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23.07.2010
 

Die Warnsignale erkennen

 

Ausstellung in der Mehrzweckhalle über Wege aus der Ess-Störung

Moosburg.

Liebeskummer, Einsamkeit, Konflikte in der Familie oder Schulstress - Ess-Störungen können vielfältige Ursachen haben und bedeuten für die Betroffenen oft einen langen Leidensweg. Wie fünf junge Frauen ihre Krankheit besiegt haben, das zeigte in dieser Woche die Ausstellung "Der Klang meines Körpers" in der Moosburger Mehrzweckhalle, die von vielen Schulklassen besucht wurde.

In sehr persönlichen Texten und Bildern erzählten die fünf Betroffenen von ihren Ängsten, Nöten und Sehnsüchten. In Schatztruhen hatten sie Dinge deponiert, die ihnen dabei geholfen haben, ihre Probleme zu überwinden: Fotos von Freunden, Urlaubserinnerungen oder Liedtexte. Die Schüler bekamen auch Informationen zu den verschiedenen Formen von Ess-Störungen wie Magersucht, Bulimie oder Ess-Sucht. "Man merkt, dass es ein Thema ist, das die Jugendlichen bewegt", sagte Petra Rabus vom Freisinger Gesundheitsamt, das die Ausstellung zusammen mit dem Jugendamt präsentierte.

Einige Besucher hätten von eigenen Erfahrungen mit Ess-Störungen in der Familie oder im Freundeskreis berichtet. Deshalb, so erklärte Rabus' Kollege Bernd Sauer, sei es ein wichtiges Ziel der Schau, die Jugendlichen für die Warnsignale zu sensibilisieren: Ex treme sportliche Aktivitäten beispielsweise oder häufige Diäten.

Am Mittwoch besuchte die "Power-Peers"-Gruppe des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums die Ausstellung. Die Schüler sind Experten in Sachen Suchtkrankheiten, sie leisten Präventionsarbeit an ihrer Schule. Vor kurzem haben sie in den sechsten Klassen einen Workshop zum Thema Ess-Störungen abgehalten.

Die Gymnasiasten setzten sich bei ihrem Ausstellungsbesuch wie alle anderen Schüler in einer Gruppenarbeit mit den Ursachen für die Erkrankungen auseinander. Dabei, so berichtet Rabus, wurde auch immer wieder der gesellschaftliche Druck durch bestimmte Schönheitsideale thematisiert, wie sie zum Beispiel in Fernsehshows wie "Germany's next Topmodel" vermittelt werden. "Das wird von den Jugendlichen durchaus kritisch gesehen", sagt Rabus. "Vielleicht haben solche Sendungen ja auch etwas Gutes, weil sie die Diskussion anregen." -ara-

Moosburger Zeitung, 23.07.2010





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