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22.04.2001
  Von: Christiane Pongratz, 10. Klasse

Schüleraustausch 2001: für 27 Moosburger Gymnasiasten ein absolut unvergessliches Erlebnis

 

Freitag, 30.März, 9.35 Uhr.
Nach und nach trafen wir, insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sowie Herr Loibl, der die Reise und den Austausch durchführte, am Haupteingang des Karl-Ritter-von Frisch-Gymnasiums ein, dem Treffpunkt für unseren dreieinhalbwöchigen Schüleraustausch mit Columbus im US-Staat Ohio.
Dicht gedrängt verabschiedeten wir uns am Bus zum Flughafen von den Eltern und den „Daheimbleibern“, wobei so manche die Tränen nicht zurückhalten konnten. Aufgeregt wurden die ersten Fotos geschossen, das erste Gruppenfoto für die Moosburger Zeitung gemacht.
 

Dann ging es ans Gepäckeinladen und schließlich saßen wir alle glücklich aber auch sehr aufgeregt im Bus, kontrollierten nach, ob wir Pass und Geld dabei hatten und lehnten uns zurück, als uns Herr Dietze noch ein paar aufmunternde Abschiedsworte  mit auf den Weg gab.
Am Flughafen angekommen, zogen wir unsere Koffer zum US-Airways Schalter, wo wir bald einchecken konnten. Um 13.15 Uhr startete schließlich unsere Boing 757, mit der wir 9 Stunden nach Philadelphia fliegen sollten.

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte und wir bzw. Herr Loibl Bekanntschaft mit einer anderen Reisegruppe aus Altötting gemacht hatten, wurde es trotz Essen und Videos den meisten langweilig und wir waren froh, als wir endlich in Philadelphia ankamen. Wir mussten unser Gepäck abholen, die Einwanderungs- und Zollformalitäten erledigen und neu einchecken. Dabei kam es dann schon zu den ersten richtigen „fremdsprachlichen“ Begegnungen. Der Anschlussflug dauerte zum Glück nur eine gute Stunde und gleich nachdem wir angekommen waren, wurden wir -total aufgeregt und auch ein bisschen ängstlich-,  von unseren Austauschpartnern empfangen, manche mit Luftballons und bunten Schildern. Wir zerstreuten uns sehr schnell, jede Familie zog ihren Gast zu sich hin  und man bekam nicht mehr viel von dem mit, was mit den anderen so geschah.
Das erste Wochenende wurde in der Familie verbracht und die meisten lernten an diesen Tagen mehrere Shopping-Möglichkeiten kennen, fuhren ins Einkaufszentrum in die Stadt oder ins Kino.
Am Sonntag (Palmsonntag) wäre ein Kirchgang angesagt gewesen, was aber fast keiner gemacht hat und schließlich trafen sich ein paar nachmittags bei einer Synchronschwimmveranstaltung und abends war bei Christinas Austauschpartnerin noch eine Willkommensparty, wo sich zum ersten Mal alle Deutschen mit ihren Partnern wiedersahen.

Der Montag war wegen eines „Korrekturtag für Lehrer“ glücklicherweise auch frei und wir gingen in ein Erlebnismuseum (Columbus Museum for Science and Technology), wo man sehr viele Experimente selbst ausprobieren kann.
Am Dienstag war Schule und wie trafen uns im German-Room, um Organisatorisches für die Chicago-Reise, die die nachfolgenden zwei Tage stattfinden sollte, zu besprechen. An diesem Tag begleiteten wir unsere Partner den ganzen Tag in ihre Unterrichtsstunden; bis 15.05 Uhr dauerte  die Schule dort und zum Mittagessen (lunch) fuhren wir meistens in irgendein Fast-Food-Restaurant in der Nähe. Nach der Schule treiben alle amerikanischen Schüler noch irgendeinen Sport in einem Team,  z.B. Rudern, Baseball, Basketball, Lacrosse. Die Upper Arlington High School bietet hierzu ideale Möglichkeiten, von denen wir nur träumen können. Sogar ein eigener großer Indoor-Pool gehört zur Schule.
Zahlreiche Urkunden an den Wänden beweisen, dass die Schule auch national keine unbekannte Größe ist.

Am nächsten Tag mussten wir früh aufstehen, da unser Flieger nach Chicago schon um 07.15 Uhr ging und wir fuhren in Fahrgemeinschaften zum Flughafen. Der einstündige Flug, den die meisten noch zum Schlafen nutzten, ging schnell vorbei und schon standen wir in der Weltstadt Chicago, genannt „the windy city“.
Mit der S-Bahn ging es dann durch die Vororte zum Stadtzentrum, wo wir erst einmal im Hotel eincheckten und dann gleich in einen  „Subway“ zum Essen gingen, da wir schon ziemlich Hunger hatten.
Per „Loop“( U-Bahn-, bzw. S-Bahn) fuhren wir zum Michigan-See, der so groß ist wie Bayern und wie ein Meer vor uns lag. Wir machten viele Fotos, vor allem von der atemberaubenden Skyline!

Mittaggegessen haben wir in einem Entertainment Center (Navy Pier) und nachdem wir nachmittags noch ein bisschen sight-seeing gemacht hatten, fuhren wir abends noch auf den Hancock-Tower, der 93 Stockwerke hat und die versprochene wundervolle Aussicht über Chicago bei Nacht wahr werden ließ.
Danach ging es noch ins neurenovierte Hardrock Cafe, wo sich manche mit T-Shirts regelrecht eindeckten! Spät abends kamen wir bei unserem Hotel an, um am nächsten Morgen schon wieder früh aufzustehen, um die Börse und ein Das Art Institute (Kunstmuseum) anzuschauen und auch noch ausgiebig shoppen gehen zu können!
Am Abend des Rückflugs nach Columbus wurde unser Flug um zwei Stunden verschoben, da draußen ein Schneesturm wütete. Es herrschte große Erleichterung, als endlich die Starterlaubnis kam und wir uns nach langem Warten in der Luft befanden. Doch anscheinend hatten wir uns zu früh gefreut, denn der Flug wurde von extremen Turbulenzen begleitet. Unsere Gasteltern erwarteten uns schon am Flughafen, sichtlich müde, denn sie waren zwei Stunden am Flughafen gestanden, um auf uns zu warten.

Am nächsten Tag waren wir alle ziemlich fertig, da wir nicht viel Schlaf bekommen hatten. Herr Loibl führte uns durch sie Schule und am späten Vormittag schlossen wir uns unseren Partnern an und verbrachten auch den Nachmittag mit ihnen.
Das Wochenende verbrachten wir wieder in unsere Gastfamilien, wo wir uns in kleinen Gruppen wieder zusammengeschlossen und etwas unternommen hatten, wie z.B. Basketball spielen oder ins Kino gehen.
Am Samstag kamen die drei „Neuen“, die schon letztes Jahr dabei gewesen waren, aus Moosburg zu unserer Gruppe dazu. An diesem Tag war auch eine Party beim Max  organisiert, die sehr lustig war. Den Sonntag verbrachten wir wieder mit der Familie, sei es mit Kirchgang oder ohne.
Am Montag in aller Frühe ging es nach Washington D.C., in die Hauptstadt Amerikas.

Nachdem unser Bus schon 30 Minuten zu spät war, mussten wir nach einstündiger Fahrt feststellen, dass wie auf der rechten Seite einen Platten hatten.
Doch unser Busfahrer „Captain“ Dave gab sein Bestes und nach 30 Minuten Wartezeit befanden wir uns wieder auf dem Highway, auf dem wir durch fünf Staaten hindurch nach Washington  kommen sollten. Nach achtstündiger Fahrt mit unserem 25-jährigen Klapperbus kamen wir schließlich an unserem Hotel an, das überraschend gut ausgestattet war, luden müde das Gepäck aus und warteten auf die Zimmerschlüssel in Form von Plastikkarten, die inzwischen von Herrn Loibl besorgt wurden. Am Abend unternahmen wir in unserem Bus, der uns die ganze Woche zu Verfügung stand, noch eine kleine Stadtrundfahrt, um ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen,  z.B. den Obelisk des Washington Monuments, und etliche andere Wahrzeichen der Stadt.
Die folgenden Tage nutzten wir, um sämtliche Denkmäler und Gebäude anzusehen, wie das Capitol, das Lincoln Memorial und das Vietnam Memorial. Auch die Museen kamen nicht zu kurz, wir besichtigten das Air and Space Museum, das Museum of American History und natürlich auch die National Gallery.
Eine der Höhepunkte war das NBA Basketballspiel  der Chicago Bulls gegen Washington Wizards , bei dem wir für nur 10$ pro Ticket zuschauen konnten.
Nachdem wir vor dem Weißen Haus noch in unseren Brez’n-Shirts Fotos gemacht hatten, liefen uns zufällig Herr und Frau Stettmeier aus Moosburg an der nächsten Ecke über den Weg !

Die folgenden Tage war das Wetter nicht besonders. An einem Tag fuhren wir noch nach Annapolis, einer Stadt am Chesapeake  Bay, d.h. ein Strand an der Ostküste Amerikas, wo wir viele Fotos gemacht haben und die riesige Bay Bridge bestaunt haben.
Abends aßen wir in einem „all you can eat“- Restaurant und gingen dann ins Hotel zurück , um uns für die Heimreise am folgenden Tag auszuruhen, was wir aber nicht wahrgenommen haben, sondern noch kleine, teils sehr lang dauernde
Treffen auf unseren Zimmern veranstaltet haben.
Am Freitag fuhren wir noch in die National Cathedral, um die Architektur der Kirche zu bewundern.
Die Heimreise war wieder sehr lange und wir waren froh, in Upper Arlington wieder von unseren Partnern abgeholt zu werden.

Am Wochenende waren wir wieder in der Familie, um am Samstag Vorbereitungen zum Osterfest am Sonntag zu treffen und Verschiedenes herzurichten. Allgemein mussten wir feststellen, dass man Ostern nicht so intensiv feiert wie bei uns in Deutschland, aber das kommt wohl auf die Konfession an. Bei den meisten kamen Verwandte zusammen und man verlebte einen gemütlichen Familientag.
Montag hieß es  “auf zur letzten Woche“, man begleitete seinen Partner wieder in der Schule, wo nicht die Lehrer die Klassenzimmer wechseln, sondern die Schüler, die sich auch nicht besonders anstrengen müssen, um gute Noten zu kriegen, da sie fast nur multiple-choice-tests („Ankreuz-tests“) haben und sogar auf ihre Hausaufgaben Punkte kriegen.
Auch der Dienstag war noch ein regelmäßiger Schultag für uns, aber am Mittwoch und Donnerstag machten wir noch zwei kurze Stadtausflüge nach Columbus ins Zentrum, da wir allen in Upper Arlington , einem etwas besserer Viertel der Stadt, wohnten. In Columbus sind wir noch ins State House (wo alle Regierungsgeschäfte des Staates Ohio abgewickelt werden) und ins Gefängnis (state jail), wo eine eher bedrückende Stimmung herrschte, als man den amerikanischen Strafvollzug mit eigenen Augen erleben durfte.
Am Freitag war noch einmal Schule. Wir besuchten nicht alle Stunden unserer Partner, da diese auf die Dauer langweilig wurde, wenn man ein Semester lang jeden Tag nur denselben Stundenplan hat. Deshalb trafen wir uns öfters in der Bibliothek  an den Computern, um E-mails nach Hause zu schicken oder wir kamen einfach in die Cafeteria, um „verbotenerweise“ Karten zu spielen und zu ratschen. Am Abend war noch eine Farewell-Party, die Abschiedsparty,wo alle Deutschen der Reihe nach ihrer Gastmutter eine Rose überreichten. Dort signierten wie auch die Brez’n-Shirts, so dass jeder von uns ein schönes Andenken mit nach Hause nehmen konnte. Wir sangen Herrn Loibl auch ein selbstgedichtetes Lied („Superhans“) und überreichten ihm ein Superman-T-Shirt. Nachdem wir gegessen hatten, hielt Herr Loibl noch eine Rede und wir machten uns ans Aufräumen, um später noch bei Jojo`s Partnerin weiterzufeiern.
Der Samstag war der letzte mit der Familie und am Abend war noch eine letzte Party beim Max. Der Sonntag war von der Hektik des Kofferpackens begleitet und um 13.30 Uhr trafen alle am Flughafen ein. Hier blieb kein Auge trocken, da sich die meisten mit ihren Partnern ausgezeichnet verstanden hatten und ein familiäres Verhältnis entstanden war.
Schließlich waren auch die letzten Umarmungen vorbei und wir saßen traurig, das alles verlassen zu müssen, im Flugzeug nach Philadelphia. Doch schon bald kam die Vorfreude auf zu Hause und auf das Wiedersehen mit der eigenen „echten“ Familie.
Die letzten Fotos wurden gemacht und der Aufenthalt in Philadelphia wurde noch zu einem kleinem Imbiss genutzt. Dann ging es in den Flieger nach Hause, wo wir schon von aufgeregten Eltern empfangen wurden.
Ich möchte mich noch einmal im Namen aller Austauschschüler bei Herrn Loibl bedanken, der mit unglaublichen Anstrengungen und großer Mühe diesen Austausch zu einem unvergesslichem Erlebnis für uns werden hat lassen!!!!!

 

 

 

 





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