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22.07.2011
  Von: Julia Spanier

Bei 43 Grad im Schatten Budapest erobert

 

Geglückte Studienfahrt der Qualifikationsstufe 11 hieß früher einfach "Abiturfahrt"

Moosburg.

34 Schüler und zwei Lehrer des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums machten ihre wohl letzte gemeinsame Reise: die Abiturfahrt. Und weder die Namensänderung zur sogenannten "Studienfahrt" noch die Aufteilung der Qualifikationsstufe 11 in drei Gruppen mit verschiedenen Reisezielen konnte die Stimmung verringern.

Begleitet von den Lehrkräften Anton Büchler, Inge Wachsmuth und einem äußerst motivierten Busfahrer, erkundeten die nächstjährigen Abiturienten nicht nur fünf Tage lang Budapest, sondern machten auf der Hin- beziehungsweise Heimreise auch noch einen kurzen Abstecher nach Wien und Linz, wobei in beiden Städten das Interesse für das Essen meist größer als das für die Kultur war.

Als die Moosburger gegen Abend in Budapest ankamen, wurden sie nicht nur von Edina Veres, einer perfekt deutsch sprechenden Reiseführerin, sondern auch von sagenhaften 43 Grad begrüßt, die die Wartezeit bei der Zimmerverteilung nicht gerade versüßten. Aber nach einer kurzen Erholungspause und allgemeiner Zufriedenheit mit dem am internationalen Ostbahnhof gelegenen Hotel und den Zimmern - besonders aufseiten von sechs Jungs, die per Zufall in einer Suite inklusive Küche, Wohnzimmer und Whirlpool untergebracht worden waren - konnte die Abiturfahrt so richtig losgehen. Die Schüler waren die darauffolgenden Tage nie wirklich unglücklich darüber, dass man manche Programmpunkte aufgrund der Hitze streichen und stattdessen durch gemütliches Kaffeetrinken oder Entspannen ersetzen musste - kam die Kultur ja dennoch nicht zu kurz.

Täglich um 9 Uhr begaben sie sich auf Erkundungstour durch Budapest: mal mit dem Bus, um die touristischen Highlights und einen groben Überblick über die Stadt zu erhalten, mal mit der Tram, der Metro oder zu Fuß. Sie bestaunten immer wieder aufs Neue die wunderschönen Gebäude im Jugendstil, die selbst in den weniger sanierten Stadtteilen ihren Charme entfalteten. Doch vor allem die donaunahen Gebiete faszinierten die Schüler: Prachtvolle Straßen wie beispielsweise die Andrassy-Straße, die Ketten- oder Freiheitsbrücke, die Buda mit Pest verbinden, oder der Gellertberg mit der Freiheitsstatue und der Fischerbastei lassen einen den wegen Geldmangels natürlich nicht zu übersehenden Verfall in anderen Teilen der Stadt vergessen. Und genau diese Wahrzeichen, wunderschön beleuchtet, ebenso wie das überwältigende Parlamentsgebäude im neugotischen Stil am Pestufer, bewunderte die Reisegruppe am letzten Abend noch einmal bei einer nächtlichen Bootsfahrt.

Doch nicht nur das, die Schüler lernten auch das jüdische Viertel in Budapest, die Synagoge und die Große Markthalle kennen und bestaunten bei der Fahrt zum Donauknie Szentendre und Ausgrabungen eines Königspalastes in Visegrad, wobei die Berglage zu einer Fahrt mit der Sommerrodelbahn genutzt wurde. Die freie Zeit neben solchen Ausflügen oder Museumsbesuchen wie dem Ludwig-Museum wussten die Schüler und Lehrer gut zu nutzen. Von Shoppingausflügen, genüsslichen Cafehaustouren, einem 'Heil-Plantschen' im Szechenyi-Bad oder Herumschlendern im Budapester Zoo, Restaurantbesuchen bis hin zu ausgiebigem Feiern war alles geboten. Dabei konnte man nicht leugnen, dass nach Programmende allabendlich das Augenmerk vor allem auf Letzterem lag.

Unter der Bedingung, jeden Morgen mit einem strahlenden Lächeln zum Frühstücksbuffet zu erscheinen, durften die Schüler auch noch das Budapester Nachtleben erkunden, mit unüberhörbaren Folgen dann bei der Heimfahrt am Freitag: Waren auf der Hinfahrt noch viel laute Partymusik und Lachen zu hören, herrschte auf der Heimfahrt eindeutig Totenstille vor. Die außergewöhnlichsten Schlafpositionen, Schlafmasken, sowie Oropax oder mp3-player - mehr war da nicht mehr.

Zusammenfassend lässt sich nur noch einmal betonen, wie geglückt diese Studienfahrt war: Die Schüler meisterten alle anfänglichen Unsicherheiten wegen der Währung, der Sprache, bei der man nicht einmal ansatzweise etwas verstand, des extrem heißen Wetters oder unangenehmer Altersbeschränkungen bei Clubs - eindeutig ein Problem des G8 - und verbrachten die Woche mit zwei hervorragend begleitenden Lehrkräften. Sie genossen den lockeren Umgang mit den Lehrern und das geschenkte Vertrauen, das sie auch nicht ausnutzten - kamen sie doch jedes Mal wieder heil im Hotel an, um sich am nächsten Morgen - geduscht, geputzt und natürlich mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen - erneut zum Frühstück einzufinden.

Moosburger Zeitung, 22.07.2011





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