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17.09.2009
  Von: Karl Rausch

Exkursion des LK G20 nach Nürnberg

 

Für zweieinhalb Tage erkundete der LK G20 die Geschichte Nürnbergs

Der LK mit Frau Weiß im Hof der Kaiserburg

Blick in den Innenhof der nie fertig gestellten Kongresshalle

Die Einsamkeit der LK-Leiters auf der großen Paradestraße

Am Grundstein für das monumentale Großstadion

Auf der baufälligen Tribüne am Zeppelinfeld

Das mittelalterliche Nürnberg rund um das Dürerhaus

Vor dem Lochgefängnis im alten Rathaus

Frankenpatriotismus pur gemäß dem Motto „Frei statt Bayern“

Geschafft (Fotos: Karl Rausch)

Los ging es am Donnerstag, den 17.09.2009 mit einer zweistündigen Bahnfahrt von Moosburg in die Frankenmetropole. Nach dem Bezug der Zimmer am Burgberg besichtigten wir die Kaiserburg. Besonders beeindruckt waren die Schüler vom über 50 m tiefen Brunnen im Hof der Festung, während sie der gezwungen witzige Vortrag des Führers eher irritierte.

Anschließend wanderten wir in Kleingruppen hinunter in die Nürnberger Altstadt. Abgeschlossen wurde der erste Abend mit einem gemeinsamen Kinobesuch. Im Film „Berlin '36“ wird die wahre Geschichte der jüdischen deutschen  Hochspringerin Gretel Bergmann gezeigt, die von den Nazis dazu missbraucht wird, den drohenden Olympiaboykott durch die USA abzuwenden.
Auch  der Freitag stand zunächst noch im Zeichen der NS-Geschichte. Wir fuhren mit dem Bus zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände am Dutzendteich. Die nur im Rohbau fertig gestellte Kongresshalle (geplant für 50 000 Besucher) beherbergt seit 2001 die  didaktisch gut aufbereitete Ausstellung „Verführung zur Gewalt“, die neben einem allgemeinen Überblick über die  Geschichte des Nationalsozialismus speziell die Rolle  Nürnbergs in dieser Zeit (Reichsparteitage – Kriegsverbrechertribunal 1945/46) dokumentiert. Abgeschlossen wurde dieser Themenblock mit einer kundigen Führung durch eine Erlangener  Geschichtsstudentin rund um die Kongresshalle, über die große Paradestraße hin zum Zeppelinfeld. Die inzwischen baufälligen Tribünen zeugen ebenso wie der Grundstein für ein  für ein über  400 000 Zuschauer fassendes  Stadion vom Größenwahn der Nationalsozialisten.

Offensichtlich waren die Schüler von soviel Monumentalität derart erschlagen, dass sie das „Museum für Industriekultur“ am Nachmittag schon nach  kurzer Zeit fluchtartig wieder verließen. Dabei beherbergt dieses Museum durchaus Ungewöhnliches. In einer alten Fabrikhalle sind Werkstätten aus der Frühzeit der Industrialisierung, Arbeiterwohnungen, aber auch Geschäfte aus der Vorkriegszeit nachgebaut. Vor allem der Technikfreak kommt auf seine Kosten. Es werden alte Autos, Fahrräder, sehr viele Motorräder, Computer,  Schreibmaschinen etc. gezeigt. Ein besonderes Schmankerl ist ein Klassenzimmer, das im Stile der Zeit um 1900 eingerichtet ist. Dies fand neben einer Spickzettelausstellung noch den größten Anklang bei den Schülern.
Am Samstag rundeten wir unsere Exkursion mit der Besichtigung der historischen Altstadt ab. Schwerpunkte waren der Besuch des Dürerhauses und der Sebalduskirche sowie eine Führung durch die Lochgefängnisse am alten Rathaus.

Als gebürtige Franken genossen Frau Weiß und ich selbstverständlich die lokale Küche. Statt der blassen Weißwürste aßen wir am Hauptmarkt drei Werschdla im Weggla und ich verdrückte auf dem Nürnberger Altstadtfest ein Schäufele mit Kartoffelklöß und Sauerkraut. Und bei einem dunklen Kellerbier träumte ich von der Wiederauferstehung des Frankenreiches oder wenigstens von einem eigenen Bundesland Franken.

Insgesamt stand die Fahrt auch vom Wetter her unter einem guten Stern. Bei spätsommerlichen 25°C konnte man bis spät abends im Freien sitzen und die gute Frankenluft genießen.

Die fünf Schülerinnen und acht Schüler zeigten sich sehr interessiert und waren auch konditionell voll auf der Höhe. Spontan entschlossen wir uns am Samstag statt um 15.36 Uhr  schon  um 13.36 Uhr heim zu fahren. Das hieß vom Lochgefängnis aus innerhalb von 30 Minuten das Gepäck in der Jugendherberge abholen und dann im Schweinsgalopp quer durch die Altstadt zum Bahnhof zu hasten. Wir erreichten unser Abteil fünf Minuten vor der offiziellen Abfahrtszeit und hatten dann  gut  zwei Stunden Zeit uns von den Strapazen der Tour zu erholen, ehe wir gegen 16 Uhr wieder in Moosburg eintrudelten.





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