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23.12.2006
  Von: Niko Firnkees (Moosburger Zeitung)

Ein fein gesponnener Klangteppich

 

Weihnachtskonzert des Gymnasiums erweist sich als musikalischer Hochgenuss

Moosburg. Weihnachtskonzerte des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums im Kastulusmünster werden langsam zur guten Tradition. Die Stimmung in einem Gotteshaus ist zur Einstimmung auf die kommenden Festtage schlicht und einfach ergreifender, von der Akustik im Vergleich zu einer Schulaula, die von ihrer Konzeption her ja auch übermäßigen Pausenlärm wegfiltern soll, ganz zu schweigen. Zur Wintersonnwende war es Donnerstagabend wieder einmal so weit.

Die von Hans Grichtmaier geleitete Holzbläser- und Streichergruppe, also so etwas wie das Vororchester, und die von Anna Grichtmaier betreute Flötengruppe bot im ersten Teil ein breites Repertoire weihnachtlicher Klänge mit angenehmer Intonation und lebendigem Spiel. Bei Corellis bekanntem „Weihnachtskonzert“ – wegen eines pastoralen Satzes im 6/8-Takt so genannt – musizierte das von Hans Grichtmaier geleitete Orchester mit Verve und guter Klangabmischung. Kraftvolle Passagen wechselten mit Zurückhaltung ab, wenn man den beiden Violinsolistinnen Melanie Zwicknagl und Monika Kipfelsberger und Constanze Weber am Cello den Vortritt bei den Solopassagen ließ. Diesen wussten sie durch einfühlsames Aufeinander-Eingehen im Dialog beziehungsweise musikalischen Dreigespräch auch sattsam zu nutzen.

Eröffnet hatte das Konzert Benedikt Celler mit Regers Des-Dur-Benedictus, von der formalen Anlage her eine Toccata mit anschließender Fuge. Wuchtige Akkordkaskaden des irdischen wie himmlischen Jubels wurden von zarten, verwobenen Passagen abgelöst, bevor Celler sein großes technisches Können und seine musikalische Intelligenz bei der Fuge in die Waagschale warf.

Celler hatte auch im letzten Programmpunkt eine wichtige Rolle inne: Er leitete das einleitende und abschließende gregorianische „Hodie Christus natus est“, der Benjamin Brittens „A Ceremony of Carols“ umkleidete. Eine klare Gregorianik mit einer in der von Celler geleiteten Einstudierung fein austarierten Silbenrhythmik kennzeichnete diesen für ein Schulkonzert doch sehr seltenen Programmpunkt. Dass man Verantwortung an Schüler delegiert, ist von Hause aus nichts Ungewöhnliches: In Finnland oder Schweden macht man das gerne – die Ergebnisse der PISA-Studie sind hinreichend bekannt.

Bei Britten selbst arbeitete der von Hans Grichtmaier geleitete Chor die zarten Töne und diffizilen Harmonien, die zwischen altenglischen Weihnachtsliedern, elisabethanischer Renaissance und an Elgar und Vaughan Williams anknüpfende spätromantische Harmonien mit einem Hauch rochierten, präzise heraus. Viel Stimmung brachte auch Susanne Högl an der Harfe ins Spiel. Sei es als Begleiterin, sei es im „Interlude“, bei dem man im pianissimo eine Stecknadel hätte fallen hören können. Angelika Polland brachte sich als Altsolistin mit einem ebenso vollen wie weichen Ton ein. Bereits im ersten Drittel des Konzerts hatte der von Zoltan Ambrus dirigierte Unterstufenchor bei zwei Chorsätzen ein beachtliches Niveau hinsichtlich Präzision und Intonationssicherheit bewiesen. Hier muss man nicht befürchten, dass das derzeitige Niveau des „großen“ Chores in einigen Jahren mangels geeigneten Nachwuchses heruntergefahren werden muss.

Viel Applaus des zahlreichen Publikums und Dankesworte von Schulleiter Wolfgang Hansjakob beendeten einen Abend, der auf hohem Niveau auf die kommenden Feiertage einstimmte.

 





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