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18.11.2004
  Von: Freisinger Tagblatt

Forschen, forschen, und nochmal forschen!

 

Herrmanns Blick in die akademische Welt

Moosburg (zz) - Einen aufschlussreichen Blick in die Welt, speziell die akademische Welt, der nächsten zehn Jahre hat TU-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Herrmann am Montag beim Berufsinfoabend am Moosburger Gymnasium geworfen. Damit sich die Folgen der Bevölkerungsentwicklung aus deutscher Sicht nicht „zu einem dramatischen Szenario auswachsen", appellierte Herrmann an die Studenten von Morgen: „Eröffnen Sie sichgeistige Horizonte!" Und noch eine Aufmunterung des TU-Präsidenten: „Strengen Sie sich an, eine Familie zu gründen und Kinder zu kriegen!" „Sehen Sie mich an",so der fünffache Vater.

Ab 2015, meinte Herrmann in seinem Vortrag vor mehreren hundert Gymnasiasten, „werden wir in Deutschland schnell immer weniger werden" . Die Mitbewerber China und Indien hingegen würden an Masse, und damit auch an Klasse zulegen. Fazit: „Die sind die Mehreren", seien jetzt schon dabei, das intellektuelle Potenzial immens zu „aktivieren".

"Je nach Neigung studieren": TU-Chef Dr. Wolfgang Herrmann.

„Ich war ein begeisterter Schüler, weif ich nichts anderes sein musste als Schüler."

Ähnlich auch die Folgen der EU-Osterweiterung: Polen beispielsweise befänden sich in akademischer Hinsicht „auf einer schwindelerregenden Aufholjagd". Dem könne Deutschland, wolle es weiterhin „vorndran bleiben", nur eines entgegensetzen: „Forschen, forschen, und nochmals forschen!" Dazu brauche es viele fähige junge Menschen, die exzellent ausgebildet und wissenshungrig seien. Und weil die Technische Universität „keine Frühspezialisten" benötigt, sollten die Schüler ihren Horizont möglichst weit spannen. Vier Sprachen, so Herrmann, brauche man: „Unsere schöne Muttersprache" Deutsch, Englisch, dann eine romanische Sprache, zum Beispiel Latein, und - als Sprache der Naturwissenschaften - Mathematik. Musische Fähigkeiten seien ebenso notwendig, so Herrmann weiter, wie Geschichtswissen. Beispiel: „Wenn Sie Grundlegendes der Geschichte Chinas nicht kennen, brauchen Sie sich bei Entscheidungen für und in China gar nicht blicken lassen."

Die derzeit sehr heiß diskutierten Themen wie Kostenbeteiligung der Studierenden am Studium streifte Herrmann nur, die Einführung des G 8, für die Universitäten vor allem im Jahr 2011 von Belang, wenn eine doppelte Anzahl von Studierenden auf die Hochschulen zukommt, treibt das Moosburger Gymnasium allerdings schon jetzt um. Studiendirektor Werner Fleischmann bezeichnete die Schnelligkeit, mit der das G 8 eingeführt wurde, als „rekordverdächtig", hätte sich aber etwas „Doping" in Form von mehr Lehrern gewünscht. Und die Zeit, die man derzeit mit der Lösung der Raumpobleme verbringe, würde man viel lieber in die Schüler investieren.





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