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30.06.2001
  Von: Moosburger Zeitung

Boogie, Bach und Blumen für die Besten

 

Abiturfeier am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium - "Schule war ein Teil des Lebens"

Moosburg. Mit einem "event" verabschiedeten sich am Freitag nachmittag die Abiturienten des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums von ihrer Schule: Zur Zeugnisverleihung wurde jeder mit einer Rose, einem Kinderfoto und mit dem passenden Song bedacht. Ansonsten gab es viele gute Wünsche für den besten Jahrgang, den das Gymnasium jemals hervorgebracht hat, und für die
Noten-Spitzenreiter natürlich Geld und Sachpreise.

Jazzig eröffneten Caroline Roth (Saxophon) und Stephan Schmidt (Klavier) mit Charly Parkers "Billie's Bounce" den Festakt. Vroni Fenzl an der Violine brachte Bach zu Gehör, und Axel Hellmich griff mit einem fetzigen Boogie in die Tasten.Landrat Manfred Pointner blickte zurück auf jenen Tag vor 37 Jahren, als er selber "da unten" saß und mit mehr oder weniger Spannung auf sein Abi-Zeugnis wartete. "Wer da was gesagt hat, weiß ich nicht mehr", schmunzelte der Landkreischef, aber an das überschwengliche Gefühl von Erleichterung, Genugtuung und Freude über diesen ersten sichtbaren Erfolg im beruflichen Leben erinnerte er sich gut. Er mahnte die Abiturienten, dankbar zu sein: Eltern und Lehrern, aber auch Staat und Steuerzahlern, denn immerhin gebe der Landkreis als Sachaufwandsträger jährlich eine Million Mark fürs Moosburger Gymnasium aus.Die Glückwünsche der Stadt überbrachte dritter Bürgermeister Ludwig Kieninger. Er sah berechtigten Grund zum Stolz, liege doch ein langer Schulweg hinter der Absolvia. Kieninger: "Genießen Sie den Erfolg und entscheiden Sie sich richtig für den weiteren Weg, damit Sie glücklich werden im Beruf."Auch Elternbeiratsvorsitzende Anneliese Scheikl erinnerte an die vergangenen neun oder zehn Jahre mit all ihren Höhen und Tiefen. Bei der Rückschau, meinte sie, sei auch Dank angebracht an all jene, "die Euch bis hierher begleiteten, ermutigten, ermahnten, lobten". All diese Menschen seien wichtig gewesen für die Abiturienten, hätten sie zu dynamischen jungen Leuten gemacht. Immer wieder von Zwischenapplaus begleitet war der humorvolle Vortrag von Absolvia-Sprecher Cajetan Neubauer, der von "komischen Leuten" erzählte, die Kartenständer aus den Fenstern geworfen hätten und zwischen den Zähnen pfeifen konnten. Bei der witzigen "Abrechnung" mit den Lehrkräften bekam auch Ludwig Zellner sein Fett ab, "der neuerdings nicht mehr so häufig mit den Blondinen aus der Mittelstufe flirtet". Schule, so Neubauer, sei jedoch nicht nur Tortur und Maschinerie der Wissensvermittlung gewesen, sondern auch ein "Teil unseres Lebens, in dem uns übers Wissen hinaus viel beigebracht wurde". Für die Zukunft regte er Veränderungen an, um die Schule noch besser zu machen. Kollegstufenbetreuer Siegfried Massier bestätigte der Absolvia-Sprecher, seine Rolle als Titan menschlich ausgefüllt zu haben, einer der letzten großen Philantropen der Gegenwart zu sein.Bei so viel Lob mußte sich der Angesprochene erst einmal fassen, ehe er sich über den besten Abiturjahrgang der Schule seit dem Jahr 1983 ausließ, lag doch der Gesamtschnitt bei 2,28. Die Noten verteilten sich wie folgt: fünf Abiturienten lagen zwischen 1,2 und
1,4; elf plazierten sich zwischen 1,5 und 1,9; 35 erreichten einen Schnitt zwischen 2,0 und 2,9; nur sieben mußten sich mit zwischen 3,0 und 3,5 zufrieden geben. 40 der 33 Damen und 25 Herren gehörten dem mathematisch-naturwissenschaftlichen, 18 dem neusprachlichen Zweig an.Als Gründe für den Prüfungserfolg führte Siegfried Massier konzentrierte Vorbereitung und Fleiß, faire und machbare Abituraufgaben und gründliche Vorbereitung durch die Kollegen an. Alle hätten heute den Lohn für jahrelange Arbeit erhalten, auch die Lehrer, die es bisweilen nicht leicht gehabt hätten, die Schüler zu motivieren. Hier liege eine tendenzielle Gefahr: "Wenn wir unsere Schüler nur noch auf eine Spaßgesellschaft vorbereiten und nicht in erster Linie auf die Berufswelt und ihr weiteres Leben, dann besteht die Gefahr, daß Pädagogen zu Animateuren verkommen."Nachdem der Kollegstufenbetreuer noch das Sorgenkind Absenzen angesprochen hatte - die Spitzenreiterin fehlte immerhin zu 20 Prozent im Unterricht - bescheinigte er dem Abiturjahrgang 2001, sozialverträglich gewesen zu sein, Gemeinschaftsgeist und Zusammenhalt im schulischen und Gesellschaftlichen Leben praktiziert zu haben.Oberstudiendirektor Wolfgang Dietze schließlich widmete sich in seinem Vortrag dem
Thema Erziehung, das seit etwa einem Jahrzehnt wieder mehr Beachtung finde. Erziehung sei in erster Linie Recht und Pflicht der
Eltern, die Schule könne nur unterstützend tätig sein. Andererseits sei beim Unterrichten und Erziehen das eine ohne das andere nicht möglich. Zudem habe ein Gymnasiast länger als andere Zeit, erzogen zu werden. Er könne und müsse länger mit vielen Menschen auskommen, mehr Fächer bewältigen, ständigem Prüfungsdruck gewachsen sein, demokratisches Verhalten einüben und sich auf unterschiedliche Mitschüler einstellen.

-ka-





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