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27.10.2004
  Von: Niko Firnkees (Moosburger Zeitung)

Schubertiade

 

Moosburg – Selten ein Schaden, wo kein Nutzen ist, sagt sich der Süddeutsche und Österreicher. Und so konnten sich zahlreiche Moosburger am Mittwochabend in der Aula des Karl Ritter von Frisch-Gymnasiums daran delektieren, dass das Gymnasium von den 25000 Euro Anschaffungskosten für den neuen Flügel 40 Prozent selbst erwirtschaften muss – dem Sparzwang des Landkreis sei’s gedankt, dass des schnöden Mammons wegen eine Schubertiade stattfinden musste.
Bekannt ist der Wiener Franz Schubert vor allem für sein intensives, über 600 Werke umfassendes Liedschaffen. Die Sopranistin Karin Loibl und die Altistin Angelika Polland boten einige Kostproben von der meuchlings geangelten „Forelle“ bis zum „Hirten auf dem Felsen“. Bei letzterem korrespondierte Loibl wunderbar elegisch mit dem Klarinettisten Sascha Altschäffl. Dass am Gymnasium eine Schulfamilie lebt, zeigten die Klavierbegleiter Susanne Hensel und Bernhard Huber: Erstere besucht die 11b, zweiterer ist Kollegstufenbetreuer.

Überhaupt glaubte man beim Programmheft, Listen für einen Schulausflug zu lesen: Das Orchester setzte sich aus Schülern aller Klassen zusammen, Franziska und Mathilde Betz, die den D-Dur-Militärmarsch mit gebührender Distanziertheit wiedergaben – Schubert war sicher alles andere als ein Militarist – gehen in die 9a und 11b, bei drei Sätzen aus dem Forellenquintett wurde Christine Höcht am Klavier als Lehrkörper der Schule von ihrem Ehemann und weiteren Mitgliedern des Kammerorchesters Moosburg unterstützt. Und bei Männerchören, die in einem Fall mit Angelika Polland als Solistin interpretiert wurden, agierte der Musik-Fachbetreuer Hans Grichtmaier ebenso wie aktuelle Eltern und „Schüler“, die schon des Öfteren durchgefallen zu sein scheinen: So ein gewisser Hans Walter, der bereits in zahlreichen Schulkonzerten im Chor aufgetreten war. Seine Kinder haben zwar längst die Schule verlassen, nichtsdestotrotz stellte der Leiter der Landshuter FH-Bücherei seinen Bass II erneut zur Verfügung. Schützenhilfe gab es zudem aus Niederbayern: Oliver Neumann, Systembetreuer des Maristen-Gymansiums Furth, gestaltete Tenorsoli mit Verve und Klangkultur.

Den ganzheitlichen Aspekt förderte die anschließende Verpflegung, die – ganz im Sinne einer Schubertiade – mit Fenchelsalami oder Weißwein aus dem Weinviertel auch dem Magen einen großen Kunstgenuss bot. Anschließend begaben sich einige der Mitwirkenden zu einer Jam Session erneut auf die Bühne und musizierten Wiener Lieder von Fiakerfahrern und Heurigen, und dass der Herrgott einer Wiener sein muss. Schubert hätte die Veranstaltung gefallen, und etwas Geld für den Flügel wird noch benötigt. Dies als gute Nachricht in Zeiten einer Pessimismus-Konjunktur.





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