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12.05.2009
  Von: Rene Spanier (Moosburger Zeitung)

Ein Kämpfer gegen AIDS und für mehr Menschlichkeit

 

Lutz van Dijk las am Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium aus seinen Büchern

Foto: Moosburger Zeitung

Moosburg. "Ein Kämpfer gegen die Krankheit AIDS sowie für mehr Menschlichkeit und Wärme in unserer Welt" - so könnte man den Autor Lutz van Dijk beschreiben, der am Dienstag für die 8. Klassen vom Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium eine Autorenlesung hielt. Er las vor allem aus seinem Buch "Township Blues" vor. Es handelt von einem an Aids erkrankten Mädchen in Südafrika. Lutz von Dijk gründete 2001 zusammen mit der Südafrikanerin Karin Chubb auch die Hilfsorganisation HOKISA (Homes for Kids in South Africa). Diese Organisation kümmert sich um von Aids betroffene Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, oder selbst infiziert sind. 2002 wurde das erste HOKISA-Home in der Nähe von Kapstadt errichtet. 

Es fiel bei der Autorenlesung am Gymnasium gleich eingangs auf, dass Lutz van Dijk die rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken trug. Er informierte die Schüler zuerst über sein Leben. Er berichtete, dass er in seiner Jugend ein Jahr lang nach Amerika zum Arbeiten ging. Er war als Busfahrer und Gerüstebauer tätig.  "Ich machte durch das Arbeitsjahr in Amerika zwei wichtige Erfahrungen: Erstens: Egal wo man lebt in der Welt, man kann überall Freunde finden. Es ist vollkommen egal welche Hautfarbe sie haben. Und zweitens: Ich bekam viel Selbstbewusstsein". Lutz van Dijk stellte dann sehr einfühlsam sein Buch "Township Blues" vor. Das Buch basiert auf einer wahren Gegebenheit. Es erzählt die Geschichte einer Dreizehnjährigen aus einem südafrikanischen Township, die vergewaltigt wird und sich danach mit ihrer HIV-Infektion auseinandersetzen muss. Schließlich mündet die traurige Geschichte in einem Liebespaar gegen alle Widerstände, die Liebe zwischen einem nicht-infizierten Jungen, der seine Mutter durch Aids verloren hat, und dem HIV-positiven Mädchen. Das Buch hatte sehr gute Buchkritiken bekommen. Es wurde auch mit dem Gustav Heinemann Friedenspreis des Jahres 2001 ausgezeichnet. Aus der Begründung der Jury heißt es: "Es ist ein ergreifendes Buch, das uns die Wirklichkeit in Südafrika nahe bringt. Ein Buch, das eindeutig Partei ergreift für dieses junge Mädchen als Opfer von Aberglauben und Gewalt - ein Buch gegen die Isolation von Infizierten, ein Plädoyer für Toleranz, Mut und Gerchtigkeit". Die Schüler waren bei der Autorenlesung von Lutz van Dijk nicht garade pflegeleicht und störten auf verschiedende Weise die Autorenlesung. Doch Lutz van Dijk blieb stets freundlich und ruhig. Der Autor nimmt anscheinend wirklich jeden Menschen so wie er ist. Er schaut vor allem auch ganz genau hin und hinterfragt viele Dinge. Lutz van Dijk scheint das absolute Gegenteil von "Vorverurteilungen" zu leben. Lutz von Dijk war zunächst Sonderschullehrer. Aus seinem pädagogischem Engagement heraus entfaltete er einen breiten Fächer von Tätigkeiten, zu denen auch seine Arbeit als Autor zählt. In der Gewerkschaft (GEW) war er aktiv, so lange seine Tätigkeit als Lehrer dauerte. Sein besonderes Augenmerk richtete er auf die pädagogische Friedensarbeit in den achtziger Jahren. Van Dijk kann als der entscheidende Motor der bundesweiten Pädagogen-Friedenskongresse und später Internationalen Friedenskongresse unter anderem in Budapest, Kopenhagen und Paris gelten. Van Dijk hat inzwischen die niederländische Staatsangehörigkeit angenommen und war unter anderem im Anne-Frank-Haus tätig. Heute lebt Lutz van Dijk in Amsterdam und Kapstadt. Van Dijk hat auch schriftstellerisch seine Friedensarbeit fortgesetzt, indem er von Konflikten berichtet und vor allem aus seiner dritten Heimat, Südafrika.





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