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28.06.2005
  Von: Cornelia Feldkamp

Gert Heidenreich am KRvF-Gymnasium

 

Den Abschluss der Autorenlesungen in diesem Schuljahr bildeten zwei Veranstaltungen mit Gert Heidenreich.

Der bekannte Journalist und Schriftsteller war am 28.6.05 zu Gast in den 11. Klassen, wo er seinen 2004 erschienenen Roman „Die Steinesammlerin von Etretat“ vorstellte, in dem es um die Liebesgeschichte zwischen einem deutschen Soldaten und einer Französin während des Zweiten Weltkriegs geht. Weil diese Erzählung, eine völlige Neubearbeitung eines bereits 1984 unter dem Titel „Die Steinesammlerin“ veröffentlichten Romanes darstellt, bot sie den Schülern zugleich Anlass, über das Entstehen eines literarischen Werkes zu reden und den sympathischen Autor besser kennen zu lernen. Von dieser Gelegenheit machten die Schüler im Anschluss an die Lesung auch reichlich Gebrauch und stellten u.a. Fragen zu seinem Alltag als Schriftsteller, seinen Verdienstmöglichkeiten, aber auch zu seiner Einschätzung der 68er-Generastion, zu der er sich zählt. Alle Fragen wurden offen und ausführlich beantwortet, was bei unseren Schülern sehr gut ankam. Außerdem hatten alle drei 11. Klassen Gert Heidenreichs Rede über die so genannte „Neidgesellschaft“ vorbereitet, die er am 11. März 2004 in der Schwabinger Erlöserkirche gehalten hatte und in der er um des sozialen Friedens willen für eine Stärkung unserer Demokratie mehr Vorbildlichkeit in der Politik und gegen die „Oligarchie derer, die via Kapital- und Marktsteuerung jederzeit die Zahl der Arbeitslosen erhöhen ...können,...“ eintritt. Ein Thema, das angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und der bevorstehenden Bundestagswahl im Herbst leider aktueller denn je ist und von den Schülern interessiert aufgegriffen wurde, zu dem der Autor aber auch keine Patentrezepte anbieten konnte. Sein Rat an die Jugendlichen: sich bilden und informieren, nicht nur von den vielfältigen Ablenkungsmöglichkeiten der Mediengesellschaft berieseln lassen und sich eine kritische Grundhaltung zu eigen machen!

Trotz der beinahe tropischen Temperaturen war die Bibliothek bei der öffentlichen Veranstaltung am Abend fast bis auf den letzten Platz besetzt. Vor einem literarisch interessierten Publikum, das z. T aus Freising, Landshut oder gar München gekommen war, las Gert Heidenreich aus seinem Gedichtband „Im Augenlicht“. Die in diesem Buch versammelten Gedichte sind im Zeitraum der letzten 10 Jahre entstanden. Häufig sind es schlichte Beobachtungen, von Reisen durch Indien, die Türkei, Algerien, getragen von der Verwunderung über etwas noch nicht Gesehenes oder Gewusstes. Aber auch Sehnsucht und Liebe, Erfahrungen, die den Blick auf das Leben verändern, eröffnen sich in diesen Zeilen.ging es mit „Thomas Gottschalk. Die Biographie“ weiter, dem Buch, durch das Gert Heidenreich wohl in letzter Zeit am meisten von sich reden machte.
Das klingt nach einer absurden Paarung: hier Deutschlands Konsens-Entertainer Nr.1, dort ein linker Schriftsteller. Doch beide sind seit mehr als 30 Jahren befreundet und Heidenreich reizte zudem die Tatsache, dass er über die Biographie Gottschalks auch ein Stück deutscher Mediengeschichte erzählen konnte. Dass dieses Experiment gelungen ist und eine etwas „andere“ Biographie entstanden ist ,als man sie in den letzten Jahren von diversen Showstars und -sternchen zu lesen bekam, stellte der Autor bei dieser geistreichen und kurzweiligen Lesung im Moosburger Gymnasium unter Beweis, für die er mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde. 
Besonderer Dank gebührt dem Elterbeirat für die großzügige finanzielle Unterstützung der Lesung sowie den Schülerinnen des Literaturkurses die die Kasse und die Organisation des Büffets übernommen hatten. (Franziska Albrecht, 10 a; Kathrin Abstiens, 11b; Diana Pereira, 11b; Christina Wallner, 11b, und Nathalie Stömmer, 11a!)





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