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23.01.2007
  Von: Thomas Brandl (Moosburger Zeitung)

Die Kunstturnerin unter den Autoren

 

Beate Dölling liest am Gymnasium aus “Anpfiff für Ella" - Ronaldo nicht gleich Ronaldo

“Wann haben Sie angefangen, Bücher zu schreiben", lautete eine der vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler an die Autorin Beate Dölling. Sie habe schon als Kind gern geschrieben, antwortete die 45-jährige Schriftstellerin. Inzwischen verdient Beate Dölling, die im Rundfunk beim Sender RIAS Berlin und später auch beim daraus hervorgegangenen Sender Deutschlandradio ihre berufliche Laufbahn begann, ihr Geld mit Kinder- und Jugendbüchern.
Aus einem davon, nämlich “Anpfiff für Ella³, las die in Brandenburg und Berlin lebende Autorin am Dienstag den Schülern und Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium vor. Zum Aufwärmen erläuterte sie gemeinsam mit ihren Zuhörern erst einmal die Doppeldeutigkeit des Wortes Anpfiff, ehe es mitten hinein ging ins Handlungsgeschehen. Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Lino und Ella, beide fußballverrückt und beide in einer Phase geschwisterlicher Positionskämpfe. Auslöser des Zwistes ist die neugegründete Fußballmannschaft des elfjährigen Lino, in der er seine knapp ein Jahr jüngere Schwester Ella nicht mitspielen lässt. Erschwerend hinzu kommt Ellas erste Schwärmerei für einen Jungen, der in
Linos Team spielt. Die dynamischen Wortgefechte des Geschwisterpaars, ihre Eskapaden am Frühstückstisch und Ellas unverblümte Ansichten zauberten bisweilen ein verschmitztes Schmunzeln auf einige Gesichter im jungen Publikum. Es wurde aber auch lauthals gelacht in der Schulbibliothek, die ansonsten ein Ort der Stille ist. Den Reaktionen der Schülerinnen und Schüler war zu entnehmen, dass Dölling mit diesem Buch aus dem Jahr 2006  nicht nur wegen der Fußball-WM im eigenen Land  einen echten Volltreffer gelandet hat. Im Anschluss an die Lesung stellten die Schüler reichlich Fragen zur Person Beate Dölling und zu ihrem Schaffen. Ein gutes Jahr, so war zu erfahren, arbeite sie an einem Buch. Dass sie vom Schreiben inzwischen leben kann, führte sie aber auch auf ihren bescheidenen Lebenswandel zurück. Natürlich gab es auch kritische Anmerkungen zum Text. Ein Bub hakte nach, ob es sich bei dem Fußballer Ronaldo, in der Erzählung eines der Idole von Ella, um den Portugiesen Christiano Ronaldo oder um den Brasilianer Ronaldo handelt. “Der aus Brasilien³, klärte Dölling auf. Wie es sich für eine Lesung geziemt, saß die Autorin danach parat, um Bücher zu signieren. Ihre jungen Leser begrüßen es sicherlich, dass sich Beate Dölling nicht den Traumberuf aus ihrer Kindheit erfüllt hat und Kunstturnerin geworden ist. Wobei sie wohl zu den Medaillenaspiranten gezählt hätte, wenn sie die Gymnastikkeulen ähnlich gekonnt geschwungen hätte wie jetzt die Schreibfeder. Davon können sich in den nächsten Tagen auch Schüler in Zwiesel, Vilshofen und Vilsbiburg überzeugen.





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