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17.05.2011
  Von: Niko Firnkees

Elisabethanische Eleganz in Wort und Ton

 

Matinee samt Q11 am Gymnasium widmeten sich Shakespeare und seinem Umfeld

Moosburg.

Es gibt wahrlich genug Gründe, über das G 8 zu lästern. Auch wenn die Minister Schneider und Spänle die gröbsten Pfuschereien ihrer Vorgängerin relativ geräuschlos und effizient beseitigt haben, die Kritik am Achtjährigen dauert an. Man kann aber auch das Beste aus der Situation machen. So wie am Sonntagvormittag in der Aula des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums: Ohne das G 8 hätte es die dort abgehaltene Matinee in dieser Form nicht gegeben; und das wäre schade gewesen.

Q11-Kurse hatten unter den Lehrkräften Susanna Weiß und Christiane Rabl ein Shakespeare-Projekt betrieben, das zum einen in die Darstellung der Zeitumstände an mehreren Schautafeln mündete. Zum anderen rezitierten Schüler in historischer Kleidung, die man vom Festspiel-Förderverein ausgeliehen hatte, Sonette und Ausschnitte aus Theaterstücken des Dichters. Deklamation und Aussprache waren konsequent an die damalige Zeit angepasst, der unaufdringlich rhythmisierte Textvortrag wurde zum Genuss.

Bei dieser Gelegenheit konnte man im Hintergrund ein Cembalo erblicken. Dieses hatte Tobias Rottmann, seit Herbst Musikerzieher am Gymnasium, unter Berücksichtigung seiner Erkenntnisse über historische Spielpraxis selbst gebaut. In der Matinee erlebte es mit Werken von William Byrd seine Einweihung. Byrd, der einem breiten Publikum eher als Komponist von mit der Laute zu begleitenden Liedern bekannt ist, hatte sowohl Tanzsätze komponiert als auch einen Mikrokosmos der polyphonen Kompositionskunst seiner Zeit. Die hexatonische Reihe von "c" bis "a" zog sich dabei kunstvoll verarbeitet durch eine gesamte Phantasie.

Rottmann leitete auch die "FreiSinger". Die zehn Sängerinnen und Sänger hatten sich 2008 ursprünglich als Gospelensemble formiert, bevor sie nun klassischen Boden betraten. Sie bewiesen dabei eine sehr saubere Intonation und eine hohe und sehr homogene Klangkultur. Die Akkorde waren vom Feinsten, die Aussprache von Werken Ravenscrofts, Morleys, Bennets oder Farmers gelang diktatfähig und ausdrucksstark. So wie es das vokale Kleinod eines Madrigals eben erfordert. Bezüge zu antiken Figuren wie Nymphen oder Hirten wurden ebenso deutlich herausgearbeitet wie die Gleichsetzung äußerer und innerer menschlicher Eigenschaften mit den Jahreszeiten.

Die "FreiSinger" kommen nicht nur aus Freising. Etliche der Mitwirkenden besuchen als Schüler das hiesige Gymnasium oder unterrichten dort als Lehrer. Beste organisatorische Voraussetzungen also, um in absehbarer Zeit wieder in Kooperation mit Englisch oder mit anderen Fächern eine Matinee stattfinden zu lassen.

Moosburger Zeitung, 17.05.2011





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