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01.05.2005
  Von: Michaela Hillerbrand, K12

Die neuen Pläne der Theatergruppe am KRvF-Gymnasium

 

Wie sich mittlerweile herumgesprochen hat, heckt die Theatergruppe um Inge Wachsmuth wieder Neues aus…

Diesmal dreht sich alles um die „Machtprobe“, ein rasantes Stück von Hubert Habig.

Die Story dazu:

Der gefrustete Lehrer Zaphiro verzweifelt fast an dem bunten Haufen, der sich sein Geschichtskurs nennt. Diese zusammengewürfelte Gesellschaft erinnert weniger an einen Klassenverband als an ein Zusammentreffen verschiedenster Typen der Spezies Mensch, bei dem Originalität und Selbstbehauptung mehr gefragt sind als Loyalität oder gar Integrität.

Das Stück beginnt mit der üblichen Diskussion der Schüler über das vergangene Wochenende, wobei natürlich keiner die Anwesenheit des Lehrers auch nur ansatzweise zur Kenntnis nimmt. Auf sein „Guten Morgen“ kommt, wie üblich, keinerlei Reaktion. Trotz allem versucht Zaphiro irgendwie den Stoff zu vermitteln und verlässt dann doch überstürzt den Raum, weil ihn die Klasse nur provoziert und überhaupt nicht ernst nimmt.

Um dem allgemeinen Desinteresse entgegenzuwirken, leitet er deshalb drastischere Schritte ein. 

Zaphiro beschließt letztlich ein Experiment zu starten, um Disziplin und Ordnung in die konfuse Gruppe zu bringen. Seine völlig neuartige Unterrichtsart ist jetzt geprägt von Dynamik und Regeln. 

Der Plan geht schließlich auf. Die Schüler werden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft und der Schulalltag wird neu definiert. Slogans wie „Handeln schafft Macht“ und „Gemeinschaft schafft Macht“ dominieren fortan das Leben der Gruppe.

Aber wie es so ist: es gibt es immer Menschen, die gegen den Strom schwimmen. 

Hier heißt der Outsider Julia. Die bisher erfolgreiche und beliebte Schülerin findet in der neuen Ordnung keinen Platz und wird ausgegrenzt, weil sie sich anmaßt Wert auf eigene Meinung zu legen. Auch Loser wird eine neue Rolle zuteil. Er steigt vom Außenseiter und Neutrum – vorher nur ignoriert oder verspottet - zu einem „wirklichen“ Menschen auf, der sich jetzt Respekt verschafft und von den anderen geduldet wird. Der Rest der Gruppe ist ebenfalls begeistert von der neuen Bewegung, die fortan den Namen ‚FNI’ trägt, was für „Forum neuer Ideen“ steht, unter dem Zeichen der Flamme, wobei die Flamme Faszination, Macht und Gemeinschaft symbolisiert.

Doch als Zaphiro auf gutes Zureden seiner Frau Charly und insbesondere den Widerstand von Direktorin Schmalstieg hin das Experiment beendet, sind die Leidtragenden Julia und vor allem Wolf, der langsam zum Führer der Bewegung avanciert. 

Die Eigendynamik der Gruppe gipfelt am Ende dann sogar in einer Katastrophe, noch bevor Zaphiro eingreifen kann und sich alle der eigentlichen Vorgänge wirklich bewusst werden.

Noch befindet sich das Stück im ‚Probenstadium’, aber schon jetzt ist klar, dass sich schnelle und actionreiche Dialoge die Hand geben werden. Ebenso spannungsgeladen ist die Inszenierung, wie aus den Bildern des Proben-Wochenendes erkennbar ist. 

Wie immer führt Inge Wachsmuth souverän Regie, unterstützt von Juliane Malik (K13) und Irene Pichlmaier (K12) als Souffleuse. Die Schüler des besagten Geschichtskurses, der Zaphiro zu extremen Maßnahmen verleitet, setzen sich aus den verschiedensten Charakteren zusammen: 

zum Beispiel Julia, verkörpert von Sabine Heller (11b), eine intelligente Schülerin, die sich im Gegensatz zu den anderen Gedanken über in der Vergangenheit Geschehenes macht und durchaus eine Meinung hat. Aber damit steht sie leider allein.

Halt, nicht ganz: der coole Orge alias Georg alias Matthias Bauer (K13) ist als Einziger auf ihrer Seite, wenn er denn ‚mal’ ausnahmsweise wieder eines seiner raren Gastspiele in der Schule gibt.

Und da die anderen eben keinen Gedanken an solche ‚Petitessen’ verschwenden, ist es natürlich, dass man Beautys wie Jenniffer (Susanne Heckel, K12) findet. Sie ist eine Freundin Julias, aber eher auf ihr Image bedacht und sehr um die Gunst von Atze bemüht. 

Atze… ja, Atze ist ein Narziss, wie er im Buche steht. Er hat seiner Meinung nach Glück im Leben und findet das gut so. Felix Rosenbusch (K13) versteht es den Hedonisten in Atze und auch sein einziges Problem hervorzuheben – Julia, die seiner Meinung nach einfach zu prüde ist.

Individualisten dürfen in diesem Haufen natürlich auch nicht fehlen. Kein Problem, Iso ist ja da. Isodora (Alexandra Franke, K12), um genau zu sein, eine Tänzerin, der auch der Job der Queen gut gefallen würde. Und eine Queen braucht Bedienstete. 

Diese Arbeit verrichtet meistens Sandy (Iris Spitaler, K12). Da sie sich nicht in den Kreis der engeren Freunde Julias einreihen kann, lässt sie sich leider oft, vielleicht zu oft, von Iso benutzen.

‚Normale’ Menschen gibt es ebenfalls. Zumindest fast. 

Hier heißt er Kai, spielt Fußball, wenn auch nicht sehr erfolgreich, und ist halt einfach nur da. Weder Freund noch Feind, was Andi Wittke (K13) zum Ausdruck bringt.

Ganz anders ist da Wolf (Christoph Schinagl, K13). Wie der Name schon sagt, ein Kämpfer, der kein Verständnis für Schwache hat und nicht versteht, wo die ihre Lebensberechtigung herhaben. Sein Opfer ist Loser (Manuel Jahnke, 11b), der eigentlich Olaf heißt. Den beachtet aber keiner, und dass er da ist, hat er Wolf zu verdanken, denn wenn Wolf ihn nicht permanent traktieren würde, würde ihn niemand auch nur wahrnehmen.

Ach ja, vergessen wir nicht Zaphiro – ein Lehrer, der seinen Beruf liebt und den Glauben daran nicht verlieren möchte. Andreas Geltinger (11b) bringt in Zaphiro den Führer zum Vorschein und das mit Bravour. 

Auch Melanie Fischer (ebenfalls 11b) ist in ihrer Rolle der Charlie eine perfekte Besetzung. Zaphiros Frau versteht nämlich die Welt nicht mehr, als sie herausfindet, was ihr Mann vorhat bzw. dann tut. Doch ihre Versuche ihn dazu zu bewegen das Experiment abzubrechen sind leider nicht sehr erfolgreich.

Und zu guter Letzt Direktorin Schmalstieg (Hanna Mundigl, 11a), deren Lieblingswort „moderat“ und der alles recht ist, solange der Ruf der Schule gewahrt bleibt.

Eindrucksvoll auch Mareike Gredigk (K13) in der Funktion eines Chors, wie im antiken Theater, der gekonnt Szenen einleitet oder kommentiert und so die richtige Atmosphäre schafft.

 

Die Premiere dieses wohl besetzten, rasanten Stückes findet am 2. Juni statt und die Wiederholung am 3. Juni, jeweils um 19.00 Uhr in der Aula.

Wer also in die Welt von Manipulation, Verrat, Mobbing und auch Gewalt eintauchen will, muss sich nur trauen. Wir freuen uns.





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