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01.02.2006
  Von: Katharina Baumeister (Moosburger Zeitung)

"Unheimliches" gekonnt präsentiert

 

Bruno Neri

Veit-Peter Walther

„Unheimliche Geschichten“ wurden am Donnerstagabend von fünf Autoren des Erdinger Literatentreffs in der Bibliothek des Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasiums präsentiert. Musikalisch umrahmt wurden die Kurzgeschichten von Bruno Neri, Veit-Peter Walther, Walter Brusa, Petra Winter und Sibylle Böhmer-Rawas durch die Harfenistin Annette Wörmann. 

Mit einer „gespenstischen Nacht“ von Bruno Neri begann der Leseabend. Der Ich-Erzähler der lebhaften Kurzgeschichte wird darin ab der Geisterstunde um Mitternacht von zahlreichen gruseligen Kuriositäten in einen immer weiter ansteigenden Angstzustand versetzt. Bücher fallen herunter, das Licht flackert und ein kalter Luftzug lässt den Erzähler erschaudern. Stets sucht der rationale Akteur der Geschichte ebensolche Erklärungen für die Ereignisse in der Nacht zu finden. Doch mit zunehmender Frequenz der „erschreckenden Geschehnisse“ steigt auch die Angst des Ich-Erzählers. Er nimmt all seinen Mut zusammen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Suche nach dem Ursprung der Schreckens-Geräusche führt ihn schließlich in den Keller, wo er doch eine ganz rationale Erklärung findet. 

Eine ebenso schöne Auflösung eines zunächst harmlos beginnenden Friseurbesuchs bot die Geschichte „Die Vertretung“ von Veit-Peter Walther. Darin war dem Kunden die Vertretung seines Friseurs von Anfang an nicht geheuer, was die Erzählungen, des sensationssüchtigen Aushilfs-Friseurs nicht verbesserten. Am Schluss der Geschichte musste sich der Kunde jedoch eingestehen, dass seine Angst unbegründet war und der Vertreter eben doch nur der Vertreter war. Aus der Feder von Veit-Peter Walther entstammten auch die Geschichten „Simon lächelt“ und „Fremde Schiffe im Hafen“.

Eine etwas andere Wendung als die ersten beiden Geschichten nahm Walter Brusas „Die Augen von Santa Lucia“. Darin sinnierte der Ich-Erzähler über das Auge als mächtigstes Körperteil. Von der Heiligen Lucia, der der Legende nach die Augen herausgerissen wurden über die ägyptische Nofretete, die nur ein Auge hatte bis hin zu einem italienischen Maler, der nie Augen malte streiften seine Gedanken. Auch E.T.A. Hoffmanns Sandmann wurde zitiert: „Das ist ein böser Mann, der kommt zu den Kindern, wenn sie nicht zu Bett gehen wollen und wirft ihnen Händevoll Sand in die Augen, dass sie blutig zum Kopf herausspringen, die wirft er dann in den Sack und trägt sie in den Halbmond zur Atzung für seine Kinderchen; die sitzen dort im Nest und haben krumme Schnäbel, wie die Eulen, damit picken sie der unartigen Menschenkindlein Augen auf.“ Schließlich kam der Erzähler der Geschichte auf sich zu sprechen. Er habe es sich zur Passion gemacht, Frauen-Augen anzusehen, denn: „Frauen haben andere Augen als Männer. Frauen haben Augen wie Tiere.“ Als der Akteur der Geschichte die Schlagzeile „Augenbestie schneidet Frau die Augen aus dem Kopf“ liest, überstürzen sich die Ereignisse und der Erzähler muss sich schließlich eingestehen, verrückt geworden zu sein.

Unheimliches im Zusammenhang mit der Volkssportart „Fußball“ hatte Petra Winter zu berichten, während Sibylle Böhmer-Rawas das Thema beim „Hochzeitstag“ aufgriff. Der Literaturabend wurde von Oberstudienrätin Ute Holinski organisiert.





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