Home | Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Nachrichten | Pressespiegel 

Informationen        Schulleben        Lehrer        Schüler        Eltern        










22.09.2006
  Von: Stefanie Reiter

Schule@Museum - 2. Exponate

 

Von der gegenständlichen Form zur Abstraktion

"Camargue", 1956, Bronze

"Quadriga", 1957, Bronze

Wagenlenker Pelops, seine Frau Hippodameia“, Vasenmalerei, spätes 4. Jh. v. Chr.

„Quadriga mit Friedensgöttin Eirene“,Berlin, Brandenburger Tor, von Johann Gottfried Schadow (1764-1850), 1794

„Kleine Biga“, 1958, Bronze

„Große Biga“, 2000, Bronze

„Tod und Mädchen“, 1976, Silber

„Epitaph für Zwei III“, 1976, Eisen

„Epitaph für Zwei III“, 1976, Eisen

Epitaph im Eingangsbereich der Asamkirche Osterhofen (15. Jh.) als Beispiel zum Vergleich

„Epitaph für Zwei, Treibendes Paar“, 1981/2000

„Nach Gruppen in sich verzahnender Reiter (sog. „Mengenplastik“) verdichtet sich bei König der Wunsch, Tierherden darzustellen. Im Anschluss an eine Reise in die Camargue beginnt er, klar gegeneinander abgesetzte gleichförmige Tierkörper durch rhythmische Gliederung zu einem gestalthaften Ganzen zu formen, ein Vorgehen, das bei den „Kontiguen“ der Camargue, später den Gondeln zu einer Vielzahl von Fassungen führt. (Dietrich Clarenbach, Fritz König – Eine Bildbiografie, München 1998, S. 7)

Hinweise zum Bildvergleich- Rinderherde, vier Reiter

  • wenig Formdetails
  • geschlossene Form in Gestalt eines Keiles / Pfeiles (siehe links)
  • im Vergleich zur gestaltlosen Herde auf dem Foto
  • in eindeutiger Richtung
  • ohne erkennbare Bewegung
  • wellenartiger Rhythmus der Tierkörper
  • Kontrapunkte: Vertikalität der Reiter (nach oben) und Lücken in der Herde  nach unten)

Verschmelzen der Formen zur geschlossenen Gestalt

Während eines halbjärigen Aufenthaltes als Stipendiat derVilla Massimo in Rom löst die Begegnung mit dem Thema Quadriga die erste plastische Formulierung des seit frühester Kindheit existierenden Interessesan Pferd und Wagen aus.Mit dem Zwei- bzw. Viergespann greift König ein Gruppenmotiv auf, das in vielfältiger Gestalt als Vorbild existiert.(Dietrich Clarenbach, Fritz König – Eine Bildbiografie, München 1998, S. 6)

Hinweise zum Objekt: Vergleich der Gespanne – Was ist zur Quadriga von Fritz Koenig zu sagen?

  • Formdetails (Lenker des Wagens, Wagen, Pferde, Geschirr)
  • Bewegung
  • Anzahl der Beine
  • Formensprache
  • Grundform der Figurengruppe

Formen verschmelzen – Formen bilden eine eigenständige Einheit (Gestalt)

 

„In seinen Darstellungen Quadriga und Biga und ähnlicher symbiotischer Themen verschmelzen im Laufe verschiedener Fassungen Mensch, Tier und Wagen so weitgehend zu einem untrennbaren Ganzen, dass auf natürliche Anatomie oder Vollständigkeit zugunsten eines gesteigerten Ausdrucks für Dynamik des Geschehens verzichtet wird. Der skulpturalen Ausformung geht die fiktive Verkörperung des Geschehens aufgrund eines ausgeprägten Vermögens voraus, sich in Bewegungsabläufe und Körperorganisationen hineinzuversetzen.“ (Clarenbach Dietrich, Fritz Koenig, Eine Bildbiografie, München 1988, S. 6)

Zunehmende Abstraktion in der Menschendarstellung

„Tod und Mädchen“, eng umschlungen zeigen, wie nahe Jugend, Schönheit und Tod beieinander liegen können.
Die Plastik steht damit in der Tradition der Vanitasdarstell- ungen (irdische Vergänglichkeit) und der Totentänze.Der kleinere Sockel ist mit den Figuren in einem Gussverfahren hergestellt. Er ist Bestandteil der Figurendarstellungen und definiert den Bildraum. (Dietrich Clarenbach, Fritz König – Eine Bildbiografie, München 1998, S. 22)

Zunehmende Abstraktion durch „konkrete“ Formensprache

In letzter Konsequenz werden Figuren zu einem Kürzel aus Halbkugel, Kugel, Viertel-, Halbrund- und Rundstäben reduziert. Vorgefertigte Elemente werden zu Figurenzeichen zusammengelegt. Sie werden zwischen stereometrischen Formteilen eingezwängt, liegen auf horizontalen Flächen, Schrägen, Absätzen, Stufen, Treppen, zwischen aufgeworfenen Platten, auf Graten, in Kerben, Nischen und Gruben, ruhend, gleitend, haltsuchend, als Einzelne, Paare oder zur Menge zusammengeworfen.Die Epitaphe rufen Bilder von Aufbahrung, Grablegung, Grab und Massengrab, in weiterer Folge von Ausgrabung und offengelegten Gräbern hervor. (Dietrich Clarenbach, Fritz Koenig – Eine Bildbiografie, München 1998,S. 22)

"Epitaph für Zwei, Treibendes Paar“, 1981/2000, Hinweise zum Objekt:

  • Kugeln und Zylinder deuten Körper an.
  • Eindruck des Treibens, Schwimmens, Schwebens
  • Eindruck permanenter Bewegung
  • Das Auge findet keinen Fixpunkt und damit keinen Halt.
  • Verankerung der Körperformen in doppeltem Stabgitter
  • Sockel erhebt, isoliert, verbindet, bewirkt Geschlossenheit. 
  • Transparente Auflösung des Epitaphmotivs 

 





Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
Albinstr. 5, 85368 Moosburg a.d. Isar
Telefon 08761 7227 - 0; Telefax: 08761 7227 - 27
www.gymnasium-moosburg.de; infono_Spam (at) noSpam$gymnasium-moosburgde

test