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13.09.2007
  Von: Robert Stangl (Moosburger Zeitung)

Bei Lehrerausfall drohen Engpässe

 

An der Realschule fehlen derzeit vier Lehrkräfte - Kleinere Klassen auch am Gymnasium

Ordentlich Betrieb herrschte am Mittwoch während der kleinen Pause an der neuen Tischtennisplatte im Pausenhof des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums. Mit Schuljahresbeginn wurden die neuen Räumlichkeiten am Gymnasium und an der Kastulus-Realschule eingeweiht. (Fotos R. Stangl)

Moosburg. Ein Platzproblem gibt es an der Kastulus-Realschule nicht mehr, seit die ehemalige Landwirtschaftsschule umgebaut wurde. Auch am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium wurde mit dem Anbau für genügend Räume gesorgt. Anders sieht es allerdings in Bezug auf die Personalsituation aus. Zwar sind an beiden Schulen momentan ausreichend Lehrer tätig, doch sobald jemand ausfällt, drohen vor allem an der Realschule nicht zuletzt wegen der hohen Schülerzahlen Engpässe. Dort sind gleich zu Schuljahresbeginn vier Lehrkräfte nicht da.

Anders als im Volksschulbereich, der vom Staatlichen Schulamt Freising organisiert wird, unterstehen Realschulen und Gymnasien direkt dem Kultusministerium. Darum ist das Einzugsgebiet, aus dem Ersatzlehrkräfte rekrutiert werden können, viel größer. Doch es mangelt in vielen Teilen Bayerns an Lehrern, wie Kultusminister Siegfried Schneider kürzlich einräumen musste. Darum gibt es auch nicht viele, die in der “Mobilen Reserve" tätig sind. Laut Konrad Diewald, Leiter der Realschule, sind dies im Einzugsgebiet Oberbayern Ost weniger als zehn. Hinzu kommt, dass an Realschulen und Gymnasien das Fachlehrerprinzip herrscht. “Wenn ein Lehrer ausfällt, dann muss man schon Glück haben, dass gerade ein Ersatz in der Nähe ist", betont Diewald. “Wenn aber ein Deutsch-/Englischlehrer erkrankt ist, dann nutzt es mir nichts, wenn ein Lehrer für Chemie und Biologie zur Verfügung stünde."

59 Lehrkräfte sind an der Realschule in diesem Schuljahr tätig. Eigentlich hätte ein weiterer Refendar kommen und sein zweites Vorbereitungsjahr absolvieren sollen. Dieser habe dem Kultusministerium aber Mitte August mitgeteilt, dass er nicht weitermacht. Vier Lehrkräfte fallen gleich zu Beginn für einige Wochen aus. “Das sind 92 Wochenstunden. Die können wir nicht fachgerecht auffangen", sagt Diewald. Darum trete derzeit der Notplan in Kraft. Die zehnten Klassen hätten zwar den vollen Unterricht, in unteren Jahrgangsstufen aber mussten mehrstündige Fächer vorübergehend um eine Stunde gekürzt werden. “Aber ich gehe davon aus, dass in etwa drei Wochen zwei oder drei zurückkommen und sich die Situation dann entspannt", sagt der Schulleiter.

Das Problem, Ersatz für längerfristig ausfallende Lehrerinnen und Lehrer zu finden, hat auch die neue Direktorin am KRvFG, Karolina Hellgartner: “Wenn jemand krank ist, können wir jemanden suchen, aber es ist schwierig, für sechs oder acht Wochen jemand zu bekommen." Dennoch ist die Lage etwas besser als an der Realschule. Allen voran, weil langjährige Lehrkräfte wie Manfred Pawlik weiterhin aushelfen. 73 Lehrer unterrichten am Gymnasium im Schuljahr 2007/2008, davon zehn Neue. Im Großen und Ganzen sei sie zufrieden, sagt die Leiterin, “nur in Mathematik hätte ich gern ein paar mehr". Weil aber “der Markt relativ leer" sei, mussten in der sechsten Jahrgangsstufe die Intensivierungsstunden mit Deutsch geteilt werden. “Es ist knapp, aber wir können den Unterricht abdecken."

Etwa 1020 Schülerinnen und Schüler verteilen sich am Gymnasium auf Kollegstufe und 31 Klassen. Das sind etwa 50 mehr als im Vorjahr. Mit der Klassenstärke kann Karolina Hellgartner gut leben. Vier Klassen bestünden aus mehr als 31 oder 32 Schülern, eine aus 33. Aber vor allem sind in den sechs fünften Klassen weniger als 30 Schüler. “Das finde ich besonders bei Neuanfängern besonders wichtig", betont die Rektorin. Auch Realschulleiter Konrad Diewald erkennt in punkto Klassenstärke einen positiven Trend. Die Schülerzahl ist mit 1107 praktisch identisch wie im vergangenen Schuljahr (1108), doch die Verteilung innerhalb der Klassen hat sich aufgrund des Platzes, der nun zur Verfügung steht, verbessert. “Wir haben Gott sei Dank keine Klasse mit mehr als 33 Schülern", sagt Diewald. Im Vorjahr bestanden noch sieben Klassen aus 34 und eine gar aus 35 Schülern. Es gibt also auch Positives zu vermelden.





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