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01.07.2008
  Von: Karl Rausch

Studienreise der 11. Klassen des KRvF-Gymnasiums Moosburg nach Berlin

 

Der eingerüstete Karl Marx

Schülerinnen warten auf Einlass in die Frauenkirche

Zwei Schüler beim Rollenspiel im Bundesrat

In der Kuppel des Reichstages

Die ganze Reisegruppe vor dem Reichstag

LehrerInnen mit Berliner Bären im Nikolaisviertel

Erkundung des Holocaust-Denkmals am Brandenburger Tor

Die Reisegruppe vor dem Schloss Sanssouci

Die 11A vor der großen Fontäne im Park von Sanssouci

Die 11A vor dem Schiller- und Goethedenkmal in Weimar

Kurze Rast an der Autobahn

Für die 92 Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen des Moosburger Gymnasiums war das zweite Juliwochenende eigentlich schon eine Art vorweggenommene „School-is-out-Party“. Kaum waren die letzten Noten abgespeichert, stürzten sich viele Jugendliche am Freitag und Samstag trotz widriger Wetterverhältnisse ins Red-Corner-Festival. Am Sonntagmorgen schließlich bestiegen sie pünktlich um 7.30 Uhr  in der Albinstraße vor dem Gymnasium mit fünf Lehrkräften die Busse der Firma Wiesheu aus Oberappersdorf, um für eine Woche die neuen Bundesländer zu erkunden.

Trotz Dauerregens war die Stimmung gut. Nach einem kurzen Kaffeestopp in  Weiden machten wir in Chemnitz gegen 14 Uhr Mittagspause. Zum verregneten Wetter passte es irgendwie auch, dass unser Fototermin vor der  kolossalen  Karl-Marx-Büste im Zentrum der Stadt regelrecht ins Wasser fiel, weil sie wegen Renovierungsarbeiten von einem unansehnlichen Baugerüste verunziert wurde.

Mit der Ankunft in Dresden hörte der Regen auf und der Tag war gerettet. Wir bezogen unsere Zimmer im Jugendgästehaus und erkundeten gemeinsam die Neustadt mit ihren Sehenswürdigkeiten rund um den Goldenen Reiter. Frau Denise Voigtländer, die in der Nähe Dresdens aufgewachsen ist und dort Germanistik und Geschichte studiert hat, konnte uns für die Abendgestaltung manchen Insidertipp geben. Am Montagmorgen erwanderten wir  die barocke Altstadt  am Brühlschen Ufer, vorbei am Zwinger, der Semperoper  und dem Schloss hin zur Frauenkirche am Neuen Markt, die wir als krönenden Höhepunkt auch von innen besichtigen konnten. Die Schüler waren begeistert von der Farbenpracht und Monumentalität des aus Schutt und Asche seit 1994 wieder aufgebauten Gotteshauses.

Gegen 11 Uhr hieß es bereits wieder Abschied nehmen von Dresden, denn Berlin erwartete uns schon sehnsüchtig, gleich mit einer dreistündigen Stadtrundfahrt vorbei an unzähligen Botschaften, Brücken, Kirche, Regierungsgebäuden, Szenevierteln etc. Vor allem in den hinteren Reihen der Busse ging die Aufnahmefähigkeit ob der vielen Sehenswürdigkeiten, Daten und Fakten rapide zurück. Erst am späten Abend, nachdem wir die Zimmer im Jugendhotel am Halleschen Ufer verteilt hatten, erwachten die Lebensgeister wieder, denn nicht weniger als sechs Schülerinnen und Schüler wurden in dieser Nacht 17 bzw. 18 Jahre alt.
Dienstag und Mittwoch waren kulturelle und politische Großkampftage in der Bundeshauptstadt. Wir besuchten den Bundesrat und machten uns in einem Rollenspiel mit dem komplizierten Gesetzgebungsverfahren vertraut, besichtigten den Bundestag, bestiegen – leider wieder bei Regen – die Kuppel des Reichstages  und erfuhren im Bundesverteidigungsministerium viel über die Sicherheitspolitik Deutschlands. Neben einer peniblen Sicherheitskontrolle war besonders spannend, dass zeitgleich der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Pendlerblock besuchte (Fotografieren war leider verboten).

Unser Kunstlehrer, Herr Stephan Görgner, lotste uns sicher und kenntnisreich durch das Nikolaiviertel, den ältesten Teil der Stadt hin zur Museumsinsel, die zum Weltkulturerbe zählt. Obwohl die Renovierungsarbeiten immer noch nicht abgeschlossen sind, waren wir alle von der Größe und Pracht der Anlage beeindruckt. Und zum Schluss dieser  Kulturtour bewunderten wird im Pergamonmuseum den gleichnamigen Altar und durchschritten die Prozessionsstraße von Babylon. Selbstverständlich machten wir auch noch Abstecher ans Brandenburger Tor, zum inzwischen weitgehend abgerissenen Palast der Republik und zum sehr futuristisch gestalteten Potsdamer Platz.

Einer  Gruppe von 28 Schülern war es vorbehalten, mit Frau Elisabeth Neureuter das Stasi-Untersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen zu erkunden. Eine ehemalige Gefangene beschrieb die unmenschlichen Haftbedingungen so anschaulich, dass die jugendlichen Zuhörer sichtlich betroffen waren.
Angesichts von soviel Kunst, Kultur, Geschichte und Politik war es unserem Mathematik- und Physiklehrer, Herrn Gerhard Meindl, ein Anliegen auch etwas zum Thema Naturwissenschaften anzubieten. Eine kleine Schar Interessierter folgte ihm ins Deutsche Technische Museum am Halleschen Ufer. Viele Schiffs- und Flugzeugmodelle sowie Max Planck und seine Quantenphysik wurden präsentiert. Der Renner aber war eindeutig eine Sonderausstellung zu Konrad Zuse und den Anfängen des Computerzeitalters.
Der größere Teil der Gruppe verjubelte zeitgleich sein Geld im Nobelkaufhaus KaDeWe oder in einem der vielen Geschäfte rund um den Kurfürstendamm. Abends durften die Schüler in Kleingruppen losziehen. 25 Musikinteressierte (überwiegend Schülerinnen) wollten  aber auch noch abends der Kunst frönen und besuchten mit mir das Musical „Elisabeth“ im Theater des Westens. Dabei stießen wir auf eine Reisegruppe vom Gymnasium in Mainburg, die ebenso wie wir ganz hingerissen von der traurig-tragischen Lebensgeschichte der Kaiserin „Sisi“ war.
Am Donnerstagmorgen traten wir die erste Etappe der Rückreise an und machten Station in Potsdam. Vier getrennte Führungen durch Sanssouci und die Privatgemächer Friedrichs des Großen standen auf dem Programm. In einer Art Sternmarsch sollten sich die vier Gruppen gegen 11 Uhr vor dem Weinberg zum Fototermin  im weitläufigen Schlosspark treffen. Während die Lehrer noch beschwingt und dynamisch durch die Parkanlagen lustwandelten, zeigten viele Schüler doch bedenkliche Konditionsschwächen und schleppten sich nur mit äußerster Anstrengung zum Ziel. Gott sei Dank reichte bei fast allen noch die Kraft zu einem Lächeln beim Blick in die Kamera.

Nach der Mittagspause in der Fußgängerzone Potsdams (auf eine Besichtigung des Holländischen  Viertels und des historischen Zentrums verzichtete der Lehrkörper nur schweren Herzens) steuerten wir unser letztes Etappenziel Weimar in Thüringen an. Obwohl fast alle Schüler im Bus in einen kollektiven Tiefschlaf verfallen waren und eigentlich gut ausgeruht hätten sein müssen, wollte sich in der Stadt Goethes und Schillers keine rechte Begeisterung mehr für die deutsche Klassik einstellen. Einige führten das auf den spröden Charme der Jugendherberge „Germania“ zurück, andere machten den trüben Himmel und die für einen Juli  eindeutig zu niedrigen Temperaturen dafür verantwortlich. Trotzdem wurden alle am nächsten Morgen von ortskundigen Führern noch einmal vorbei an den Weimarer Kultstätten (Schiller- und Goethehaus, Park an der Ilm, Nationaltheater, Anna-Amalia-Bibliothek usw.) geführt und so mancher soll sogar etwas vom Geist der Klassiker gespürt haben. 

Die Heimfahrt verlief unspektakulär. Es regnete nicht und bis kurz vor der Ausfahrt Pfaffenhofen blieben wir auch von Staus verschont, so dass wir bereits eine Stunde früher als erwartet um 17 Uhr unser geliebtes Moosburg wieder sahen.

Ein kurzes  Resümee: Die Fahrt war ein voller Erfolg. Wir haben sehr viel gesehen und wurden immer sicher von unseren Busfahrern Erdinc Ajiköz und Johann Wiesheu von Ziel zu Ziel gesteuert.

Die Schüler haben sich insgesamt sehr diszipliniert verhalten, so dass wir Lehrkräfte am Ende zwar auch erschöpft, aber zufrieden waren.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei meinen Mitstreitern Frau Neureuter, Frau Voigtländer, Herrn Görgner und Herrn Meindl für die gute Zusammenarbeit bedanken.

 

 





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