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01.05.1998
  Von: Hans Loibl

USA-Austausch 1998

 

Abschlussbericht über den Schüleraustausch der 10. Klassen mit der Upper Arlington High School Columbus / Ohio im Schuljahr 1997/98

VORBEREITUNG

Während des gesamten Schuljahres bereiteten sich etwa 35 Schüler aus den verschiedenen 10. Klassen intensiv auf den geplanten Schüleraustausch vor. Dies geschah im Rahmen eines zusätzlich eingerichteten Konversationskurses Englisch (durchgeführt in Zusammenarbeit mit StRin Rippl und StRin Schwarz) mit Schwerpunkt `Amerikakunde`. Die Schüler bekamen Einblicke in die gesellschaftlichen Probleme und das amerikanische Regierungs- und Schulsystem. Das Hauptziel der Gruppe war die Vermittlung von kulturellen Werten aus Deutschland. In der Endphase ging es um eine reibungslose Planung, Durchführung und Abwicklung des Aufenthaltes und um die Gestaltung des Stundenplanes und Tagesablaufes an der Gastschule.

Die Eltern wurden frühzeitig in die Vorbereitungen miteinbezogen, um vor allem disziplinäre Schwierigkeiten vorweg auszuschalten. An einem Elternabend wurden die Auswahlkriterien, das Verhalten beim Austausch und alle damit in Verbindung stehenden fragen wie Finanzierung, Versicherung, Gegenbesuch etc.besprochen.

ANREISE

Die Anreise erfolgte nach der Verabschiedung an der Schule in Moosburg (2.4.98) mit einem Bus zum Flughafen München. Der Abflug erfolgte planmäßig. Zwischenlandung in Philadelphia. Weiterflug.

Fluglinie: USAir

In Columbus wurden wir von unseren teilweise aus früheren Jahren bereits bekannten Gasteltern empfangen und aufgrund der hervorragenden Vorbereitungen durch die betreuenden Lehrer nach Hause transportiert, wo die Familien bereits warteten und ihre erschöpften Gäste empfingen.

SCHULALLTAG

Der Unterricht begann regelmäßig um 8.05 Uhr und dauerte bis 15.05 Uhr. Eine Aufteilung der Schüler in die Kurse der High School war aufgrund der großen Schülerzahl nicht möglich, es konnten auch nicht alle Wünsche der deutschen Gäste berücksichtigt werden. So besuchten die Schüler in aller Regel die Klassen ihres Gastgebers. Bevorzugt waren praktische Fächer wie Sport, Englisch, Deutsch aber auch Physik, Health, World History, Public Speaking und Mathematik trafen auf großes Interesse.

Nach Unterrichtsschluss fuhren die Schüler in den Autos ihrer Gastgeber oder mit deren Eltern nach Hause. Verschiedene Schulsport-Teams hatten meist noch Training, bei dem unsere Schüler zuschauten und sich auch beteiligten.

Die Freizeit wurde anschließend in den Familien verbracht: Einkaufen, Ostervorbereitungen, Parties, Mithilfe bei der Hausarbeit, private Einladungen an die Universität und in eine Klinik, ein Besuch bei einem NBA-Basketballspiel, Kinobesuche u.a gehörte zu den täglichen Aktivitäten.

Manche Familien planten für ihre Gäste größere Ausflüge.

KONTAKTE

Der Besuch der deutschen Schülergruppe verursachte in der sehr interessierten Elternschaft rege Anteilnahme und förderten wiederum den Gedankenaustausch, der durch die Aktualität vieler Geschehnisse angeregt wurde.

Einladungen zum Lunch mit Kollegen, Einladungen zum Abendessen, Berichte in der örtlichen Presse, ein Vortrag über die Kultur Bayerns und Aspekte der deutschen Wiedervereinigung, zahlreiche Gespräche mit Lehrern und vielen anderen sehr interessanten Leuten gehörten zum Programm: insgesamt eine schier unendliche Tätigkeit als "Botschafter" Deutschlands.

Die Gruppe nutzte auch die Gelegenheit, die verschiedenen Konfessionen in der Ausübung ihrer Religion bei den Ostergottesdiensten zu vergleichen.

Der Schulleiter (principal), Mr Greenhill, und die Schulbehörde (Superintendant) waren bemüht, uns mit Rat und Tat ur Seite zu stehen. Insgesamt ist man in Columbus von der positiven Wirkung des Austauschs auf das Gemeinschaftsgefühl und auf die Motivation bei den Schülern sehr angetan. Die Förderung der deutschen Sprache an der Schule wurde mehrfach positiv vermerkt und für gut befunden.

Als besondere Auszeichnung erhielt der Leiter der Gruppe für die zahlreichen Austauschbesuche eine besondere Würdigung durch ein Gemeinde-Kommittee.

Die Reise in die USA wurde genutzt, um die Beziehungen zu unserer Partnerschule in New Athens nicht völlig einschlafen zu lassen. Bei einem Wochenendabstecher dorthin wurden die bestehenden Bekanntschaften gepflegt und die Beziehung zur Schulleitung auf eine neue Basis gestellt. Es besteht Hoffnung, auch diese Schulpartnerschaft nicht ganz aufzugeben.

Darüberhinaus wurden die Grundlagen gelegt für einen ganzjährigen Aufenthalt eines Moosburger Gymnasiasten (Tobias Flurl, 11a), der im kommmenden Schuljahr in Upper Arlington leben und zur Schule gehen wird. Gespräche mit der Schulleitung, der Gastfamilie und Schülern wurden geführt, um alle Fragen bezüglich der Visa-Bestimmungen, des Schulgeldes und der Kosten für die Gastfamilie zu klären.

Die deutschen Schüler waren für viele Familien eine gewisse Attraktion und Bereicherung für ihren sozialen Status. Alle Gastgeber machten mit unseren Gasttschülern durchwegs positive Erfahrungen. Die Schüler erkannten auch ihre Aufgabe innerhalb der Schule und Familien als Motivationsinstrument für die deutsche Sprache.

Bei der Verabschiedung am Flughafen kam die aufgebaute innige Bindung zwischen Gast und Gastgebern deutlich zum Vorschein.

AUSFLÜGE UND VERANSTALTUNGEN

Während des Austausches hatten wir ein umfang- und abwechslungsreiches Programm zu bewältigen, welches neben dem Unterricht zu einer enormen Belebung des Aufenthaltes führte. Die wichtigsten Punkte:

Columbus:

  • Capitol - State Office Tower
  • State Courthouse (Gerichtsverhandlungen)
  • State Jail
  • City Hall
  • Nachbau der "Santa Maria" von Christoph Columbus

Washington:

  • Congress
  • Supreme Court
  • White House
  • Smithsonian Institution (versch. Museen)
  • Museum of Space and Technology
  • Museum of American History
  • Annapolis (Marineakademie)
  • Washington Memorial
  • Vietnam Memorial
  • Jefferson Memorial
  • Arlington Cemetery (Grab der Kennedy-Familie) etc. etc.

Chicago:

  • Art Institue
  • Sears Tower
  • Hancock Building
  • Stock Exchange (Warenbörse)
  • Shedd Aquarium
  • Navy Pier
  • Lake Michigan, Michigan Avenue etc.

Philadelphia:

  • City Hall / Independence Hall
  • Liberty Bell
  • Masonic Temple
  • Public Transportation etc.

Insgesamt läßt sich feststellen, dass die Ausflüge einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben von der Größe der Millionenstädte, dem Charakter der Menschen und der Weite des Landes. Die Fahrten wurden mit einem gemieteten Bus durchgeführt, der Flug nach Chicago war als zusätzlicher Programmpunkt mit zusätzlichen Kosten verbunden.

RÜCKREISE

Am 25.4.98 um 09.30 Uhr versammelten wir uns zum Abflug auf dem Flughafen. Es gab rührende Abschiedsszenen, da die Partner sich durchweg ins Herz geschlossen hatten. Die Stimmung auf dem

Rückflug über Philadelphia war gedrückt, doch man freute sich schon auf das Wiedersehen mit den Eltern und Freunden zu Hause und auf den Gegenbesuch im Juni/Juli 1998.

NACHBEREITUNG

  • Aufarbeitung der Erlebnisse in der Gruppe
  • Photoausstellung
  • Berichte und Zeitungsartikel verfassen
  • Schaukasten
  • Briefe schreiben
  • Verbesserungsvorschläge und Anregungen formulieren
  • Ruhe finden, nachdenken
  • Betreuung der Schüler

Die Schulpartnerschaft entwickelt sich weiterhin zu einer bleibenden Einrichtung. Zwei Deutschlehrer an der Schule (Frau Biemel; Frau Barr) sowie ein Deutschlehrer der Middle School in Hastings (Herr Witney) haben die weitere Organisation übernommen und Herr Witney wird auch den Gegenbesuch bei uns durchführen.

Längerfristige Aufenthalte an unserer Schule, private Besuche verschiedener Schüler, regelmäßige Telefonate und Briefe verdeutlichen den Wert und den Charakter dieser völkerverbindenden Einrichtung GAPP.

Der Austausch ist vor allem auch eine exemplarische Durchführung der im KMS vom 12.3.96 angesprochene Stärkung der fremdsprachlichen Kompetenz und der darin angesprochenen stärkeren Betonung des längerfristigen Austausches. An unserer Schule wird die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit seitens der Schulleitung stets wohlwollend befürwortet.

Wenn zusätzlich die Schüler zuverlässig und diszipliniert den Austausch zu einem Erlebnis werden lassen, ist man als Lehrer gerne geneigt, in den kommenden Jahren wieder ein solches Programm durchzuführen.

Es ist nur bedauerlich, dass die Zuschüsse in den vergangenen Jahren sich für die Schüler leider immer in einem sehr bescheidenen Rahmen gehalten haben und auch dass die begleitenden Lehrkräfte auf die ansonst üblichen Reisekosten verzichten müssen.





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