Home | Sitemap | Kontakt | Impressum | Nachrichten | intern | Pressespiegel 

Informationen        Schulleben        Lehrer        Schüler        Eltern        










18.10.2011
  Von: Rene Spanier (Moosburger Zeitung)

Virusattacke aus dem sozialen Netzwerk

 

Trojaner und Würmer aus Facebook können großen Schaden am Computer anrichten

Moosburg. Ich hörte mir am vergangenen Dienstag im Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium einen Vortrag über die Chancen und Gefahren von Facebook an. Aus Zeitgründen musste die Referentin ihren Vortrag kurzhalten, und so sprach sie auch nicht mehr die Gefahren durch Trojaner, Viren und Würmer an. Diese Gefahr erlebte ich am selben Abend aber noch. Durch einen heimtückischen Wurm (Virus) aus Facebook wurde mein Computer zerstört. Ich hatte in den vergangenen Tagen dann viel Ärger, Stress und Laufereien.
Ich bin wie viele Leute Mitglied bei Facebook. Ich ging auch an diesem Abend noch auf die Seite dieses beliebten sozialen Netzwerkes. Von einem Freund erhielt ich eine Nachricht, mit der Bitte, einmal sein Foto anzuschauen. Ich dachte mir nichts dabei, da ich diese Nachricht von einem meiner Facebook-Freunde erhalten hatte und nicht von einem Wildfremden. Meine Neugierde war geweckt: Was für ein Foto schickt mir mein Freund ? Also klickte ich den Link an und anschließend auch die Bestätigung zum Download. Dies sollte sich im Nachhinein aber als großer Fehler herausstellen.

Heimtückischer Virus mit gravierenden Folgen

Denn der als Bilddatei getarnte Link war in Wirklichkeit ein bösartiger Wurm. Er verschickte automatisch an alle meine Facebook-Freunde diesen Link, ohne dass ich es verhindern konnte. Es verließen somit zahlreiche Nachrichten meinen Computer mit diesem gefährlichen Link.
Damit stand ich aber erst am Anfang der Katastrophe: Denn ich bekam in den folgenden Tagen viele Nachrichten von meinen Facebook-Freunden geschickt. Sie fragten, was sie mit diesem Link tun sollen. Sie teilten auch mit, dass sie das Foto nicht öffnen könnten. Ich schrieb jedem zurück, dass sie diesen Link nicht anklicken und schon gar nichts downloaden dürfen. Ich stellte diese Warnung auch zweimal auf die sogenannte Pinnwand, ein Portal, das alle Facebook-Freunde sehen können.
Doch die Katastrophe ging noch weiter: Denn obwohl mein Virenprogramm den Virus aus Facebook sofort erkannt und gelöscht hatte, hatte er meinen Computer bereits beschädigt. Ich konnte nun mit dem Kartenlesegerät keine Fotos mehr auslesen. Ich wollte deshalb die Fotos von meiner Speicherkarte auf einem anderen Rechner auslesen lassen. Damit war dieser aber prompt auch infiziert. Auch auf diesem Computer konnten nun keine Fotos mehr ausgelesen werden. Dies ist aber noch nicht alles: Denn auch alle Speicherkarten, die nun in diesen zweiten Computer gesteckt werden, werden infiziert. Der Virus verbreitet sich nämlich mit Hilfe der Speicherkarten. Und sogar ganz neu gekaufte Speicherkarten werden infiziert, wenn sie in einen betroffenen Computer gesteckt werden.

Eine Art Schneeballsystem

Recherchen ergaben inzwischen, dass mein Facebook-Freund im beschriebenen Fall die Nachricht auch wieder von einem seiner Facebook-Freunde erhalten hatte. Es handelt sich also um eine Art Schneeballsystem. Bei Internet-Recherchen zu diesem Wurm stößt man auf einen Bericht in einer Computer-Fachzeitschrift. Darin wird über einen Wurm mit der Nachricht "Schau Dir mal das Foto an" berichtet. Der Schädling tarne sich als harmlose Bilddatei. Weiter heißt es, dass sich der Wurm selbständig verbreitet. Er versendet automatisch die gleiche Meldung samt Down load-Link zum Bild an alle Kontakte des Users. In diesem Artikel steht auch, dass zwar mehrere Anti-Viren-Programme den Schädling erkennen und eine Infektion beheben könnten. Eine Garantie sei dies aber nicht, "weil sich der Schädling sehr schnell verändern kann".

Problem ist offensichtlich weit verbreitet

Der Artikel in der Computer-Fachzeitschrift ist auf den 20. April 2010 datiert. Das Problem muss also offensichtlich in dieser oder ähnlicher Form schon länger bekannt sein. Auf Nachfrage schilderten auch schon einige meiner Freunde, dass sie bei Facebook das Problem hatten, dass sich ein Link automatisch an alle ihre Freunde versendet hatte. Recherchen im Internet zu "Facebook und Virus" ergaben dann mehrere Treffer. Es finden sich Facebook-Nutzer mit der gleichen Problematik. Zudem erfährt man, dass unter anderem sogar die U. S. Army von einem Facebook-Virus infiziert worden sein soll.
Inzwischen ist mein Computer in der Reparatur. Darüber hinaus wurden mehrere meiner Foto-Speicherkarten infiziert. Auch der zweite Computer, der in Mitleidenschaft gezogen wurde, muss nun wieder von dem Virus gereinigt werden. Auf Facebook findet man unter der Rubrik "Sicherheit" und im Unterverzeichnis "Viren und Trojaner" auch den Warnhinweis, niemals einen Link anzuklicken. Allerdings findet man dies nicht gleich auf den ersten Blick.

Extra Rechner als Lösung

Trotz des Vorfalls will ich Facebook nicht schlecht machen. Es ist sehr wohl eine gute Einrichtung, um sich schnell einmal mit Freunden zu verabreden, neue Freunde kennenzulernen oder mit Freunden zu chatten. Doch aus Sicherheitsgründen wäre es wohl angebracht, soziale Netzwerke über einen zweiten PC zu nutzen, auf den man im Notfall dann auch ein paar Tage verzichten kann, bis alle störenden Eindringlinge entfernt sind.





Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
Albinstr. 5, 85368 Moosburg a.d. Isar
Telefon 08761 7227 - 0; Telefax: 08761 7227 - 27
www.gymnasium-moosburg.de; infono_Spam (at) noSpam$gymnasium-moosburgde

Piwik Deaktivieren

test