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25.03.1998
  Von: Inge Wachsmuth

Großes Solo für eine Gruppe

 

"Joseph" und seine Brüder und Schwester(n)

Im Anfang war die Idee - und die hat Herrn Grichtmaier bewogen, bereits im Mai 97 ein fächerübergreifendes Projekt auf die Beine zu stellen: Ein Musical soll's sein, "Joseph", von Andrew Lloyd Webber, Publikumsmagnet seit langem auf öffentlichen Bühnen und auch im schulischen Rahmen.

Und die Idee gewinnt allmählich an Kraft. Ab dem neuen Schuljahr 1997/98 wird es ernst mit der Gestalt-Werdung des Projekts: Herr Schmidbauer, der 'Künstler', geht daran, das Bühnenbild, die Plakate, die Eintrittskarten zu entwerfen, gemeinsam mit engagierten Mitstreitern, männlichen und weiblichen, aus Schülerkreisen - eine Aufgabe, der sich alle - so die einhellige Meinung - kunstvoll entledigen.

Frau Hefele und Frau Zieglmeier, Handarbeitslehrerinnen und so Meisterinnen im Umgang mit Nadel und Faden, schneidern die farbenprächtigen, perfekt sitzenden Kostüme der Protagonisten.

Frau Wachsmuth, ihres Zeichens Deutschlehrerin und nebenberuflich "Dramaturgin" der Theatergruppe am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium, nimmt sich der Spielhandlung mit an, insbesondere der Rolle des Joseph, von Florian Festner, K13, hingebungsvoll und stimmgewaltig verkörpert. Sie kümmert sich auch um den roten Faden zwischen den Gesangspassagen: Aus ihrer Feder stammen die von den Erzählerinnen dialogisch-pointiert gesetzten Anmerkungen zum Inhalt der jeweils englischsprachigen Songs, um das Publikum damit auf deutsch auf dem laufenden zu halten.

Und nicht zuletzt der Ideengeber selbst, Herr Grichtmaier, der den Takt-, manchmal durchaus 'Zucht'stock schwingt für den großen Chor und das Orchester und der sich obendrein noch zwei starke Frauen ins Team holt: Frau Skudelny - temperamentvolle 'Dompteuse' des kleinen Chors und Frau Grottenthaler - Choreographin, Mitorganisatorin, Regisseurin und oft ruhender Fels in der Brandung. Es wollen nämlich ca. 150 hochmotivierte, zu allem bereite Akteure, Schüler und Schülerinnen und erfreulicherweise auch Lehrer (die Herren Hensel, Höhn, Pawlik, Römer, Zuber und Frau Pawlik) mit zum Teil beachtlichem schauspielerischem Potential, geführt und bewegt werden.

Und dann, im März, der Endspurt - gewaltiger Kraftakt für alle Beteiligten: ein Gymnasium am Rande des Nervenzusammenbruchs! Schauplatz ist die Burg zu Nürnberg: Da pfeift's und geigt's und klingt's und singt's und tanzt's.

Das Probenwochenende vom 13. - 15. März 98 schweißt die Verantwortlichen und Mitwirkenden endgültig zu einer verschworenen, homogenen Truppe zusammen, die sich jetzt verbissen und hochkonzentriert der Herausforderung stellt - der Premiere von "Joseph", die am 25. März 98 in der Stadthalle von Moosburg stattfinden soll und ...stattfindet, mit einer Reprise am Tag darauf.

Der Erfolg beider Aufführungen ist überwältigend: Zweimal ausverkauftes Haus, enthusiastische Kritiken angesichts der gesanglichen, musikalischen, schauspielerischen und tänzerischen Leistungen - hochverdiente Streicheleinheiten für monatelanges, ermüdendes, nervenaufreibendes Proben und Probieren.

Der Zuspruch und die einhellige Begeisterung des Publikums drücken sich auch in klingender Münze aus. Die Finanzierung dieses Mammutprojekts, bis zuletzt unser Sorgenkind, ist auf einmal kein Thema mehr: Zusätzlich gestützt von großzügigen Spenden großherziger Gönner, verwandelt es sich in einen Selbstläufer, der uns erleichtert aufatmen läßt und der es uns letztlich erlaubt, zwei nochmalige Aufführungen des Musicals im Juli 1998 ins Auge zu fassen.

"Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen!"

Vielleicht ließe sich so das Résumé aus diesem Unternehmen am ehesten in Worte kleiden: Über dem Lustgewinn, den man aus Erfolg bekanntlich ziehen kann, ist der pädagogische Nutzen eines solchen fächerübergreifenden Großprojekts nicht zu vergessen, das, was es bedeutet, in gemeinsamer Verantwortung, noch dazu mit Spaß, auf ein Ziel hinzuarbeiten, Gruppeninteresse über Eigennutz zu stellen, kostbare Freizeit zu opfern und 'danke' sagen zu lernen.

Und Dank gebührt nicht unwesentlich auch dem Schulleiter, Herrn OStD Dietze, für seine stets offene Tür bei allen Problemen, den immer hilfs- und vor allem 'tipp'bereiten Sekretärinnen, Frau Hammerschmid und Frau Schneider, und den zum Teil überaus geduldigen und gutwilligen KollegInnen angesichts der unausbleiblichen Unterrichtsstörungen und -ausfälle.

Wir - die für "Joseph" verantwortlichen LehrerInnen - danken jedoch zuletzt und ganz besonders herzlich der phantastischen Crew von Schülerinnen, Schülern und Lehrern, die vor, auf und hinter der Bühne bewiesen haben, daß sie gemeinsam einfach 'genial' sind.





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