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22.04.2010
  Von: Bernd Spanier (Moosburger Zeitung)

Allmählich haben die meisten Heimweh

 

Für die in USA gestrandeten Gymnasiasten wurde Fern-Unterricht organisiert

Im „Reading Eagle“ abgedruckt: „German exchange students collect their luggage Monday to return to their host families in the Exeter School District after their flight home was canceled“

Moosburg. Die Eltern sind sich einig: Die Sicherheit hat oberste Priorität. Sie nehmen es deshalb relativ gelassen, dass ihre Kinder wegen des Flugverbots eine Woche länger als geplant in den USA bleiben müssen. Die meisten Kinder haben mittlerweile ein wenig Heimweh – und einige geben das sogar zu. Auch wenn die Gastfamilien, zu denen sie nun schon zweimal zurückkehren mussten, alles tun, um den Kids den unfreiwilligen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

US Airlines cancelled – 18 Moosburger Gymnasiasten müssen voraussichtlich bis zum 26. April in den USA bleiben. Die Moosburger wurden damit in Reading (Pennsylvania) sogar schon zum Thema in der dortigen Presse und im Fernsehen. Im Internet kann man den Bericht unter http://readingeagle.com/article.aspx?id=213953 lesen und den Videofilm des dortigen Lokalfernsehens im Internet unter http://www.wfmz.com/news/23199136/detail.html betrachten. Die MZ sprach mit einigen Eltern der Austauschschüler und fragte, wie es ihren gestrandeten Kindern derzeit ergeht.

Wie sich in den Gesprächen zeigte, sind die Reaktionen unterschiedlich. Von Nina Kleber aus Moosburg weiß Mutter Claudia, die Tochter sei hin und her gerissen, habe es aber letztendlich dann doch realistisch gesehen. Sie könne wie die meisten ihrer Mitschüler bei den Gasteltern bleiben, wo sie bestens versorgt ist. Am Freitag soll eine Mitschülerin ebenfalls in diese Familie kommen, weil deren Gasteltern eine Reise gebucht haben, die sie antreten müssen. Nina sagte beim letzten Telefonkontakt: „Wenn nur grad die blöde Aschewolke wegginge“, und die Eltern nervt dies natürlich auch. Notfalls würden sie ihre Tochter mit Bus oder Auto von einem anderen europäischen Flughafen holen, wenn München nicht angeflogen werden könnte. Doch noch hoffen alle, dass es am Montag endlich klappt.

Martin Walters aus Buch am Erlbach berichtet, dass sein Sohn Christopher die Verlängerungswoche sogar genieße. Die Mama sei zwar ein wenig traurig, „dass der Chris so gar kein großes Heimweh zeigt“, aber natürlich auch froh, dass der Sohn sich so wohl fühlt. Dazu mag eines beitragen: Chris ist Engländer und in seiner Muttersprache natürlich in den USA bestens zu Hause.

Auch Janine Eder ist weiterhin bestens in ihrer Gastfamilie aufgehoben. Sie teilte ihrem Vater Hans mit, dass es ein komisches Gefühl gewesen sei, nach zweimaliger Verabschiedung immer wieder zurückzukehren. Doch sie wolle das Beste daraus machen, wie ihr das der Vater auch geraten habe. Zwischenzeitlich hätten die Lehrer den Schulalltag organisiert, der natürlich für Ablenkung sorge – auch wenn Unterricht aus Sicht einiger Schüler nicht unbedingt sein müsste. Hans Eder meint, dass es sicher schwierig sei für so eine große Gruppe, einen gemeinsamen Rückflug zu bekommen, doch er sei froh, dass man die Gruppe nicht trenne.

Anette Wieser, Mutter von Florian aus Moosburg, sieht die Sache wie eigentlich alle Eltern: Hauptsache die Kinder werden beim Rückflug keiner Gefahr ausgesetzt. Florian findet den zwischenzeitlich eingeführten Fernunterricht in Englisch, Französisch, Latein und Mathematik ganz lustig, er sorge für Regelmäßigkeit im Tagesablauf. Florians Eltern freuen sich natürlich wie alle anderen schon sehr auf die Rückkehr ihrer Kinder, auch wenn die Gastfamilie einfach toll sei und mitgeteilt habe: „Florian ist wie unser dritter Sohn, der kann immer da bleiben.“

Beate Ederer aus Mauern bekommt zwar gute Nachrichten von ihrer Tochter via Internet und Telefon. Dennoch weiß die Mutter: „Schön staad möchte die Melanie doch heim.“ Die ursprünglichen drei Wochen seien toll gewesen und auch eine vierte okay, wenn dies so vorgesehen gewesen wäre, aber unter diesen Umständen habe die unfreiwillige Verlängerung doch ein wenig auf die Stimmung geschlagen.

Seit der Flugverkehr über Deutschland wieder zugelassen wurde, steigt natürlich die Hoffnung, dass die Schüler am Dienstag am Flughafen München wohlbehalten landen. Nach der Rückkehr werden die Schüler auch für einen großen Reisebericht sorgen.
 

 





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