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05.10.2008
  Von: Lehrern und Schülern des LK Geschichte

Weimarfahrt des Leistungskurses Geschichte

 

Der LK mit „ Faust“ vor dem Thälmann-Denkmal

Gruppenfoto vor dem Römischen Haus am Ende des ersten Tages

Das Goethe-Haus am Frauenplan

Überreste der Goetheeiche auf dem Gelände des Konzentrationslagers Buchenwald

Hinweise auf Moosburg in der Sonderausstellung

Schloss Belvedere

Laienschauspieler auf der Naturbühne im Schlosspark Belvedere

Abschied von Weimar (Text und Fotos Lehrer und Schüler des LK Geschichte)

Vom 2. bis zum 5. Oktober besuchte der LK Geschichte G 20 Weimar in Thüringen. Vier Schülerinnen und 12 Schüler fuhren in Begleitung von Frau Weiß und Herrn Rausch am Donnerstagmorgen vom Bahnhof in Moosburg ab und erreichten am frühen Nachmittag die Kulturstadt in Weimar.

Kaum waren die Zimmer in der Jugendherberge „Germania“ bezogen, wurde auch schon ein erster Erkundungsgang durch die Stadt angesetzt. Er begann aber überraschenderweise nicht mit Goethe oder Schiller, sondern am neben der Herberge gelegenen Denkmal von Ernst Thälmann, dem KPD-Führer, der 1944 im nahe gelegenen Buchenwald von den Nazis  ermordet worden war und in der DDR wie eine Ikone verehrt wurde.

Vorbei am Jakobsfriedhof mit dem Grab von Christiane von Goethe und am Gauforum (einer Bausünde aus dem Dritten Reich) machten wir den nächsten Halt in der Herder-Kirche mit dem berühmten Altarbild von Lucas Cranach, einem der Wegbereiter der Reformation in Deutschland, der auch in Weimar begraben ist. Ziel des Fußmarsches war der weitläufige Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, dem Römischen Haus und vielen anderen Sehenswürdigkeiten, die Herr Rausch seinen Schützlingen alle recht detailliert nahe bringen wollte. Die hereinbrechende Dunkelheit und ein kurzer, aber heftiger Schauer  beendeten gegen 18.30 Uhr diesen „Kulturterror“.

Am nächsten Morgen, dem 3. Oktober, betraten wird schon gegen 9 Uhr die Kultstätte Weimars schlechthin, Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Der Führer, ein Germanist aus Jena, lockerte seinen Vortrag über das Universalgenie mit vielen Anekdoten auf und erkor eine Schülerin zu seiner Christiane Vulpius, die diese Rolle mit viel Bravour spielte.

Abgeschlossen wurde der Vormittag mit einem Spaziergang zur Fürstengruft auf dem Alten Friedhof. Es mutet schon etwas seltsam an, wenn man weiß, dass in dem Sarg von Schiller nichts mehr drin ist und fast 2 Jahrhunderte die Menschen zu den „falschen Gebeinen“ gepilgert waren. Diese wurden nach einer DNA-Analyse in diesem Jahr aus der Gruft entfernt und auf dem Jakobsfriedhof begraben.
Am Nachmittag konnte, wer wollte, im Stadtschloss eine weitere Ausstellung besuchen, die nicht nur seltsam hieß („Wozu braucht Carl August einen Goethe“), sondern auch seltsam anmutete.
Da gab es abends schon Handfesteres. Im Nationaltheater, wo 1919 die Weimarer Republik aus der Taufe gehoben worden war, spielte man „Kabale und Liebe“ von Schiller in einer sehr modernen Inszenierung, die überwiegend positiv aufgenommen wurde.
Am Samstagvormittag war es nass und kalt, das passende Wetter also, um das Konzentrationslager Buchenwald zu erkunden. Als der eisige Wind über den Appellplatz pfiff, konnten wir erahnen, welche unmenschlichen Strapazen Häftlinge hier beim stundenlangen Antreten erdulden mussten. Wir verzogen uns deshalb rasch in die gut beheizten Baracken mit Ausstellungen zum Lagerleben. Besonders sehenswert ist das neu konzipierte Ausstellungsgebäude zum Sonderlager der Sowjets auf dem Gelände in der Zeit von 1945 bis 1950. Auf mehreren Tafeln wird dort auch auf das Lager Moosburg a. d. Isar verwiesen, in dem die Amerikaner unmittelbar nach dem Krieg NS-Funktionäre interniert hatten. Ihre Haftbedingen waren allerdings ungleich humaner als die in Buchenwald, wo ca. ein Drittel der Häftlinge an Hunger und Krankheiten starben.

Gegen Mittag verließen wir diesen unfreundlichen  Ort wieder. Um 13 Uhr klarte der Himmel auf  und so machten wir noch einen Abstecher in das Sommerschloss der Weimarer Fürsten, ins Belvedere. Sehenswert ist die Anlage vor allem wegen ihrer großen Orangerie und dem wunderschönen Garten im Stil eines englischen Parks.

Der Abend blieb der Zeitgeschichte vorbehalten, Wir schauten uns im Kino-Center den aktuellen Film zur RAF „Baader Meinhof Komplex“ an. Ebenso wie das Publikum waren wir betroffen von der Härte der Darstellung. Dass dieser Film anschließend sehr kontrovers diskutiert wurde, kann sich jeder vorstellen.
Am Sonntag hieß es Abschied nehmen von Weimar. Wir hatte viel zur Kultur und Geschichte unseres Landes erfahren und waren froh,  aber auch geschafft, als wir gegen 15 Uhr wieder glücklich am Bahnhof Moosburg anlangten.

 

 

 





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