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06.07.2011
  Von: Niko Firnkees

Das Erbe afroamerikanischer Musik

 

"Gospel at Heaven" musizieren zusammen mit Schülern des Gymnasiums

Moosburg.

Mit "Gospels at Heaven" soll die Stadthalle am 22. Juli ab 19 Uhr im Rahmen eines Benefizkonzerts zugunsten der Aktion "Sternstunden" musikalisch in einen Himmel auf Erden verwandelt werden. Unter Leitung von Charles Logan und mit dem Pianisten Jörg Müller und dem Drummer Ingo Kellner tritt das bekannte Münchner Ensemble auf, das auch bereits den vollbesetzten Zirkus Krone zum Kochen gebracht hatte. Hinzu kommt der 50 Mann starke Chor des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums.

Gospels stehen als afroamerikanische Musik in enger Verwandtschaft zu Spirituals. Lehrbuchmäßig sind letztere zu Zeiten der Sklaverei entstanden und reflektieren die Verbundenheit der Sklaven mit dem Schicksal des Volkes Israel in der ägyptischen Knechtschaft - das Musterbeispiel ist "Go down, Moses". Gospels sollen erst ab dem Ende der Sklaverei entstanden und fröhlich sein - das Wort kommt von "god spell" und bedeutet Frohbotschaft beziehungsweise im Hochenglischen Evangelium. In der Praxis sind die Grenzen fließend, zumal die derzeit gebräuchlichen Spiritual-Melodien ebenfalls aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Hinzu kommen Verknüpfungen mit dem Soul sowie mit karibischen und südamerikanischen Elementen. Quincy Jones, Produzent von Michael Jacksons "Thriller", hatte all diese Einflüsse und afrikanisches Erbe in seiner Platte "Back on the Block" konzentriert.

Diese ganze Bandbreite wird auch in der Stadthalle erklingen. Zu hören sein werden Klassiker wie "Swing low". Ausgehend von einer Identifikation des lyrischen Ichs mit dem Propheten Elias findet ein Schwenk zu Jesus Christus statt - Altes und Neues Testament werden auf diese Weise verbunden. Zu den bekanntesten Liedern zählt auch "We shall overcome", die Hymne der von Martin Luther King angeführten Bürgerrechtsbewegung. Michael Jacksons und Lionel Richies "We are the world", das ebenfalls interpretiert wird, ist wiederum dem Bemühen geschuldet, Afrika etwas von dem zurückzugeben, was ihm an Humankapital wie an Ressourcen geraubt worden war. Natürlich nicht fehlen darf in einem Gospelkonzert das durch "Sister Act" bekannt gewordene "Oh happy day".

Logan, der zusammen mit Müller bereits im Rosenhof ein ebenso sensibler wie überzeugender Interpret afroamerikanischer Musik gewesen war, hat die Authentizität der Musik nicht nur seinem eigenen Chor, sondern in Zusammenarbeit mit Stefan Pellmaier auch den Schülern des Moosburger Gymnasiums vermittelt.

Moosburger Zeitung, 06.07.2011





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