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27.07.2005
  Von: R. Knieper (Moosburger Zeitung)

Grusliges Melodram begeistert Jung und Alt

 

Viel Beifall für das Sommerkonzert 2005 des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums

Moosburg. Wohl der Schule, die bei einem Schülervorspiel so viele musikalische Talente auf die Bühne schicken kann wie das Karl - Ritter - von - Frisch - Gymnasium in Moosburg am Montagabend beim Sommerkonzert 2005. Was sich ambitionierte Musikschüler wie Martin Zimny (Gitarre), Julia Engelhart (Klavier), Christoph Weber (Trompete), Susi Hensel (Klavier) und Constanze Weber (Violoncello) in jahrlangen privaten Unterrichtsstunden angeeignet haben, gereichte an diesem Abend nicht nur ihnen selbst, sondern auch dem naturwissenschaftlich-technologischen und sprachlichen Gymnasium zur Ehre.

„Eigenproduktionen“ steuerten dagegen die schuleigene Flötengruppe unter Leitung von Anni Grichtmaier, das Schulorchesters unter Leitung von Angelika Polland, die Bigband unter Leitung von Wolfgang Hansjakob und der Unterstufenchor unter Leitung von Hans Grichtmaier bei. Obwohl diese Ensembles durch Lehrkräfte oder musikalische Freunde des Hauses unterstützt wurden, ließen ihre Darbietungen durchaus Rückschlüsse zu auf das beachtliche Leistungsniveau, das im Rahmen des schulischen Musikunterrichts erreicht worden ist.

Wie nicht anders zu erwarten führten die Darbietungen je nach Schwierigkeitsgrad der Stücke zu unterschiedlichen Hörgenüssen. Der Bigband gebührt zunächst ein Sonderlob für die Courage, mit der sie versuchte, Ohrwürmer wie das „Muppet show“-Thema, Horace Silvers „The preacher“, Bart Howards „Fly me to the moon“ und andere Evergreens zum Swingen zu bringen. Dass sich die jungen Musiker dabei nicht ganz ernst nahmen, brachten sie schon durch ihre Verkleidung mit Hut und Sonnenbrille zum Ausdruck. Das Lehrreiche an solchen Experimenten ist aber auch die Erkenntnis, dass das sogenannte „Leichte“ tatsächlich oft das Schwerste ist, auch wenn eingefleischte „Klassiker“ dies nur ungern wahrhaben möchten.

Dass das Schulorchester an diesem Abend mit Ausnahme zweier Flöten fast ein reines Streichorchester war, bestehend aus Kontrabass, zwei Celli, Bratschen und Violinen, verdient das zweite dicke Ausrufungszeichen, geht doch der Trend bei der Wahl eines Musikinstruments heute oft zu Tasten- Schlag- oder Blasinstrumenten oder gar zum Syntheziser. Sich dann auch noch ein Werk des italienischen Spätromantikers 0ttorino Respighi (1879-1936) auszusuchen, um es in einem Schulkonzert darzubieten, verrät einen kompromisslos-guten Geschmack. Es zeigte aber auch auf, welche Wegstrecke das Schulorchester noch vor sich hat, um ein anspruchsvolles Werk wie dieses stimmig aufführen zu können.

Ein Ensemble von wachsender Homogenität und hoher Musikalität besitzt das Gymnasium in seiner Flötengruppe, die den Abend sehr schwungvoll und gekonnt mit den „Liebenauer Tänzen“ des zeitgenössischen österreichischen Komponisten Viktor Fortin eröffnete. Angesteckt von Anni Grichtmaiers temperamentvollem Führungsstil meisterten die jungen Musiker selbst vertrackteste Passagen und machten sogar den einen oder anderen disharmonischen Einfall des Komponisten noch erstaunlich genießbar.

Höhepunkt des ganzen Abends war zweifellos die Pop-Kantate „Frankenstein“ von Carey Blyton. Begleitet von Susi Hensel und Martin Zimny führten der Unterstufenchor und die Gesangssolisten Maximilian Rainer, Felix Bayerköhler, Sebastian Ehrmaier und Veronika Waldherr das Melodram von der Erschaffung des menschlichen Monsters „Frankenstein“ auf. Intelligente Texte, erzählt von Kathi Kraus und Julius Kempt, ergaben zusammen mit gut verständlichen und hübsch vorgetragenen Solo-Arien und mitreißenden Chören einen amüsanten Mix, wie er für ein Schülerensemble gar nicht passender geschrieben, bzw. ausgesucht werden könnte.

Unter Leitung von Hans Grichtmaier sprühte vielen Mitwirkenden die Begeisterung über die eingängigen Melodien und frechen Texte förmlich aus den Augen. Einige hatten ihren Part sogar so verinnerlicht, dass sie gar nicht mehr in die Noten zu schauen brauchten, untrügliches Zeichen für die alters- und leistungsgerechte Identifikation mit dem Werk. Passend zum Melodram baumelten Requisite und Kulissen von der Auladecke, die von der Klasse 5a unter Anleitung von S. Görgner gefertigt worden waren um dem Ganzen den passenden theatralischen Rahmen zu verleihen.

Neben ihrer Mitwirkung in den Schul-Ensembles traten einige bereits erwähnte Schülerinnen und Schüler auch solistisch in Erscheinung. So überzeugte Martin Zimny durch sichere Griff- und Zupftechnik auf der Gitarre und servierte den Zuhörern eine erstaunlich reife Interpretation des Stückes „Malborough s´en va?t?en guerre, Op.28 von Fernando Sor (1778 - 1839). Ähnliches gilt für Christoph Weber und Julia Engelhart, die für die technisch anspruchsvolle Konzertetüde für Trompete und Klavier von Alexander Gödicke (1877-1957) mit viel Beifall bedacht wurden. Bewundernswert auch die Fortschritte, die Constanze Weber und Susi Hensel von Auftritt zu Auftritt machen. Ihre Interpretation von Francois Couperins (1668 - 1733) Konzerstück für Cello und Klavier hat seit der letzten Aufführung im Zehentstadel erneut an Sicherheit und Ausdruckskraft hinzugewonnen und ist auf dem besten Wege zu einem echten Bravourstück.

 





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