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21.01.2005
  Von: (Moosburger Zeitung)

“Nach Schulschluss herrscht Chaos"

 

Eltern und Schulleitung gegen Mittagsbetreuung außerhalb der Schule

Moosburg. M-Klassen an der Hauptschule, sechsstufige Realschule und jetzt auch das G8: “Wir wissen sowieso nicht mehr, was noch alles im Schulsektor auf uns zukommt", bemerkte Landrat Manfred Pointner bei der Sitzung des Schulausschusses des Landkreises Freising lakonisch (siehe auch nebenstehende Berichte). Tatsache ist, dass die Einführung des achtstufigen Gymnasiums den Landkreis vor große Probleme stellt. Die Verkürzung der Schulzeit bringt es nämlich mit sich, dass die Schüler öfter auch Nachmittagsunterricht haben. Während sich die älteren Schüler bereits selbst verpflegen, mahnen Eltern eine geregelte Mittagsverpflegung für Fünftklässler an.

Im Namen der Eltern nahm Georg Goldbrunner zu der vom Schulausschuss zunächst favorisierten Lösung Stellung, den Kindern eine Mittagsmahlzeit im benachbarten Gasthof “Eichenhof" (“Black Sea Eichenhof") anzubieten, den sich die Kreisräte zuvor im Rahmen einer Ortsbesichtigung angesehen und für gut befunden hatten. “Wir reden hier von Kindern der fünften und sechsten Klasse³, erläuterte Goldbrunner. “Können Sie sich vorstellen, was im Bereich der Albinstraße um 13 Uhr bei Schulschluss los ist?": Goldbrunner zählte unter anderem “50 Schulbusse³ und zahlreiche Eltern auf, die mit dem Pkw ihre Sprösslinge von der Schule abholen; vom normalen Straßenverkehr ganz zu schweigen. Sprich: “Nach Schulschluss herrscht hier das Chaos." Die Kinder unter diesen Umständen tagtäglich die Straße passieren und zu dem Lokal gehen zu lassen, halte er deshalb für absolut unverantwortlich. Hinzu komme, dass in dem Lokal niemals garantiert überwacht werden könne, ob auch wirklich alle Spielautomaten, auch die im Keller, außer Betrieb gesetzt seien. “Wer überwacht das denn? Und wer überwacht das Rauchverbot?" Die Eltern jedenfalls, so Goldbrunner, lehnten eine Mittagsverpflegung im “Eichenhof" auch als Übergangslösung ganz dezidiert ab. Schulleiter Wolfgang Hansjakob hieb in die gleiche Kerbe. Man sei zunächst gesetzlich an Vorgaben gebunden: “Wir haben in einer Wirtschaft, also in einem schulfremden Raum, absolut nichts zu sagen." Von Landrat Manfred Pointner erfuhr Hansjakob allerdings, dass das Kultusministerium ausdrücklich die Suche nach benachbarten Gaststätten für die Mittagsverpflegung empfehle und dass man Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten problemlos via vertraglichen Vereinbarungen lösen könne.

Hansjakob hatte aber noch weitere Argumente parat. Die Möblierung in dem Lokal sei alles andere als schülergerecht. Der Wirt werde sich schön bedanken, wenn er in einem halben Jahr die komplette Möblierung austauschen könne. Auch das Rauchverbot sei nur schwer zu überwachen und durchzusetzen, weil sich rauchende Schüler dann eben in den umliegenden Vorgärten und Straßen verteilen würden, befürchtete Hansjakob. -mai-





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