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12.05.2010
  Von: Karl Rausch

Studienfahrt der 10. Klassen nach Berlin

 

Bereits zum zweiten Mal fand die Studienfahrt nach Berlin in der 10. Jahrgangsstufe statt. Trotzdem gab es zwei entscheidende Neuerungen. Die Studienfahrt wurde parallel zum Austausch mit Reading/USA in die Woche unmittelbar nach den Osterferien gelegt, um so unnötigen Leerlauf im Schulbetrieb zu vermeiden. Die Aschenwolke über Island machte uns dabei allerdings einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Leider spielte auch das Wetter nicht ganz mit. Vor den Osterferien war es deutlich wärmer als danach und so starteten 86 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften am Sonntag, den 11. April vom Bahnhof Moosburg aus bei schattigen 4°C in die Bundeshauptstadt.

Die Fahrt mit dem ICE ab München wurde ebenso wie die Rückfahrt am Donnerstagabend von allen Teilnehmern als sehr angenehm empfunden. Pünktlich erreichten wir um kurz nach 16 Uhr den Hauptbahnhof Berlin und zu unserer freudigen Überraschung hatten wir nur noch 80 m vom Ausgang aus der Bahnhofshalle bis zum Hotel Meininger zu laufen. Das neu errichtete Haus mit Viererzimmern hat gehobenem Jugendherbergscharakter und erfüllte neben der zentralen Lage auch in puncto Komfort und Verpflegung alle unsere Erwartungen. Noch am gleichen Abend erkundeten Schüler und Lehrer mit ihren BVG-Netztickets in Kleingruppen die Berliner Innenstadt.

In den nächsten Tagen wurde ein dichtes Programm abgespult, das den Teilnehmern viel abverlangte. Neben dem obligatorischen Besuch im Reichstag mit Führung durch den Plenarsaal und dem Besteigen der Kuppel hatten wir auch eine angeregte Diskussion mit unserem MdB Franz Obermeier, die sich schwerpunktmäßig um Wirtschaftsfragen und Auslandseinsätze der Bundeswehr drehte. Für mich etwas überraschend waren die 10-Klässler genau politisch engagiert bei der Sache wie früher die Schüler der 11. Jahrgangsstufe.

Weil man inzwischen im Zentrum Berlins kaum noch Spuren der Mauer sieht und auch der „Palast der Republik“ einer Grünbrache gewichen ist, widmete sich ein weiterer Themenschwerpunkt der DDR. In Hohenschönhausen machten uns ehemalige politische Häftlinge mit den raffinierten und unmenschlichen Strafaktionen des MfS (umgangssprachlich „Stasi“) vertraut. Für viele Teilnehmer war dies der emotional bewegendste Teil der Studienfahrt. Ergänzt wurden diese Eindrücke durch eine Führung entlang der noch erhaltenen Mauerreste in der Bernauer Straße sowie durch einen Besuch im DDR-Museum, in dem eine unserer Teilgruppen den DDR-Alltag eher spielerisch kennen lernte.

Erste Konditionsschwächen zeigten die Schüler auf der Museumsinsel, denn es standen gleich zwei Häuser auf dem Programm. Die Erkundung des im Krieg fast völlig zerstörten Neuen Museums mit der weltberühmten Gipsbüste der Nofretete und anschließlich noch das Erklimmen des Pergamonaltars und das Durchschreiten der Prozessionstraße von Persepolis im Pergamon-Museum fanden ein eher geteiltes Echo. Dass eine Schülerin gar noch freiwillig in ein drittes Museum, in die Alte Nationalgalerie, stürmte, wurde nur mit Kopfschütteln quittiert.

Aus den vielen sonstigen Führungen und Besichtigungen seien stellvertretend noch folgende Unternehmungen genannt: Eine Teilgruppe besuchte das Olympiastadion und erwanderte am Donnerstagmorgen den Park des Schlosses Charlottenburg mit dem nur in diesem Jahr anlässlich ihres 200. Todestages zugänglichen Mausoleum von Königin Luise. Andere wieder erkundeten das Jüdische Museum und das Holocaust-Denkmal sowie die Berliner Synagoge.

Bei der Mittagspause am Potsdamer Platz wurden wir schier erschlagen von der monumentalen Größe der nach der Wende hochgezogenen Gebäude.
Am Montagabend begleiteten Frau Warthemann und ich eine Gruppe ins Musical „Dirty Dancing“, während Frau Schmidt am Dienstag mit einer zweite Gruppe im „Der Schuh des Manitu“ weilte.

Am letzten Tag hatten alle am Nachmittag noch Zeit einkaufen zu gehen. Deshalb zeigten wir unseren Jugendlichen die Konsumtempel „KaDeWe“ und das Kaufhaus „Lafayette“ in der Nähe des Gendarmenmarktes. Neben dem gewaltigen Angebot beeindruckte sie insbesondere das gehobene Preisniveau. Kurz vor Mitternacht erreichten alle wieder wohlbehalten Moosburg. Trotz des anstrengenden Programms waren die meisten Schüler von der Fahrt begeistert, lediglich die Temperaturen und Ausgangsregelung empfanden sie als zu kühl bzw. restriktiv. Neben der guten Betreuung durch die Deutsche Bahn möchte ich mich hier besonders bei den Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement rund um die Uhr bedanken. Frau Schmidt, Frau Steringer, Frau Warthemann, Herr Hager und Herr Reif trugen ganz wesentlich zum Gelingen der Studienreise bei und gestalteten einen Großteil der Programms völlig eingenständig aus, so dass ich mich weitgehend auf Koordinationsaufgaben beschränken konnte.

 





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