Home | Sitemap | Kontakt | Impressum | Nachrichten | intern | Pressespiegel 

Informationen        Schulleben        Lehrer        Schüler        Eltern        








11.03.2010
  Von: Peter Becker (Süddeutsche Zeitung)

Containerdorf für 600 Moosburger Schüler

 

Beim Bau des Gymnasiums vor 35 Jahren sind Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten worden

Moosburg. Etwa 600 Schüler des Moosburger Gymnasiums müssen bald in Container umziehen. Grund dafür sind erhebliche Brandschutzmängel, die im Vorfeld der Schulsanierung ans Tageslicht gekommen sind. Landrat Michael Schwaiger und Schulleiterin Karolina Hellgartner bezeichnen das "Containerdorf", das auf einem benachbarten Hartplatz entstehen soll, als gute Lösung. Die Alternative wäre gewesen, das Gymnasium zu schließen.Etwa 35 Jahre ist das Moosburger Karl-Ritter-von Frisch- Gymnasium alt. Es wurde in zwei Bauabschnitten von 1975 bis 1981 errichtet. Architekt war damals, so steht es in der Schulchronik, Willi Schorr.

Der Bau entspricht inzwischen längst nicht mehr den geltenden energetischen Standards, weshalb der Landkreis ihn mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II sanieren lässt. Im Vorfeld der Bauarbeiten stießen Mitarbeiter des Hochbauamts des Landkreises nun aber auf erhebliche Sicherheitsmängel.Die im ersten und zweiten Obergeschoss des Bauabschnitts I eingebauten Systemtrennwände zwischen Fluren und Klassenzimmern führten nur bis zur Unterkante einer abgehängten Akkustik-Decke, erläuterte Landrat Schwaiger während einer Pressekonferenz im Gymnasium. Brandschotte oberhalb der Wände bis zur Betondecke fehlten aber. Im Falle eines Feuers hätte der entstehende Rauch ungehindert durch die Spalten ziehen können, die eigentlich nicht hätten vorhanden sein dürfen."Wir haben Glück gehabt", resümierte Michael Schwaiger, dass in den vergangenen Jahren nichts passiert sei. Mit einer Änderung der Brandschutzregeln haben die Sicherheitsmängel offenbar nichts tun. Die Bauweise sei auch damals nicht ausreichender Standard gewesen, mutmaßte der Landrat. Wie dem auch sei: Nach über dreißig Jahren gebe es wohl keine rechtlichen Ansprüche mehr gegenüber dem Architekten.Landrat und Schulleitung informierten während des Pressegesprächs gleichzeitig auch den Personal- und den Elternbeirat. "Wir wollten keine Hysterie", begründete er diese Vorgehensweise. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen war geplant, zwei Klassen in Container auszusiedeln. Nun entsteht quasi auf dem benachbarten Hartplatz ein ganzes "Dorf", in dem 20Klassen der Unter- und Mittelstufe ausgelagert sind.Landrat und Schulleitung halten dies für die beste Vorgehensweise. Die Arbeiten könnten rasch vonstatten gehen, erläuterte Michael Schwaiger. Sie würden wohl am Jahresende abgeschlossen sein. Schulleiterin Karolina Hellgartner sah die Angelegenheit pragmatisch, denn ihre Schüler bleiben weitgehend von Hammer- und Bohrergetöse verschont. "Die Lärmbelästigung ist niedriger. So ist es mir lieber", sagte die Direktorin.Bis die Container aufgestellt sind, werden etwa sechs Wochen vergehen. Bis dahin sollen Sofortmaßnahmen zusätzlich zur Sicherheit beitragen. Die Schulleiterin ließ Ausstellungsstücke in der Pausenhalle entfernen und kündigte an, mit den Kindern zusätzliche Probealarme durchführen zu wollen. Um geltende Sicherheitsstandards herzustellen, entstehen dem Landkreis Kosten von etwa 2,2 Millionen Euro. Dazu kommen etwa 350000 Euro für die Container.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.58, Donnerstag, den 11. März 2010 , Seite 1





Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
Albinstr. 5, 85368 Moosburg a.d. Isar
Telefon 08761 7227 - 0; Telefax: 08761 7227 - 27
www.gymnasium-moosburg.de; infono_Spam (at) noSpam$gymnasium-moosburgde

Piwik Deaktivieren

test