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01.03.2002
 

OUTLOOK vom 1.3.2002

 

Magersucht: der lange Hunger

Satanismus: Keine Überbewertung aber auch keine Verharmlosung

Satanismus ist die Bezeichnung für jegliche Verehrung und Verherrlichung des Satans, auch Teufel oder Luzifer genannt. Satanismus ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts Die Geschichte des Satanismus führ nachweisbar bis ins 12. Jahrhundert vor Christus zurück. Mit der Ausbrejtung des Christentums wurden die alten Gottheiten (Zeus, Pan, Wotan Thor) zu Teufeln oder Dämonen erklärt. Das Mittelalter war voll von Vorstellungen von Dämonen, Teufeln, Hexen und schwarzer Magie. Heutzutage gibt es in Deutschland in erster Linie die Gruppe ,,Thelema“ Die Thelema hat überwiegend ältere Anhänger und pflegt magische Sexualpraktiken. In den USA gibt es den Temple of Set (ToS) sowie die Church of Satan (CoS), in Großbri­tannien ist die bekannteste Organisation die Order of nine Angels (ONA). Der größte und bekannteste Zirkel in der Schweiz ist der Schwarze Orden von Luzifer, der aus rund 50 Satansjüngern, davon rund zwölf Deutschen, besteht. Der Orden wurde von dem Schweizer Black-Metal-Musiker und Satanspriester Satorius gegründet und hat seinen Sitz in Rothenburg bei Luzern.

Das gemeinsame Mekmall der Satanisten ist die Umkehr aller christlichen Werte: Gut wird zu Böse, Hell zu Dunkel, Gott zu Satan. Seit man im Internet reichlich Informationen zur Szene abrufen kann, steigt die Zahl der selbsternannten Satanspriester auch unter Jugendlichen. Nach Um­fragen der Evangelischen Informati­onsstelle in Zürich haben sich rund fünf Prozent der Jugendlichen zwi­schen 15 und 20 schon einmal sata­nistisch betätigt. Satanismus stößt bei männlichen Jugendlichen auf größeres Interesse als bei weiblichen Jugendlichen. Dies stimmt auch mit einem Männerüberschuss in satani­stischen Organisationen Erwachse­ner überein. Während Mädchen sich eher auf spiritistische Praktiken wie Tarotkarten-legen beschränken, ver­suchen Jungen mit nächtlichen Friedhofsbesuchen, Grabschändun­gen, Graffitis an Kirchen und Teufelsmessen Eindruck zu schinden.

Für die meisten dieser Jugendlichen ist Satanismus eine Art Freizeit­beschäftigung: Bei Versuchen zu satanistischen Ritualen wird einerseits der Unterhaltungswert gesucht, andererseits spielt die Neugier, eine große Rolle. Manche Jugendliche sehen in schwarzmagischen Ritualen auch die einzige Möglichkeit, sich von Eltern und Lehrern abzugrenzen; eigene Zimmer werden mit satanischen Symbolen oder mit schwarzen Kerzen dekoriert.

Jugendsatanismus darf weder überbewertet noch verharmlost werden. Jeder einzelne Fall ist infolge seiner Vielseitigkeit gesondert zu betrachten. Der häufigste Fall in der Praxis ist die Situation von Jugendlichen, die mit satanistischen Ritualen in Berührung kamen. Sie wurden zum Teil selbst misshandelt oder ver­gewaltigt oder misshandelten andere, Neben körperlichen Schändungen löst dies selbstverständlich auch psychische Auffälligkeiten aus. Die Betroffenen leiden häufig unter Abhängigkeit, Angstzuständen, Depressionen, Wahnvorstellungen und Persönlichkeitsspaltungen.

Andere suchen die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Das Tragen von satanistischen Symbolen und schrillem Outfit bestärken sie in ihrer Zugehörigkeit. Durch ihre Verschwiegenheit um die geheimnisvollen Rituale steigt das Selbstwertgefühl. Diese Jugendliche finden eine neue Heimat in einer verschworenen Gesellschaft. Eine wichtige Rollespielen dabei Mutproben, die sich oft als Straftat herausstellen: Grabschändungen, Tierquälerei, Missbrauch von Kindern, Vergewaltigungen, Misshandlungen.

Heavy Metal, die härteste aller Musikrichtungen, ist für Inhalte mit Gewalt, Sex und Satanimus anfällig. Die Musik wird meistens sehr schnell und laut gespielt und wirkt deshalb auf Jugendliche sehr ansprechend. In den 70er und 80er Jahren wurden die Musikgruppen Led Zeppelin und Black Sabbath heftig diskutiert, weil sie in ihren Texten und auf den Covern regen Gebrauch von ihrer satanistischen Ideenwelt machten. Heute werden Songs von Eminem und Ramstein zensiert. Satanistische Gruppen treten häufig mit dem Anspruch auf, nur die besten, auserwähltesten, in­telligentesten, führungsstärksten usw. Anwärter aufzunehmen. Sie stellen sich als Elite dar. Das ist der beste Weg, schwache, kranke, verantwortungslose, obrigkeitshörige Menschen für sich zu interessieren.

Die Satanisten wollen alle selbst zu Göttern werden. Der Weg dorthin führt selbstverständlich über die Mitgliedschaft in der jeweiligen Gruppe. In Amerika wirbt man um ein Mitglied, als handle es such um die Werbung für einen Pfadfinderclub. Die Mitgliedschaft wird also verharmlost, obwohl die Satanistengruppen sehr unangenehm werden können - wie Aussteigerberichte belegen. Diese Organisationen sind in ihrer Arbeitsweise durchaus mit Sekten zu vergleichen. In jedem Fall gilt: Jede Bedrohung verliert ihren Schrecken, wenn sie öffentlich gemacht wird. Bei Bedarf ist es sinnvoll, Familie, Freundeskreis, Schule oder auch die Polizei zu informieren. Es ist das alte Spiel:

Der Mächtige hat nur solange Macht, wie sie ihm von anderen gegeben wird

Jugendliche zum Thema: Was erwarte ich von einem neuen Bürgermeister

Buchtipp: Nur ein Spiel, Malorie Blackman

Gemma ist 15 und hat als Kind ihre Mutter verloren. Seit sie lesen und schreiben kann, sammelt sie Zeitungsausschnitte von Müttern. Sie wird von den anderen nicht mehr richtig wahrgenommen und selbst in der aus Vater und Bruder bestehenden Familie zählt sie nichts mehr. Als Mike, ein neuer Schü1er, in die Klasse kommt, fühlt er sich von Gemma beobachtet, denn sie meint ihn zu kennen. Und. tatsächlich findet Gemma ihn auf einem Foto ihren Artikeln: Mikes Mutter ist im Gefängnis - warum, weiß sie nicht. Sie merkt, dass sie nun für Mike wichtig ist und dass sie ihn ,,in der Hand hat“. Sie fängt an, ihm zu drohen, es allen zu erzählen, wenn er nicht das tut, was sie ihm befiehlt. Sie erpresst ihn und hält ihn auch noch von seinen neuen Freunden fern. Beide wollen es gar nicht wahrhaben, was da eigentlich passiert. Gemma bringt Mike noch so weit, dass er mit Selbstmordgedanken spielt.

Die Kapitel sind nur ein bis drei Seiten lang und handeln abwechselnd von Mike und Gemma. Einmal wird die gegenwärtige Situation von Gemmas Sicht aus geschrieben und ihre Gedanken und Gefühle werden wiedergegeben. Dann geht es um Mike, wie er die Sache sieht, was er dabei denkt und fühlt. Vor allem wer­den ständig neue Geheimnisse gelüftet, die alles noch heftiger, werden lassen. So wirkt die allgemeine Geschichte fesselnd und lässt einen einfach nicht mehr los. Ein Grund dafür ist auch, dass die Umge­bung und die Gesichtsausdrücke genau beschrieben werden und man sich genau in die Lage der jeweiligen Personen hineinversetzen kann.

Fortsetzungskrimi II

Das Telefon klingelte nun schon zum zehnten Mal. Anton Rupp, der Assistent von Hauptkommissar Thoma Brucker, von der Münchner Mordkommission versuchte seinen Chef zu erreichen. Endlich meldete sich eine verschlafene Stimme am Ende der Leitung :,,Ja, Brucker. Wie spät ist es eigentlich?“ Anton Rupp, der seinen Chef gut genug kannte, dass er ihm zu dieser Zeit nur mit Fakten kommen durfte, legte gleich los: ,,Es ist 5.30Uhr. Wie haben eine männliche Leiche auf dem Monaco Filmgelände in Obermenzing. wir werden gebraucht. Ich hole Sie in ca. 20 Minuten ab.“ Ohne die Antwort seines Chefs abzuwarten, beendete

er das Telefongespräch. Auf dem Weg zum Tatort informierte Rupp den Hauptkommissar über die ihm schon bekannten Einzelheiten. ,,Der Tote, ein gewisser Roy Miller, ist Regisseur. Er wurde vom Nachtwächter des Filmstudios um 5.00Uhr gefunden. Dieser hat dann sofort die Polizei verständigt. Die Polizisten vom Menzinger Polizeirevier haben inzwischen den Tatort abgesperrt, da mit Sicherheit bald die ganze Filmcrew eintreffen wird. Die Spuren dürfen nicht verwischt werden.“ Als die beiden Beamten am Tatort eintrafen war die Spurensicherung schon vor Ort. Eine Lampe auf dem Schreibtisch brannte noch. Der Tote lag mit seinem Oberkörper nach vorne übergeneigt auf dem Schreibtisch. Auf seinem Rücken war eine Wunde, die stark geblutet haben musste, da sowohl auf dem Schreibtisch, als auch auf dem Fußboden eingetrocknete Blutspuren zu sehen waren. Das Foto einer seht attraktiven Frau war offensichtlich auf den Boden gefallen .Man konnte den Eindruck gewinnen, als habe es der Regisseur vor seinem Tod in der Hand gehalten. Neben dem Bürostuhl lag ein ca. 30 cm langer Brieföffner. Ob das die Tatwaffe war? Auf dem Schreibtisch blinkte ein Anrufbeantworter Hauptkommissar Brucker ließ das Band zurückspulen und hörte die Nachrichten ab. Zwei Mal war eine verärgerte Frauenstimme zuhören: ,,Wo bleibst du eigentlich? Ich will nicht ständig auf dich warten,, und eine tiefe Männerstimme erinnerte den Regisseur an ein vereinbartes Treffen. Auf der linken Seite des Schreibtisches befand sich eine halb geöffnete Ledermappe mit der Aufschrift ,,Verträge — vertraulich“. Rechts stand noch ein großer Aschenbecher, der übervoll mit Zigarillostummel war. Sonst fielen den beiden Beamten in diesem spartanisch eingerichteten Büro keine Besonderheiten auf. Sie prägten sich die Einzelheiten genau ein. Die Erfahrung hatte sie gelehrt, dass oft der erste Eindruck sehr zur Lösung eines Falles beiträgt. Es wurden ungefähr 10 verschiedene Fingerabdrücke gefunden. Nachdem die Spurensicherung ihre Arbeit beendet hatte, konnte auch die Leiche abtransportiert werden. ,,Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die ersten Leute hier auftauchen“, dachte Hauptkommissar Brucker bei sieh.

Die Filmcrew erschien fast geschlossen um 8.00 Uhr im Büro des Filmstudios, da täglich vor Drehbeginn eine Besprechung stattfand. Kommissar Brucker setzte sie mit knappen Worte über die Sachlage in Kenntnis. Stefanie Kramer, die Regieassistentin brach in Tränen aus. Als sie sich wieder gefasst hatte, wurde sie als Erste befragt, ob ihr  hier irgendetwas verändert vorkäme. Sie schaute sich kurz um und entdeckte die halbgeöffnete Ledermappe auf dem Schreibtisch. ,,Hier in dieser Mappe müssten die Verträge aller Schauspieler, Komparsen und die, der Mitarbeiter für die Technik sein‘ aber sie ist leer,“ stellte sie fest. Die weiteren Befragungen des Filmteams brachten nur, dass jeder auf irgendeine Weise mit Roy Miller Ärger gehabt hatte. Keiner wollte sich genau äußern, warum die Zusammenarbeit mit dem Regisseur so schwierig gewesen war. Nachdem jetzt noch bekannt wurde, dass die Verträge offensichtlich gestohlen waren, wirkten alle sehr beunruhigt. Eine Komparsin, die in einer Massenszene im Film mitwirken sollte, tauschte mit dem Hauptdarsteller Nielas Winter einige fragende Blicke aus, was dem Hauptkommissar nicht entging. Nancy Gilbert erwähnte nur noch, dass der Scriptschreiber Ludwig Ringsdorf immer noch nicht erschienen sei und Claire Leroux fügte noch an, dass eigentlich auch der Produzent Carlo Migretti kommen müsse, da ja heute der weitere Verlauf der Dreharbeiten besprochen werde sollte. Die Befragung der beiden Hauptdarstellerinnen wurde durch ein kurzes Klopfen an der Bürotüre unterbrochen. A. Rupp steckte seinen Kopf durch den Türspalt und bedeutete seinem Chef, dass noch weiter Personen eingetroffen seien. Durch die geöffnete Türe zog ein leichter Duft von Zigarrenrauch.

Barbaras Bücherstube

 

Die Grafik: Frühlingsgefühle

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