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26.02.2010
  Von: Robert Stangl (Moosburger Zeitung)

„Wirtschaftlichkeit ist Grundvoraussetzung“

 

Schulausschuss fasst keinen Beschluss über PV-Anlage auf dem Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium

Entscheidung offen: Ob auf die Dächer des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums eine Photovoltaikanlage installiert wird, steht noch nicht fest (Foto: ws)

Moosburg.Dass das Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium im Rahmen des Konjunkturpakets II energetisch saniert wird, ist klar. Ob auf den Dächern eine Photovoltaikanlage installiert wird, steht allerdings noch nicht fest. Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport des Landkreises hat am Donnerstag keinen diesbezüglichen Beschluss gefasst. Grundsätzlich sind die Kreisräte zwar dafür, doch nur, wenn die Anlage auch wirtschaftlich ist. Fraglich ist außerdem, wann sie gebaut wird und wer sie betreiben soll.

Die Moosburger Energieagentur „Berghofer und Penzkofer“ hatte die Dächer der landkreiseigenen Liegenschaften auf ihre Eignung für Photovoltaikanlagen (PV) geprüft, darunter auch das Gymnasium Moosburg. Dabei stellten die Experten fest, dass die Dächer des Bauteils 2, der saniert wird, und des erst 2007 errichteten Neubaus gut geeignet wären. Auf dem Bauteil 2 könnte eine 300 Quadratmeter große Anlage errichtet werden, auf dem Neubau hätten weitere 150 Quadratmeter Platz. Insgesamt könnte die Solaranlage laut Verwaltung 56250 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen und damit 29 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs der Schule abdecken.

Landrat Michael Schwaiger sagte eingangs, man könne Synergieeffekte nutzen. Wenn während der Sanierung schon am Dach gearbeitet werde und das Gerüst stehe, könne auch gleich eine PV-Anlage installiert werden, mit einem „verhältnismäßig überschaubaren Aufwand“.

Hans Sailer wies auf die schwankenden Preise für Solarmodule hin und betonte, er würde die Anlage nicht bauen, weil gerade das Gerüst stehe, sondern würde abwarten, bis die Preise sinken. Martin Pschorr (SPD) dagegen glaubt, dass dies bei der derzeitigen Nachfrage nach PV-Anlagen so schnell nicht der Fall sei. Peter Loth von der Verwaltung betonte, es sollten während der Sanierung wenigstens vorbereitende Maßnahmen für eine spätere PV-Anlage getroffen werden, sonst „wird es nachher teuer“.

Im Sinne der Energiewende 2035 sei diese Maßnahme auf jeden Fall sinnvoll, der wirtschaftliche Ertrag halte sich jedoch in Grenzen, sagte Schwaiger. Insgesamt würde die Anlage etwa 250000 Euro kosten, der jährliche Gewinn würde rund 4250 Euro im Jahr betragen, rechnete Kämmerer Gerhard Six vor. Aber „die Wirtschaftlichkeit ist ja nicht der Hauptgrund“, so Schwaiger.

Das sieht Johann Stegmair (CSU) ganz anders. Er sei grundsätzlich dafür, für ihn sei aber die „Wirtschaftlichkeit die Grundvoraussetzung“. Dass die Stadt Moosburg für die PV-Anlage auf dem Bauhof 40000 Euro Mehrkosten habe, weil es nicht über die Kläranlagen-Gesellschaft abgewickelt wurde, bezeichnete Stegmair als „grobes Foul“. Das dürfe dem Landkreis nicht passieren. Deshalb forderte er erneut vehement eine eigene Gesellschaft zu gründen, die die Anlage auf dem Gymnasium betreibt. Oder man solle prüfen, ob man sie an die Stadtwerke Freising verpachten könne.

Diesen Vorschlag fanden seine Kreistagskollegen sinnvoll, weshalb kein Beschluss gefasst wurde. Die Verwaltung soll aber die Ausschreibung vorbereiten. Gleichzeitig soll bei den Stadtwerken Freising nachgefragt werden, ob Interesse bestünde, als Betreiber aufzutreten. Wenn nicht, könne immer noch diskutiert werden, in welcher Form die PV-Anlage auf dem Gymnasiumbetrieben werden soll.

 

 





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