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29.03.2012
  Von: Christine Fößmeier (Moosburger Zeitung)

Jugend-Leichtsinn und harte Konsequenzen

 

„Crash Kids“ in der Inszenierung der Theater AG Q12 des KRvF-Gymnasiums

Fotos: Stephan Hager

Moosburg. Ein Stück für junge Leute mit jungen Leuten zeigt die Theater-AG Q12 am Gymnasium Moosburg zwischen dem 26. und 29. März. Jeder Abend mit den „Crash Kids“ ist allerdings verdientermaßen längst ausverkauft. „Crash Kids“ erzählt vom Jungsein mit allen Fehlern, die nicht unbedingt dazugehören, und hat dabei etwas anrührend Zeitloses. Für eine Schüler-Aufführung ist es zudem gnadenlos gut gespielt.

Eineinhalb Jahre haben die Vorbereitungen gedauert. Unzählige Stunden Freizeit wurden von den vor dem Abitur stehenden Gymnasiasten und der Leiterin der AG, Inge Wachsmuth, geopfert, darunter an etlichen Samstagen und Sonntagen. Geld gab’s für die Produktion dennoch nicht von der Schule, die für solche Projekte eigentlich von höherer Stelle Förderung erhalten sollte. So ist man auf die Spenden von der letzten Produktion angewiesen. Refinanzierung nennt man das – und wohl Vorbereitung auf die Realität des Kulturbetriebes außerhalb der Schule. Dennoch hat sich niemand entmutigen lassen. Zu wichtig sind Freundschaft, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein der Schüler. Die Theater-AG schult mehr als jede Unterrichtsstunde die sozialen Kompetenzen.

Was mit „Crash Kids“, einem Stück von Marcus Romer, inszeniert  wurde, kann sich sehen lassen. Die Schülerin Viper himmelt Colly an. Als sie endlich zusammenkommen, stellt sich heraus, dass er Autos knackt. Viper ist schockiert und fasziniert zugleich, lässt sich in den Strudel hineinziehen, weil sie nicht so sein will wie ihre spießige Mutter. Doch sie endet schlimmer als diese: schwanger und mit der Mitschuld am Tod eines Jungen beladen, nachdem Colly mit ihr auf dem Beifahrersitz erst einen Unfall verursacht, dann Unfallflucht begeht. Er kommt ins Gefängnis. Sie bekommt sein Kind. Er ändert sich nicht. Für sie verändert sich eine ganze Welt.

Am Montag- und Mittwochabend ist ein sehr überzeugender Fabian Fink der nach außen coole Colly.Innerlich – gut verdeutlicht durch seine Gedankenstimme Benedikt Gruber – ist er unsicher. In der  Darstellung all ihrer jugendlichen Emotionen sicher ist Anette Horsch und dabei eine faszinierende Sängerin, wenn sie ganz ohne Mikro einmal mit ihrer „Mutter“ Yara Noufal am Schluss alleine singt. Nur konsequent ist es, dass ihre Gedankenstimme Samantha Wotke ruhiger ist, denn nach außen agiert Viper recht intensiv. Beeindruckend wirkt auch Julia Spanier als die immer wieder in Erscheinung tretende „Gedichtfrau“, die das Leben und seine Stationen reflektiert. In weiteren kleinen, feinen Rollen treten Lisa Freiberger, Linda Hussein und Felix Sellmair auf. Für die Technik sind Marius Kreis, Felix Poppendieck, Sebastian Walter und Leo Wawrzyniak verantwortlich. Patrick Schweitzer ist der Requisiteur und als Dramaturg ist Philipp Mehl am Werk.

Am Dienstag und auch am Donnerstag ist die Besetzung jedoch eine andere: Julian Grübel ist zusammen mit Thomas Teuner Colly. Viper stellen Janine Eder und Melanie Ederer dar. Auch der Ablauf und sogar der Schluss des Stückes sind verändert.

Die Theater-AG liefert eine beeindruckende Leistung mit „Crash Kids“ ab. Man kann mit den Hauptfiguren lachen, sich in ihnen wiederfinden oder ihren jugendlichen Leichtsinn verurteilen, und am Schluss weinen. Kalt lässt einen das Stück nicht und erst recht nicht die hervorragende Besetzung. Anette Horsch ist nach der Premiere zuallererst müde, aber auch erleichtert und glücklich über das gelungene Zusammenspiel. Traurig ist Fabian Fink, obwohl er sich zuvor noch dem Rausch des Spiels hingeben konnte. Er spürt bereits den „Rückfall in den Alltagstrott“. Dabei wirkt „Crash Kids“ beim Publikum sicher noch lange nach.





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