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21.01.2005
  Von: Andreas Beschorner (Münchner Merkur)

Zorn der Eltern vorerst verraucht

 

Soforthilfe-Bauprogramm für Gymnasium Moosburg: drei Millionen

Moosburg - Erst das Gezwänge durch die Gänge, dann eine heiße Aussprache über Situation und Zukunft der Mittagsbetreuung, und schließlich eine Art Soforthilfe-Bauprogramm, das alle Beteiligten zufrieden stellte. Der Schulausschuss des Landkreises tagte gestern im Moosburger Gymnasium, um sich vor Ort ein Bild zu machen und mit zahlreichen Lehrern und Eltern ein großes Publikum vorzufinden.

Dass die Mittagsverpflegung - dank sei G 8 - nicht optimal sei, war allen klar. Der Vorstoß der Verwaltung, im benachbarten "Black Sea-Eichenhof" eine Möglichkeit zur Verpflegung der Kinder zu eröffnen, wurde allerdings schon im Vorfeld der Sitzung vom Schulforum rigoros abgelehnt: Auf dem Fernseher seien "sehr realistische Libesszenen" gelaufen, dunkel sei die Kneipe und überhaupt "denkbar ungeeignet". Ein Elternvertreter gestern: "Sie schicken unsere Kinder in eine Spelunke! Tut mir Leid: unmöglich!" Den Kreisräten war die Gaststätte aber nicht so spelunkenhaft erschienen und Landrat Manfred Pointner betonte, auch die Aufsichtspflicht durch Lehrer lasse sich im "Black Sea-Eichenhof" regeln. Gar von einem "ständigen Boykott" aller Vorschläge, die Situation zu verbessern, sprach Ludwig Kieninger: "Ich bin von der Schulleitung sehr enttäuscht" - Aussagen, die von Schulleiter Wolfgang Hansjakob heftig bestritten wurden. Den Vorschlag des Schulforums, Container aufzustellen, lehnte Pointner ab: Logistisch angesichts der schon vorhandenen Container und des angestrebten Neubaus unsinnig.

"Man kann nur für zehn Jahre planen, dann kommt die nächste Reform." Landrat Manfred Pointner

Als klar wurde, dass eben jener Neubau und Umbauten zur Behebung der drangvollen Enge ins Auge gefasst wurde, beruhigten sich die Zuhörer. Zwei Varianten hatte Dorothe±s Becker vom Landratsamt gestern mit in die Sitzung gebracht: Eine "große Lösung" mit dreistockigem Anbau im Südwesten des Areals sowie Anbau im Norden samt neuer Sporthalleneinheit für geschätzte 7,865 Millionen Euro. Und eine kleinere Lösung "nur" mit dem Anbau im Südwesten für 2,892 Millionen Euro, die zumindest zusätzliche Klassenzimmer, Fachräume und einen Raum für die Mittagsbetreuung schaffen würde. Da würde man zwar nicht ganz die eigentlich erforderlichen Flächen bekommen, aber: "Man kann eh nur für höchstens zehn Jahre planen, dann kommt die nächste Reform", so Pointner leicht ironisch.

Alle Kreisräte sprachen sich für Variante 2 aus - nicht nur aus Kostengründen, sondern auch deshalb, weil die Grundstücksfrage im Norden nicht so schnell zu lösen sei und dem Kreis zusätzliche hohe Kosten aufbürden würde. Und schnell, so hatte Pointner betont, müsse es gehen, denn die IZBB-Förderung von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Einführung des G 8 liefen "spätestens 2008" aus. Will heißen: Der Neubau muss 2008 fertig sein. So lange werde man sich - auch ohne "Black Sea-Eichenhof" - über die Situation retten, versprach Hansjakob.

Der einstimmige Beschluss, die Planung für den Neubau zu veranlassen, wurde von Eltern und Lehrern mit Applaus quittiert. Da hatten sich alle wieder lieb.
 





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