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29.11.2010
  Von: Theresa Grabinger

Mehr Möglichkeiten für den Doppeljahrgang

 

Berufsinfoabend am KRvF-Gymnasium geht der Frage nach: Und nach dem Abitur?

Moosburg.

"Wie zwei Jumbojets im Anflug auf nur eine Landebahn", so beschrieb Studiendirektor Werner Fleischmann, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft/Recht am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium, am Donnerstagabend in der Aula der Schule vor mehreren hundert anwesenden Schülern, Eltern und Fachleuten die Problematik des Doppeljahrgangs 2011 im Rahmen des Berufsinformationsabends.

Nächstes Jahr verlassen gleich zwei Jahrgänge von Abiturienten, die letzten des G9 und die ersten des G8, die Gymnasien und stürmen an die Universitäten. Dennoch soll das schlimmste Chaos vermieden werden, was nur durch frühzeitige Information aller Beteiligten und ausführliche Vorbereitungen möglich sein kann.

In diesem Sinne ergriff das Moosburger Gymnasium zum Wohle seiner Schüler selbst die Initiative. Im Zuge des seit 1996 im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Berufsinformationsabendswagte man sich an das komplizierte Thema des Doppeljahrgangs 2011. Zusätzlich zu den 27 ehemaligen Schülern des KRvF-Gymnasiums, die als Referenten von ihren Berufen erzählten, gab es für die Schüler der 12. und 13. Klasse dieses Jahr noch die Möglichkeit, einem informierenden Vortrag zum Thema der Bewältigung des Doppeljahrganges beizuwohnen. Denn, so meinte Werner Fleischmann, die beiden Airbusse hätten längst einen Notruf an das Kultusministerium abgesetzt und dieses hätte ihn gehört.

Unter dem Thema "Doppelabiturjahrgang 2011 – Studienbeginn generell und speziell an der TU München" stellte Hauptreferent Dr. Christian Kredler, Sonderbeauftragter des Präsidenten der Technischen Universität München (TUM) für die Studienorganisation, gemeinsam mit seiner Assistentin Dr. Simone Kaniber die Möglichkeiten eines extraregulären Studienprogramms an der TUM vor.

Zuerst machte Kredler deutlich, dass die Befürchtungen, 2011 könnten doppelt so viele Abiturienten wie bisher auf die bayerischenUniversitäten drängen, keineswegs der Wahrheit entsprächen. Anhand des Studiengangs Maschinenwesen,dem studentenstärksten an der TUM, zeigte der Mathematiker auf, dass sich die Zahl der Studienanfänger höchstens um 40 Prozent erhöhen werde, selbst wenn man die Aussetzung des Wehrdienstes einberechne. Das sei zwar dennoch beträchtlich, aber kein Grund zur Sorge. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir das nicht schaffen", meinte Kredler. Denn die Universität habe bereits Maßnahmen ergriffen. Auf dem Campus der Universität in Garching befänden sich bereits zwei Interimshörsäle im Bau, um Platz für die Studenten zu schaffen. Außerdem seien von der Regierung 300 freie Professurstellen in ganz Bayern zur Verfügung gestellt worden, die auch besetzt werden.

Die Mittel zur Bewältigung des Doppelabiturjahrgangs seien also durchaus vorhanden, jetzt käme es auf die Abiturienten selbst an: "Es gilt, jeden Einzelnen fit für die Herausforderung zu machen." Für die potentiellen Studenten werde es nächstes Jahr zahlreiche extrareguläre Programme geben, um ihnen den Einstieg an den Universitäten zu erleichtern und die Masse der Schüler gleichmäßig auf das Jahr zu verteilen. Vor allem für die Absolventen des G9, die aufgrund des vorgezogenen Abiturs bereits im Mai entlassen werden, bestünden diverse Möglichkeiten wie vorgezogene Praktika und Vorbereitungskurse. Hauptsächlich aber würden einige Studienfächer, die sonst im Wintersemester beginnen, ausnahmsweise auch auf das Sommersemester gelegt und damit den G9-Schülern die Möglichkeit gegeben, schon vor den G8-Schülern ihr Studium zu beginnen. Für diese Fächer werde dann auch der Numerus Clausus ausgesetzt.

Eine weitere Maßnahme für besonders leistungsbereite Schüler präsentierte Simone Kaniber. Dank des sogenannten "two-in-one" könnten diese im Sommersemester 2011 in einem Steilkurs zwei Semester absolvieren und so im Herbst gleich im dritten Semester einsteigen. Sie ermunterte die Schüler, diese Möglichkeit auf jeden Fall in Betracht zu ziehen, denn selbst wenn sie den Kursus nicht bestehen sollten, erleichtere dieser ihnen auf jeden Fall den Einstieg ins Studium.

Im Anschluss an diesen Vortrag begann nun der eigentliche Berufsinformationsabend, zu dem auch die Schüler der unteren Jahrgangsstufen neugierig erschienen. Gemäß dem Motto "Orientierungshilfe durch Information" standen 27 ehemalige Gymnasiasten in verschiedenen Klassenzimmern den jungen Menschen bereitwillig Rede und Antwort zu ihrer Berufswahl. In drei Durchgängen zu je 45 Minuten stand es so jedem Schüler offen, sich über seine Traumberufe oder auch Berufsmöglichkeiten allgemein zu informieren.

Werner Fleischmann hatte auch dieses Jahr bei der Zusammenstellung der Berufspalette ganze Arbeit geleistet. Mediziner, Physiker, Redakteure, Ingenieure, Künstler, Anwälte, Betriebswirte und viele mehr sorgten dafür, dass für jeden etwas dabei war. "Es ist eine harte Entscheidung", sagte ein Schüler der 13. Klasse, "es wären sechs Leute da, die mich interessieren."

Schulleiterin Karolina Hellgartner blickte mit Stolz auf das Ergebnis der Veranstaltung. Sie halte dieses Projekt zur realitätsnahen Information der Schüler für eine "wunderbare Einrichtung".

Moosburger Zeitung, Montag, 29.11.2010





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