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10.06.2008
  Von: Inge Wachsmuth

Das Austauschprogramm "Brigitte Sauzay" am KRvF-Gymnasium

 

Das Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium lädt sich gerne Gäste ein... diesmal aus Frankreich

Wer war diese Frau, Brigitte Sauzay? 

Madame Allemagne – Eine Französin im Kanzleramt – Deutschlandkennerin

geb. 1947 in Toulon
Studium der Germanistik in Nizza und Freiburg
Chefdolmetscherin dreier französischer Staatspräsidenten- Georges Pompidou, Valéry Giscard d’Estaing und François Mitterrand
Leiterin des Sprachendienstes bei der französischen Regierung
ab 1993 Direktorin des Berlin-Brandenburgischen Institutes für Deutsch-Französische Zusammenarbeit in Europa, zusammen mit Rudolf v. Thadden 
ab 1998 Beraterin des Bundeskanzlers Gerhard Schröder für deutsch-französische Beziehungen im Bundeskanzleramt in Berlin
11.11.2003: Tod von Brigitte Sauzay in Paris im Alter von nur 55 Jahren - nach einem schweren Krebsleiden

 

Was hat es nun mit dem nach ihr benannten internationalen Austauschprogramm zwischen deutschen und französischen Schülern auf sich?

„Ein erfolgreicher Dialog über Zukunftsfragen zwischen Deutschen und Franzosen setzt voraus, dass wir ein Netzwerk junger Menschen bilden, die mit fundierten Sprachkenntnissen auch einen Schlüssel zum Verständnis des Nachbarn besitzen.“

Das sind Brigitte Sauzays Worte, und genau darauf zielt dieses Austauschprogramm ab, das gerade am KRvF-Gymnasium zum ersten Mal anläuft - außerhalb des regulären Frankreichaustauschs.
 
Während des mind. 8-wöchigen individuellen Schüleraustauschprogramms "Brigitte Sauzay" nehmen die Schülerinnen und Schüler, ob in Frankreich oder Deutschland, am Familien- und Schulleben ihrer Austauschpartner teil und haben somit umfassend Gelegenheit, ihre französischen/deutschen Sprachkenntnisse intensiv zu erweitern und die französische/deutsche Kultur- und Lebensweise aus unmittelbarer persönlicher Erfahrung zu erleben. Hiermit bietet sich eine einmalige Chance zum interkulturellen Lernen über das jeweilige Nachbarland,  wodurch sich letztlich auch die beruflichen Perspektiven der Schülerinnen und Schüler erhöhen.

Familienleben
Die jeweilige Gastfamilie sollte bereit sein, den Austauschschüler so aufzunehmen, wie sie es sich für ihr eigenes Kind wünscht; dabei sind materielle Voraussetzungen, wie z.B. ein eigenes Zimmer, keinesfalls Bedingung. Wichtig ist, dass der Austauschschüler voll in das Familienleben einbezogen wird.

Schulleben
Die Schüler besuchen während der Dauer des Austausches die Schule des Partnerschülers. Sie unterstehen dort den gleichen schulischen Regeln wie die einheimischen Schüler (regelmäßiger Schulbesuch und volle Mitarbeit im Unterricht). Um den Austausch erfolgreich zu gestalten, müssen die deutschen/französischen Teilnehmer bereit sein, sich intensiv mit der Sprache des Gastlandes zu beschäftigen. Außerdem ist es ihre Aufgabe, sich - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - darum zu bemühen, dass der Schulbesuch (auch bei zuweilen nicht von Anfang an hinreichenden sprachlichen Voraussetzungen) in jeweiligen Gastland erfolgreich verlaufen kann. Dies schließt die Information der jeweiligen Gastschule und der Gasteltern in Form eines umfangreichen Dossiers ein, das aus dem Internet heruntergeladen werden kann.

Aufenthaltskosten
Die Aufenthaltskosten im jeweiligen Gastland werden auf Gegenseitigkeit von den aufnehmenden Familien übernommen.

Fahrtkostenzuschüsse

  • Unterstützung durch das DFJW (dt-frz.Jugendwerk) oder den Bayerischen Jugendring (BjR)
  • Das DFJW oder der BjR kann den Teilnehmern einen pauschalen Zuschuss zu den Fahrtkosten gewähren, Die Antragsformulare können direkt beim DFJW oder dem BjR angefordert werden.
  • Die Überweisung des Fahrtkostenzuschusses erfolgt nach der Rückkehr der Schüler gegen Vorlage eines Erfahrungsberichtes und einer Bescheinigung der französischen Schule über die Dauer des Aufenthaltes.
  • Zu beachten: Nach dem Herunterladen des Zuschussantrags muss dieser, zusammen mit den anderen Unterlagen des Dossiers, der Schulleiterin zur Genehmigung vorgelegt werden, die sie dann der Schulbehörde im Gastland weiterleitet.


Internetadresse für etwaige neue Interessenten an diesem Programm:  www.ofaj.org/pdf


Nun zur aktuellen Situation am KRvF-Gymnasium

6 französische SchülerINNEN im Alter von 12 bis 14 Jahren besuchen nun im Rahmen dieses Austauschprogramms bis Schuljahresende den Unterricht am KRvF-Gymnasium in den Klassen 7a, 8b und 8d.

Sie kommen vom Collège St.-Pierre, eine unserer Partnerschulen im regulären Frankreich-Austausch, in Casseneuil/Villeneuve sur Lot, und besuchten dort die 4. Klasse, in etwa vergleichbar mit der 8.Klasse bei uns – besuchten deshalb, weil für sie das Schuljahr bereits erfolgreich abgeschlossen ist.
Untergebracht sind sie bei ihren 6 deutschen ‚Corres’, ihren ‚Partnern’, die aus den 8. und 9. Klassen kommen und die sich ihrerseits bereits darauf vorbereiten, tatkräftig unterstützt von sehr engagierten Eltern, ohne die so etwas natürlich wie immer nicht möglich wäre, im Gegenzug im neuen Schuljahr von September bis Anfang November in Frankreich in ihren Gastfamilien zu leben und den Unterrricht dort zu besuchen- also Land, Leute und die Sprache direkt zu erfahren.

„ Europa braucht eine Identität. Und Identität nährt sich aus Bildern“ –  so die Worte von Brigitte Sauzay.

Ich möchte hinzufügen, dass Bilder, Eindrücke umso mehr berühren, wenn sie an persönliche Beziehungen zu Menschen geknüft sind. Und es kann nie zu früh sein, sich auf ein solches Abenteuer einzulassen.





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