kreativen Schreiben. Zuerst verfasste er Texte in bayerischer Mundart, bis er die Idee für einen eigenen Krimi hatte. Inspiration holt sich dabei Herr Ammer beim Joggen. Das Schreiben macht Herrn Ammer vor allem Spaß und dient der Entspannung. Manchmal erweisen sich beim Verfassen eines Buches Kapitel als schwierig und die Ideen kommen nur sehr langsam. Deshalb benötigt man viel Zeit und Durchhaltevermögen, um einen Krimi  auch sinnvoll zu beenden. Herr Ammer betonte, dass Haag  nur der Handlungsort sei und die Geschichte sich auch in jedem anderen Dorf hätte ereignen können. Bis auf vereinzelte Anlehnungen an lokale Persönlichkeiten (genauere Übereinstimmungen zwischen Figuren aus dem Buch und realen Personen wollte er verständlicherweise nicht nennen) sind die  Handlung  und die vorkommenden Charaktere fiktiv.

Weitere Fragen kamen  noch speziell zur Veröffentlichung  des Ampertal- Krimis. Der Schardt Verlag hat seinen Sitz in Oldenburg in Ostfriesland und ist eher kleiner. Herr Ammer hat sein Manuskript dem Verlag zum Lesen gesendet und wurde daraufhin verlegt. Interessant hierbei war, dass der Verlag explizit darauf geachtet hat, dass es ein  Krimi mit besonderer Dramatik ist.

Der Autor, der  arbeitet hauptberuflich am Münchner Flughafen  arbeitet, verriet anschließend hilfreiche Tipps und Tricks fürs kreative Schreiben, etwa, dass man sich eine gewisse Anzahl Seiten als Wochenpensum vorgeben sollte, oder dass die Ausarbeitung der Grundidee des Buches durch eine Gedankensammlung, quasi ein erstes Brainstorming, vorbereitet werden müsse. Hilfreich ist hier etwa eine Mindmap, um eventuelle Logikfehler auszumerzen. Bei Schreibblockaden, riet Herr Ammer, sollte man eine mehrtägige Schreibpause einzulegen.
Sicherlich lockt der Beruf des Autors mit guten Verdienstaussichten, wenn man mit seinen Büchern viele Leute anspricht oder etwa einen Bestseller landet. Der Grund,  warum Herr Ammer beschloss, einen Krimi zu verfassen, war aber nicht die Sehnsucht nach Geld oder Erfolg, sondern die Möglichkeit seiner Kreativität und Fantasie freien Lauf zu lassen, etwa beim Erschaffen neuer Welten, Personen und Charaktere. Im Gegensatz zum Film kann man beim Schreiben etwas völlig Neues erschaffen, eine komplette Welt erfinden und beschreiben, und somit die Vorstellungskraft des Lesers anregen.
Und obwohl sein Krimi durch die Bank weg positiv bewertet und auch oft verkauft wird, ist Herr Ammer weiterhin auf dem Boden geblieben. Er  möchte ein ganz normaler Bewohner Haags sein und bleiben. Auch wenn das Schreiben „nur“ ein Hobby für ihn ist, verfasst er im Moment einen zweiten Krimi und will sich in naher Zukunft wieder anderen Genres zuwenden.
Für die Teilnehmer der zwei anwesenden Seminare war es eine sehr lehrreiche Autorenlesung. So bekam „Die linke Seite des Birkenblattes“ endlich ein Gesicht, weil man den Autor kennen gelernt hat. Auch wird man beim kreativen Schreiben, etwa bei der Seminararbeit, mit Sicherheit viele der Tipps anwenden können.





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