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27.01.1983
 

Offizielle Stellungnahme des Schulleiters zur Namenswahl

 

Bei der Wahl des Namens für eine Schule sind verschiedene Beweggründe ausschlaggebend. Abgesehen von den formalen Bestimmungen des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, die das Verfahren festlegen, steht die Person, deren Namen ins Auge gefaßt wird, im Mittelpunkt der Überlegungen. Ich darf hier aus einer Rede des Herrn Staatsministers Prof. Hans Maier (8.7.1982 in Mallersdorf) zitieren: "Weshalb wir unseren Schulen Namen geben? Weil wir auf die Erziehung setzen und auf die Erziehung durch Vorbilder ........

Erziehung durch Vorbilder, die Zeichen und Markierungen setzen, an deren Leben sich ablesen läßt, was gilt und wofür zu leben der Mühe wert ist......

Wenn sich eine Schule einen Namen gibt, so ist dies ein pädagogisches Programm. ......"

Diese Gedanken des Herrn Staatsministers waren für uns Leitfaden bei der Wahl der Persönlichkeit des Herrn v. Frisch. Sicher gibt es an jedem Ort historische Bezüge - die Frage bleibt aber, ob die in Betracht kommenden Personen auch den Jugendlichen etwas sagen können. Die Persönlichkeit Herrn von Frisch kann doch mit Sicherheit Schülern des 20. Jahrhunderts ein Vorbild sein. Am 12. Juni 1982 ist er im Alter von 95 Jahren in München verstorben. Er war Nobelpreisträger, Mitglied des Ordens Pour le merite und von 1925 bis 1958 Universitätsprofessor und Vorstand des Zool. Institutes. Nach 1945 hat von Frisch die ersten Biologie-Lehrbücher für die Oberstufe der Gymnasien in Bayern verfaßt. Bücher aus seiner Feder stehen in jeder Schülerbibliothek. Herausragende Forschungen befaßten sich mit der Sinnesphysiologie der Bienen ("Bienenfrisch").

Es ist wohl verständlich, wenn die für den Namensvorschlag allein zuständige Schule nach einem Naturwissenschaftler sucht, dessen Wirken den Schülern Vorbild sein kann und dessen Gedankengut über die Grenzen der engen Fachwissenschaft hinausgeht. Gerade in seinen letzten Schriften und Vorträgen hat Prof. von Frisch die Grenzen der rationalen Naturwissenschaft aufzuzeigen versucht. Sein Bemühen war es in besonderem Maße, Ehrfurcht vor dem Leben und der Schöpfung zu wecken.

Für das Gymnasium Moosburg, das sich keinesfalls als einziges Gymnasium um den Namen H. v. Frisch beworben hatte, bedeutet die Namensverleihung eine große Ehre und dankbare Verpflichtung gegenüber einem verdienten Bayer. Hochschullehrer und Wissenschaftler.





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