Home | Sitemap | Kontakt | Impressum | Nachrichten | intern | Pressespiegel 

Informationen        Schulleben        Lehrer        Schüler        Eltern        








28.01.2011
  Von: Robert Stangl

Bronzeköpfe mit eigenen Gesichtszügen

 

Zwölftklässler des Gymnasiums präsentierten ihre Werke aus P-Seminar in Ausstellung

Moosburg.

Eine Bronzestatue hat bestimmt jeder schon einmal gesehen. In Moosburg bestens bekannt ist der Eselbrunnen vor der Stadtbibliothek in der Herrnstraße. Aber die wenigsten wissen wohl, wie solche Bronzegüsse eigentlich hergestellt werden. Einige Schüler der Q 12 am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium schon. Sie haben nämlich im Rahmen ihres P-Seminars Köpfe aus diesem Material gefertigt. Am Mittwoch stellten sie ihre Werke der Öffentlichkeit vor.

"Ein Bronzeguss in aktuellem Gesicht" heißt das Projekt, das acht Gymnasiasten in den vergangenen eineinhalb Jahren verwirklicht haben. Die Schüler sollten ihre eigene Vorstellung von einem Porträt verwirklichen, sagte Lehrer Andreas Feiber, der das P-Seminar betreut hatte. "Es sind alle Arbeiten geglückt", betonte er und fügte hinzu: "Das ist nicht selbstverständlich." Die Begründung lieferte er gleich hinterher. Entscheidend sei, dass die Bronzeköpfe hohl sind. "So werden Bronzegüsse professionell hergestellt."

Fabian Fink erläuterte stellvertretend für seine Mitschüler, wie die Arbeit abgelaufen war. Zunächst modellierten die jungen Künstler die Köpfe mit Plastilin. "Am Anfang hatten wir wenig Ahnung davon. Aber unter Anleitung von Herrn Feiber ist etwas Akzeptables herausgekommen", sagte er. Zu den Plastilinköpfen formten die Schüler eine Negativform, die anschließend mit Wachs ausgegossen wurde - daraus entstanden hohle Wachsköpfe. Diese wurden mit Schamott gefüllt und ummantelt. Im Ofen schmolz das Wachs heraus und fertig war die Hohlform. Mit dieser ging es zum Bronzegießer.

Ziel des Projekts sei es gewesen, die "Wertschätzung für Bronze" zu stärken, so Feiber. Die Schüler hätten etwas Eigenes entwickelt, Einblick in die Arbeit mit Bronze bekommen und gelernt, sauber zu arbeiten und die Ergebnisse dann zu präsentieren. Wichtig sei gewesen, dass viel praktische Arbeit mit verschiedenen Materialien zu machen war. "Es war wie in einer kleinen Kunstakademie", so Feiber. Der Lehrer sei nur zur Unterstützung da gewesen.

Einige Schüler haben ihre eigenen Gesichtszüge nachmodelliert, so auch Matthias Hilz. "Das habe ich aber gar nicht vorgehabt", sagte er zu seinem Werk, "das ist einfach so entstanden." Man neige dazu, eigene Gesichtszüge zu machen, sagte Feiber. Hilz ist wie seine Mitschüler stolz auf seine Arbeit. "Vor allem, weil es sehr viel Spaß gemacht hat."

Die fertigen Bronzeköpfe präsentierten die Zwölftklässler in einer kleinen Ausstellung im Werkraum des Gymnasiums, die am Mittwoch eröffnet wurde und am Donnerstag noch für jedermann zugänglich war. Die Köpfe hatten sie auf Holzsockel montiert und diese in einer Reihe aufgestellt und beleuchtet. Zunächst sollte die Ausstellung im Hof stattfinden. Im Rahmen der Sanierung der Schule hatten die Arbeiter dort ein paar Tage vorher jedoch ein Gerüst aufgestellt, so mussten die Schüler ausweichen. "Sie haben das sehr gut gemanagt", sagte der sichtlich stolze Lehrer Feiber.

Moosburger Zeitung, Montag, 28.01.2011





Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium
Albinstr. 5, 85368 Moosburg a.d. Isar
Telefon 08761 7227 - 0; Telefax: 08761 7227 - 27
www.gymnasium-moosburg.de; infono_Spam (at) noSpam$gymnasium-moosburgde

Piwik Deaktivieren

test