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31.07.1983
  Von: Christina Högl

Der 1. Abiturjahrgang am Gymnasium Moosburg

 

Nach neun Jahren kann das Gymnasium nun das "i.A." hinter seiner Bezeichnung weglassen: heuer macht nämlich der erste Jahrgang des Gymnasiums Abitur. Während es für die zukünftigen Schüler etwas ganz natürliches sein wird, ein voll ausgebautes Gymnasium zu besuchen, konnten wir, die erste Jahrgangsstufe, seine Anfänge unmittelbar miterleben.

Mit 87 Schülern und zwei hauptamtlichen Lehrern, untergebracht in den Kellerräumen einer Turnhalle - so begann im September 1974 der Werdegang des Moosburger Gymnasiums. Wer konnte sich damals vorstellen, daß dies einmal eine große Schule mit fast tausend Schülern und einem weitläufigen modernen Gebäude würde?

Davon war es in den ersten Jahren seiner Existenz in der Tat weit entfernt: Je mehr Jahrgangsstufen es umfaßte, umso mehr Klassen wurden in Räumlichkeiten in allen Ecken Moosburgs untergebracht. Im Schuljahr 1976/77 wurden die Schüler in vier verschiedenen Gebäuden unterrichtet; im Souterrain des Turnhallengebäudes, in der alten Landwirtschaftsschule, der Sparkasse in der Neustadt und wir, die damalige 7a, in einem Nebenraum im Evangelischen Gemeindezentrum. Dort verbrachten wir ein besonders schönes Jahr, da ein Spielplatz direkt vor der Tür lag. Jenes Schuljahr war wohl für die Lehrkräfte das beschwerlichste: Nach jeder Unterrichtsstunde mußten sie in ihre Autos steigen und zum nächsten Unterrichtsort pendeln, wobei natürlich viel Zeit verloren ging. (Mit dem Fahrrad dauerte es entsprechend länger!).

Wir Schüler aber konnten uns gar nichts Schöneres vorstellen: Das Pendeln der Lehrerschaft bedeutete für uns kürzere Schulstunden und somit mehr Zeit für Unfug, zumal wir gelegentlich keine Pausenaufsicht hatten, da ja schließlich die Lehrer nicht allgegenwärtig sein konnten. Trotzdem verfolgten wir natürlich mit Spannung den Bau unseres zukünftigen Schulhauses, der inzwischen begonnen worden war, und konnten uns kaum vorstellen, daß einmal alle Schüler in einem Gebäude untergebracht sein würden. 1977 war es dann soweit: Zu Beginn unseres Daseins als Achtkläßler konnten wir ins neue Schulgebäude einziehen. Allerdings waren die Arbeiten daran noch lange nicht beendet, und Lehrer und Schüler hatten oft unter einem sehr starken Geräuschpegel zu leiden.

Kaum hatten wir uns in unserem Schulhaus eingelebt, wurde es auch schon wieder zu eng: Im folgenden Schuljahr warteten neue Fünftkläßler auf Klassenzimmer, und der zweite Bauabschnitt war noch nicht fertiggestellt. Wer mußte da wohl weichen? Natürlich wir, die Ältesten und Vernünftigsten (das wurde wenigstens von uns erwartet)! So überließen wir also anderen Klassen unsere Zimmer und suchten uns als sogenannte "Wanderklassen" die jeweils freistehenden Räumlichkeiten.

1980 jedoch konnte auch der zweite Bauabschnitt fertiggestellt werden, so daß in der darauffolgenden Zeit normaler Schulbetrieb im Moosburger Gymnasium herrschte. Doch für uns Älteste folgte schon bald wieder eine neue Aufregung: die für uns völlig neue und verwirrende Kollegstufe. In der 11. Klasse wurden wir mit ihrem System vertraut gemacht und aufgefordert, unsere Leistungskurse, Grundkurse und Abiturfächer festzulegen. In dieser Zeit hatten wir uns alle zum ersten Mal sehnlichst eine voll ausgebaute Schule herbeigewünscht, mit älteren Kollegiaten, die wir hätten befragen können. Nach vielen Unklarheiten am Anfang wurde das Kollegstufendasein der "Zwölften" für uns aber bald zur Gewohnheit, so daß wir das Jahr darauf schon dem nächsten Kollegstufenjahrgang mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten.

Und nun befinden wir uns also in der Schlußphase unserer Schulzeit: Wir stecken gerade mitten in den Abiturprüfungen! Unsere Zeit als die "Ersten"am Gymnasium Moosburg werden wir nie vergessen. Schließlich waren wir während unserer ganzen Gymnasiallaufbahn stets "die Ältesten" und somit immer etwas Besonderes. Vor allem Herr Herrmann, unser "Rex", kümmerte sich um uns neun Jahre lang besonders rührend, und war, vor allem in der Anfangphase, mehr wie ein Vater zu uns, als wie ein Schuldirektor.

Während all der Jahre des Aufbaus mußten Lehrer und Schüler immer besonders zusammenhelfen. Dies ist wohl auch der Grund dafür, daß sich an unserer Schule ein äußerst freundschaftliches Verhältnis zwischen ihnen gebildet hat, wie man es wohl selten an Gymnasien vorfindet.

Wir können nur hoffen, daß es so bleibt, auch jetzt nach dem vollen Ausbau des Moosburger Gymnasiums, das mit inzwischen 66 Lehrern und 920 Schülern bestimmt nicht mehr zu den kleinsten in Bayern gehört.

Jahresbericht 1982/1983





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