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27.05.2010
  Von: Robert Stangl (Moosburger Zeitung)

Menschliche Grundregeln literarisch umgesetzt

 

Zu Themen Einigkeit, Recht und Freiheit schreiben Gymnasiasten spannende Geschichten

Die Gewinner, Jurymitglieder und Organisatoren des Schreibwettbewerbs am Gymnasium

Moosburg.Einigkeit und Recht und Freiheit. Das sind die wichtigsten Schlagworte der deutschen Nationalhymne. Die Organisatoren des Schreibwettbewerbs am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium hatten in diesem Jahr die Idee, die drei Begriffe zu trennen und einzeln als Themen vorzugeben. So schrieben Schüler aus der Unterstufe zum Thema „Einigkeit“, die Mittelstufler versuchten sich am „Recht“, während die Schüler der Oberstufe sich Gedanken zur „Freiheit“ machten. Heraus kamen schöne, völlig unterschiedliche Geschichten. Die besten wurden am Freitag prämiert.

Einigkeit, Recht, Freiheit – diese Grundregeln seien „in weiten Teilen der Welt noch nicht angekommen“, wusste Sibylle Böhmer-Rawas vom Erdinger Literatentreff aus eigener Erfahrung zu berichten. Wie bereits in den Vorjahren, wirkte sie in der Jury mit, die sich außerdem aus Vertretern von Barbaras Bücherstube, Festspiel Moosburg, Elternbeirat,Moosburger Zeitungsowie Vorjahressiegerinnen zusammensetzte.

Böhmer-Rawas hielt die Laudatio für Theresa Grabinger aus der K12, die mit ihrem Werk „Im Wind“ den Wettbewerb in der Oberstufe gewonnen hat. Die Geschichte handelt von einer Frau, die völlig verzweifelt ist und sich umbringen will. Lange lässt die Autorin den Leser im Ungewissen darüber, aus welchen Gründen die Protagonistin diesen Weg gehen will. Nicht aus Liebeskummer, Krankheit oder Schulden. Die Frau pflegt seit zehn Jahren ihre schwerstbehinderte Mutter, hat alles dafür aufgegeben und schafft es jetzt nicht mehr. Theresa Grabinger schildere „mit großer Einfühlsamkeit“ die psychologische Verfassung der Figur und weshalb diese den „Freitod als Endlösung empfindet“, sagte die Laudatorin.

Das Thema „Recht“ scheint viele Schüler der Mittelstufe abgeschreckt zu haben, denn nur zwei hatten sich am Schreibwettbewerb beteiligt. Auch Vorjahresgewinnerin Sabrina Winklmaier dachte, dabei handle es sich um ein schwieriges Thema. Beim Lesen sei sie aber überrascht gewesen, „wie unterschiedlich Recht dargestellt werden kann“. Als Sieger ging Raffael Krickl aus der Klasse 9d hervor. Mit „Von Rechten hier und anderswo“ war ihm eine Gesellschaftskritik gelungen, die selten aus dem Mund eines Neuntklässlers zu hören ist – eine tolle Idee, sprachlich gewandt umgesetzt. Ein Junge von einem anderen Stern will sich das harmonische und freie Zusammenleben auf der Erde ansehen, wird jedoch schwer enttäuscht. Mit Sätzen wie „Wer glaubt, dass es mehr gibt, als man mit den Augen sehen kann, den nennt man bei euch verrückt“ öffnet er dem Ich-Erzähler die Augen.

Traditionell stärker besetzt war das Teilnehmerfeld bei der Unterstufe. Bei den Sechst- und Siebtklässlern setzte sich Teresa Schwaiger (7c) durch. In ihrer Geschichte „Die echte Einigkeit“ geht es um einen Professor, der eine „Einigkeitsmaschine“ erfindet. Als er mit dieser allerdings versucht, die Welt zu einen, entscheiden Staatschefs, dass es unabdingbar sei, einen dritten Weltkrieg zu führen. Erschreckt versucht der Professor daraufhin, die Wirkung der Maschine rückgängig zu machen. „Ich finde es sehr gut zu beleuchten, dass Einigkeit nicht immer positiv ist“, betonte Laudatorin Gaby Kellner von Barbaras Bücherstube.

Dass Einigkeit auch zum Ziel führen kann, ist in „Das Testament der Einigkeit“ zu sehen. Mit dieser Geschichte erreichte Christoph Rothe aus der 5a Platz eins unter den Fünftklässlern. Drei Cousins lösen in seinem Text gemeinsam das Rätsel aus dem Testament ihres verstorbenen Opas, der damit sein Ziel erreicht, die Familie zu vereinen.

Die Moosburger Zeitung veröffentlicht die vier Gewinnertexte. Den ersten lesen Sie auf Seite 18 dieser Ausgabe.
 

Moosburger Zeitung vom 27.5.2010





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