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09.06.2011
  Von: Robert Stangl

Mehrkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro

 

Mangelhafte Stahlbetondecken am Gymnasium machen Generalsanierung erneut deutlich teurer

Moosburg.

"Unerfreuliche Nachrichten" hatte Landrat Michael Schwaiger am Mittwoch für den Ausschuss für Schule, Kultur und Sport: Die Generalsanierung des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums wird erneut deutlich teurer als bisher geplant. Schuld daran sind gravierende Mängel an den Stahlbetondecken in den Bauteilen I und II, die jetzt im Laufe der Baumaßnahme entdeckt wurden. Diese müssen dringend repariert werden, sonst "ist die Standsicherheit des Gebäudes nicht nachweisbar", schreibt die Verwaltung. Kostenpunkt: 1,6 Millionen Euro.

Die Sanierung des Moosburger Gymnasiums läuft schon eine ganze Weile. Bereits im März vergangenen Jahres machten die Ausführenden eine erschreckende Entdeckung, als sie den fehlenden Brandschutz im Bauteil I feststellten. Und jetzt der nächste Hammer: Bei weiteren Be standsuntersuchungen an den tragenden Bauteilen wurden die noch vorhandenen Schalkörper abgenommen, darunter kamen "eigenartige Risse" zum Vorschein, sagte Architektin Birgit Radlmeier gestern während der Schulausschusssitzung. Die Stahlbeton-Rippendecken sind schwer beschädigt, "da ist eigentlich gar kein Beton mehr dran", so Radlmeier. Das habe den zuständigen Statiker zu der Aussage gebracht, es sei "kein tragendes Teil mehr da" und man brauche "eine Betonsanierung im großen Stil".

Dafür müssen die Betonrippen ausgeschalt werden, und danach wird der fehlende Beton mittels eines "Spritzbetonverfahrens" aufgebracht. In den Räumen wurden jedoch bereits neue Fenster eingesetzt, die es nun natürlich zu schützen gilt. Nicht vor dem Spritzbeton geschützt werden kann allerdings der erst einige Jahre alte Bodenbelag. Dieser muss anschließend erneuert werden.

Insgesamt kostet die Generalsanierung des Gymnasiums damit nicht wie bisher geplant 4,1 Millionen Euro, sondern 5,7 Millionen. "Das ist für uns eine sehr unbefriedigende Situation", sagte Landrat Schwaiger. Rechnet man die 2,6 Millionen für die gleichzeitig laufende energetische Sanierung hinzu, liegen die Kosten schon bei 8,3 Millionen Euro, hinzu kommt die Miete für das Containerdorf, das wohl deutlich länger stehen bleibt als bis Ende des Jahres - monatlich über 18 000 Euro.

Das bringt Angelika Werner-Ripperger von den Grünen auf die Palme. Sie findet es "sehr ärgerlich", dass man mit der Sanierung überhaupt begonnen hat. "Für das Geld hätten wir fast etwas Neues bekommen", so Werner-Ripperger. Bei der Besichtigung des Schulausschusses vor knapp zwei Monaten sei die Architektin noch "euphorisch" gewesen, die Bausubstanz sei gut. Mittlerweile sehe man: "Die Bausubstanz ist mies!" Und weiter: "Ich habe das Gefühl, dass die Spitze noch nicht erreicht ist." Martin Pschorr (SPD) entgegnete: "Wir können uns ärgern und lamentieren, aber es wird uns nichts anderes übrig bleiben", als die Sanierung durchzuführen, wenn die Statik nicht gewährleistet ist. "Auch wenn der Kämmerer immer depressiver wird."

Weil die Betonsanierung sehr dringend ist, hatte der Landrat "per Eilentscheidung" die notwendigen Ausschreibungen bereits getätigt, da diese im bereits genehmigten Kostenrahmen liegen. Eine Reihe weiterer Gewerke, die nun ohnehin ausgeschrieben hätten werden müssen, müssen hingegen erst vom Kreisausschuss und im Juli vom Kreistag abgesegnet werden. Der Schulausschuss erteilte dem Landrat einstimmig das Einverständnis, die Generalsanierung um die Betonarbeiten zu erweitern und die erforderlichen Mittel im Haushalt 2012 bereitzustellen.

Moosburger Zeitung, 09.06.2011





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