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16.03.2002
  Von: Veronika Beer (Moosburger Zeitung)

"Möglichst viele halbe und ganze Menschen"

 

Wolfgang Hansjakob als neuer Leiter des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums offiziell ins Amt eingeführt

Moosburg. Bunte Frühlingsblumen und farbenfrohe Dekoration symbolisierten einen Neuanfang am Karl-Ritter - von-Frisch-Gymnasium: Nach dem Ausscheiden des langjährigen Schulleiters Wolfgang Dietze wurde gestern sein Nachfolger offiziell willkommengeheißen. Zu Ehren Wolfgang Hansjakobs hatten Schüler und Lehrer ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt, worüber sich der Musikpädagoge sichtlich freute. Zu seinem Einstand waren auch Landrat Manfred Pointer, Ministerialbeauftragter Bernhard Heinloth, Bürgermeister Anton Neumaier sowie viele Freunde und ehemalige Kollegen erschienen.

Den musikalischen Einstieg machte das Orchester unter Leitung von Hans Grichtmaier. Der populäre Marsch "Pomp an circumstance" des englischen Komponisten Edward Elgar tauchte die Veranstaltung dem Titel gemäß in eine prächtige, prunkvolle Atmosphäre. Studiendirektorin Christiana Heinritzi, ständige Stellvertreterin von Wolfgang Hansjakob, richtete Grußworte an die Anwesenden, zu denen auch Gründungsdirektor Dr. Norbert Herrmann, Sparkassendirektor Kastulus Hagl sowie die Geistlichkeit und die Familie des Schulleiters gehörten. "Wir sind offen für neuen Schwung", meinte Heinritzi.

Ministerialbeauftragter Bernhard Heinloth präsentierte sich in seiner Ansprache in gewohnter Weise locker und witzig. Im Jugend-Slang meinte er, es sei wohl üblich, den neuen "Direx" mit Vorschußlorbeeren zu überhäufen, ohne zu wissen, was einen erwarte. "Wer ist denn der Neue?", stellte Heinloth zur Diskussion. "Wird er ein cooler Abblocker sein oder ein Typ, der als dynamischer Stürmer gute Vorlagen gibt und junge Menschen zu begeistern weiß?" Um diesen Rätseln auf die Spur zu kommen, müssten Schüler und Lehrer noch etwas Zeit verstreichen lassen, so der Gast.

Engagiert und einfallsreich

Heinloth selbst zeigte sich allerdings ausgesprochen zuversichtlich, habe  doch ein früherer Chef Hansjakob als engagierten Menschen mit Einfallsreichtum und Kritikfähigkeit bezeichnet. Er sei fest davon überzeugt, dass der "Neue" ausgezeichnet zu einem solch lebendigen Gymnasium wie Moosburg passe. Es folgte ein schwungvolles Andante von Oberstudienrat Bernhard Huber und Studienrätin Christine Höcht. Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate für zwei Klaviere wurde in Perfektion vorgetragen.

Landrat Manfred Pointner bezeichnete die Amteinführung als spannenden Augenblick, der immer viele Fragen und neue Wünsche aufwerfe. "Um das Budget nicht zu sprengen, bitte ich Sie deshalb, den ohnehin schon guten Ruf der Schule nicht allzu schnell auszuweiten", lautete die scherzhafte Mahnung an Hansjakob. Zur Belustigung der Anwesenden sprach Pointner von übertriebenen Expansionsvorstellungen, bei denen Schüler am Ende in Containern unterrichtet werden müssten.

Bierkrug soll wachsen

Auch Bürgermeister Anton Neumaier zeigte sich humorvoll. Trotz "Wahlkrampf" sei er der Einladung gerne nachgekommen. Nach freundlichen Wünschen für die Zukunft überreichte er Wolfgang Hansjakob unter anderem einen kleinen Bierkrug der Stadt mit den Worten: "Das ist zwar die Miniausgabe, aber jeder hat einmal klein angefangen." Durch gute Leistungen könnten Beliebtheitsgrad und Kruggröße bald schon überdimensionale Formen annehmen. Auch Constanze Schäfer vom Elternbeirat gratulierte zum Einstieg und überbrachte die besten Wünsche.

Chor und Mini-Bigband gaben daraufhin Stevie Wonders Lied "You are the sunshine" zum besten. Ungewöhnliche Klänge bescherten "Drehleiher" und "Krummhorn" beim Moosburger Graduale. Jazzig wurde es schließlich bei schwungvollen Songs von Louis Armstrong und Shalom Secunda. Den Kontrast dazu lieferte eine Einlage der Theatergruppe unter Leitung von Oberstudienrätin Inge Wachsmuth. Bertolt Brechts "Lob des Lernens" wirkte auf Zuschauer bewußt befremdend; Masken und Trommelschläge zogen die Aufmerksamkeit auf sich.

Dirigent der Harmonien

Zum Schluß stellte sich Wolfgang Hansjakob den Anwesenden persönlich vor. Als Musiker wolle er nun auch "Dirigent" der Schule sein, wobei er allerdings auf die Unterstützung von Lehrer und Schülern angewiesen sei. Guter Wille und viel Verständnis füreinander würden mit Sicherheit zu einer "konsonanten" Lösung führen. Zum Ende zitierte der "Chef" Johann Wolfgang von Goethe: "Wer Musik nicht liebt, ist kein Mensch. Wer Musik nur liebt, ist ein halber. Wer sie betreibt, ein ganzer Mensch." In diesem Sinne wünsche er sich möglichst viele halbe und ganze Menschen.

Unter musikalischem Motto stand auch der Höhepunkt der Veranstaltung, nämlich das abschließende Bariton-Solo von Wolfgang Hansjakob, der symbolhaft einen Ausschnitt aus "Zuneigung" von Richard Strauss zum Vortrag brachte. Wie überzeugend er damit auf alle Anwesenden wirkte, bestätigte der stürmische Applaus.





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