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17.11.2004
  Von: Niko Firnkees (Freisinger Neueste Nachrichten)

Herrmann warnt vor Verlegensheitslösungen

 

Schüler sollen bei der Wahl ihres Studiums ihren Neigungen und Vorlieben folgen

Moosburg – „Forschen, forschen und nochmals forschen“ wertete TU-Präsident Wolfgang Herrmann als existenziell für die Zukunft des Standortes Deutschland. Vor mehreren Hundert Schülern des Karl Ritter von Frisch-Gymnasiums warb er am Montagabend anlässlich des fünften Berufsinfoabends zudem für ein Studium an seiner Hochschule.

Die „demographische Verknappung“ Deutschlands oder Staaten wie China, Indien oder auch Polen, die eine „schwindelerregende Aufholjagd“ im Schul- und Hochschulwesen gestartet hatten, müssten alarmieren. Mit der Verlagerung von Produktion werde zudem auch immer Forschung verlagert. Herrmann forderte die Gymnasiasten auf, in ihrer Schülerzeit geistige Horizonte zu schaffen. Wenn man später das studiere, woran man Freude habe, sei die Ausbildung am Laufen. Herrmann warnte vor Verlegenheitslösungen beim Studium und forderte, Schüler sollten Informationen einholen: „Seien Sie positiv aggressiv, gehen Sie hin und fragen Sie“, so der TU-Präsident.

Nach einem Überblick über das Bewerbungsverfahren und die Geschichte der TU forderte er eine Modularisierung genannte Zerlegung des Studiums in klar definierte Blöcke, da diese die Mobilität der Studenten fördere. Herrmann plädierte für den Bachelor-Abschluss als „Drehscheibe“ zum Diplom- oder Masterstudiengang. Letzterer werde in Zeiten der Globalisierung zur Notwendigkeit, ein Verharren auf dem Diplom reduziere die Chancen der Absolventen. Eine engagierte Podiumsdiskussion folgte. Neben Herrmann diskutierten die Professoren Franz Waldherr, Wilfried Huber und Johannes Höcht – sie sind in ihren Fachbereichen jeweils mit didaktischen Fragen beschäftigt – mit Schulleiter Wolfgang Hansjakob und Lehrern.

Als Wege zu einer besseren Vernetzung von Schule und Universität wurden Schnuppervorlesungen ebenso genannt wie das frühzeitige Ablegen von Scheinen nach dem „Besuch“ virtueller Vorlesungen bis zu einer intensivierten Weiterbildung von Lehrern an Universitäten einschließlich Lehrsemestern. Einig war man sich, dass bei der laut Waldherr „grenzenlos verkehrten“ Lehrerausbildung die Frage der Eignung der Kandidaten frühzeitig geklärt werden müsse. Zur Debatte standen unter anderem ein intensiviertes Anfangspraktikum, eine Eignungsprüfung oder eine Konzentration des Grundstudiums auf pädagogische Aspekte, um nur an der Wissenschaft interessierten Kandidaten klarzumachen, worum es im späteren Beruf gehe.

Herrmann und Huber brachen eine Lanze für die Lehrerausbildung. Diese werde an vielen Universitäten nach wie vor als „fünftes Rad am Wagen“ gesehen. Kritik übte unter anderem Herrmann an den Rahmenbedingungen, die das Ministerium vorgebe und an bürokratischen Einrichtungen wie der ZVS oder der KMK. All diese Institutionen produzierten „jeden Tag eine neue Schnapsidee.“

Parallel zur Podiumsdiskussion referierten 26 Absolventen des Gymnasiums über Ausbildungswege und Berufsbilder von Staatsanwalt bis Japanologie, von Landschaftsarchitektur bis Medizinphysik. Eine der Referentinnen war dabei extra aus London angereist. 





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