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05.10.2001
 

OUTLOOK vom 5.10.2001

 

Terror

Terror: Wenn Politik und Gewalt aufeinander treffen

In letzter Zeit redet man sehr oft über Terrorismus, doch nur wenige wissen ganz genau, was Terror ist. Den Begriff ,,Terror“ zu erklären, ist ziemlich schwer, da sich der Gebrauch und die Bedeutung des Wortes im Laufe der Zeit immer wieder verändert haben, um sich der politischen Umgangssprache anzupassen. Eine Kurzerklärung wäre: ,,Terroris­mus ist dort zu finden, wo Politik und Gewalt einander treffen in der Hoff­nung, Macht zu erlangen“, oder ,,Terrorismus bedeutet, dass politisch motivierte Gewaltanwendung durch einen Einzelnen oder durch Gruppen ausgeübt wird, die gezielt die Hilflosigkeit des Staates und der Polizei erzielen wollen.“ Zum Terrorismus gehört eine große Gruppe von Beispielen; ein Bombenanschlag auf ein Gebäude, die Ermordung eines Staatsoberhauptes, die Vergiftung von Produkten in den Regalen eines Supermarktes sowie die gezielte Verunreinigung von frei verkäuflichen Arzneimitteln in einer Apotheke sind terroristische Anschläge. Auch die Medien sind für Terror wichtig, denn ein Grundsatz des Terrorismus ist sich Publizität zu verschaffen und Aufmerksamkeit auf sich und die Anschläge der Terroristen zu lenken. Terroranschläge werden oftmals durchge­führt, nur damit die Terroristen in die Medien kommen. Die Entwicklung des Terrors in Deutschland begann mit einer studentischen Protestbewegung 1968, doch die hatte noch nichts mit den USA zu tun, denn um die Mitte der neunziger Jahre lenkte eine Reihe von selbstmörderischen Bombenanschlägen, die hauptsächlich gegen amerikanische Ziele im Nahen und Mittleren Osten gerichtet waren, die Aufmerksamkeit auf die wachsende Bedrohung durch Terrorismus. Terroristische Anschläge fordern den Staat heraus, Antiterrorismusgesetze, mehr Polizei und besseren Bundesgrenzschutz zu schaffen und somit die Sicherheit der Bürger zu sichern, was die Reaktion auf die Anschläge in Amerika auch zeigt. Zu Terrorismus gehören auch andere Gruppen, zum Beispiel neofaschistische oder neonazistische Terrorgruppen, die gezielt gegen Ausländer auftreten.

Die Hilflose Frage nach dem Warum - Ein persönlicher Erfahrungsbericht

<dd class="TxBrp1" style="line-height:10.2pt"> Der 11. September war zunächst ein Tag wie jeder andere, bis mich ein Freund anrief und mir erzählte, dass ein Flugzeug in einen Turm des World Trade Centers geflogen war. Daraufhin schaltete ich den Fernseher ein und verfolgte die Live-Übertragung. Zuerst das zweite Flugzeug, dann das Pentagon; Schritt für Schritt wurde mir die Situation erst bewusst. Auch kamen nach und nach Anrufe on Familie und Freunden, die über die Ereignisse sprechen wollten. Als der erste Turm plötzlich einstürzte, saß ich vorm Fernseher und mir stockte der Atem, als ich Zeuge wurde, wie in genau diesem Moment Tau­sende von Menschen ihr Leben lassen mussten. Es stellte sich ein Gefühl der Ohnmacht ein. Wie können Men­schen so etwas tun? Diese Frage ist es, die mich beschäftigt. Doch aus der Ohnmacht wurde schnell Angst, als plötzlich von Krieg die Rede war. Es stellte sich das Bewusstsein ein, dass die Welt plötzlich nicht mehr die gleiche war.Der Schock sitzt den Menschen zu tief in den Gliedern. Noch nie war ich in meinem Leben Zeitzeuge eines solchen Ereignisses, nie zuvor hatte ich das Gefühl, einen Teil Geschichte zu erleben. Der Glaube einer Generation fällt mit den Türmen des WTC in Trümmer. Einer Generation, die mit der Überzeugung auf­gewachsen ist, dass Frieden selbst­verständlich ist. Die Reaktionen der Menschen, Blumen niederlegen, Schweigeminuten, selbstlose Anteilnahme, uneingeschränkte Solidarität und tiefe Trauer, ließen Hoffnung in mir keimen.Ein unheimliches Gemeinschaftsgefühl, plötzliche Vertrautheit, machte sich unter den Menschen breit. Was vorher als riesiges Problem erschien, verklang in der Stille der Trauer, die Welt schien zusammen zu stehen Zusammenstehen gegen einen gemeinsamen Feind: die Unmenschlichkeit. Die Haushaltsdebatte wurde verschoben, das gesamte öffentliche Leben war wie erstarrt. Keine Unterhaltungssendungen im Fernsehen, traurige Musik im Radio, Besinnung. Die Welt kam mir irgendwie stiller vor. Menschen fanden wieder den Weg zur Religion, hofften hier Trost zu finden. Oder nahmen an der Trauerfeier in Berlin teil. 20 000 Leute, hochrangige Politiker, repräsentativ für ein Land, das um Fassung ringt, nach den richtigen Worten sucht und letztendlich in hilflose Symbolik verfällt. Was bleibt, ist Verständnislosigkeit.</dd>

Was ich dachte
Riesige Rauchwolke im Rückspiegel
Reaktionen und Folgen
Damals-Spezial: Terror auf der Welt
Gewalt ist nicht zu rechtfertigen - Fragen und Antworten zum Islam / Hoca Bayazit Sua
Songs, die dazugehören

Das gedicht zum Thema: Friede, Hermann Hesse

Oktober 1914

Jeder hat‘s gehabt,
Keiner hat‘s geschätzt,
Jeden hat der Süße Quell gelabt,
O, wie klingt der NameFriede jetzt
Klingt so fern und zag,
Klingt so tränenschwer,
Keiner weiß und kennt den Tag
Jeder sehnt ihn voll Verlangen her.
Sei willkommen einst,
Erste Friedensnacht,
Milder Stern, wenn endlich du erscheinst
Überm Feuerdampf der letzten Schlacht.
Dir entgegen blickt
Jede Nacht mein Traum,
Ungeduldig rege Hoffnung pflückt
Ahnend schon die goldne Frucht vom Baum.
Sei willkommen einst,
Wenn aus Blut und Not
Du am Erdenhimmel uns erscheinst,
Einer andern Zukunft Morgenrot!

Hermann Hesse

Jugendliche im Interview
Terror und Technik
Tierhoroskop: der Rabe
Inside - Die Kulturtipps





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